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Flash of Genius
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Regie
Marc Abraham
Drehbuch
Philip Railsback
Produzenten
Gary Barber, Roger Birnbaum, Michael Lieber
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 119 min Land USA Kinostart 25.06.2009 DVD-Start 06.11.2009 Verleih Kinowelt |
Story
Detroit in den 60ern: Amerika ist im Automobilfieber und die großen Firmen überschlagen sich in dem Wettlauf, die Kunden mit Bahn brechenden Neuerungen zu gewinnen. Eine dieser Neuerungen könnte der Intervall-Scheibenwischer sein, doch die Ingenieure haben das Problem noch nicht geknackt. Was ihnen nicht gelingt, glückt dem College-Professor Dr. Robert Kearns in seiner Keller-Werkstatt. Zunächst sieht alles so aus, als käme Kearns mit Ford ins Geschäft, doch dann macht der Konzern überraschend einen Rückzieher. Nur wenige Monate später kommt der neue Ford Mustang mit den neuartigen Scheibenwischern auf den Markt. Dr. Kearns erkennt den Ideenklau und verklagt Ford, da er die Patentrechte besitzt. Doch kann er diesen Kampf gewinnen?
Schauspieler
Greg Kinnear, Lauren Graham, Dermot Mulroney, Alan Alda, Jake Abel, Mitch Pileggi, Bill Smitrovich, Daniel Roebuck, Karl Pruner, Andrew Gillies, Ashton Doudelet, Grant Boyle, Josette Halpert
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Flash of Genius“ – Der Geistesblitz ist es, der einen Bastler zum Erfinder macht. Doch was ist eine Erfindung wert, wenn sie in der Garage verrottet? Hier kommen meist die großen Firmen ins Spiel, die die richtigen Vermarktungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten haben. Der Erfinder bleibt bei diesem Prozess nicht selten auf der Strecke, ausgebeutet und um seine Idee betrogen. Auch Dr. Robert Kearns war ein solcher „David“, doch er nahm den Kampf gegen seinen „Goliath“, den Automobilhersteller Ford, auf. Um den Preis einer kaputten Ehe, einer fast zerbrochenen Familie und dem Verlust des Jobs. Es ging ihm nicht um das Geld, sondern um den hehren Anspruch auf Gerechtigkeit. In unserer durch Geld dominierten Gesellschaft von heute mutet dies noch utopischer an als zur Zeit der wahren Begebenheit, auf der dieser Film beruht. Eine Geschichte wie für die Leinwand gemacht, eine Geschichte, wie sie die Menschen lieben. Mit einem Beginn als amerikanischer Traum, über einen langen Leidensweg, Höhen und Tiefen hin zum finalen Showdown vor Gericht. Greg Kinnear verkörpert Dr. Robert Kearns mit all seinen Schwächen und Eitelkeiten glaubwürdig und arbeitet dessen dogmatisches Festhalten an seiner Auffassung von Gerechtigkeit in einer schmerzhaften Deutlichkeit leise aber stetig heraus. 12 Jahre kostete Kearns sein Kampf gegen Ford und kein Opfer war ihm dafür zu hoch.
Greg Kinnear ist der Mittelpunkt einer insgesamt klassischen, mitunter etwas altmodisch anmutenden Inszenierung, die nicht auf große Gesten oder dramatische Zuspitzungen setzt, sondern wie ihr Protagonist in stiller Beharrlichkeit die Ereignisse verfolgt. Regisseur Marc Abraham und Drehbuchautor Philip Railsback holen mit „Flash of Genius“ eine vergessene Galionsfigur der „kleinen Erfinder“ zurück ins Rampenlicht, die nie ein wirklicher Sieger war. Kearns balanciert auf dem schmalen Grat zwischen beängstigendem Fanatiker und sympathischem Antiheld. Sein Anwalt fragt ihn auf dessen Aussage, er erkenne nun endlich den Sinn hinter allem, kurz bevor er aus dem Fall aussteigt: „Der liebe Gott hat Sie also in die Welt geschickt, um Ford zu verklagen?“. Kearns antwortet darauf nichts. Bis zum Ende kann man sich nicht entscheiden, ob man diesen Mann nun bewundern oder bedauern soll.
Neben der Persönlichkeit des Erfinders beleuchtet „Flash of Genius“ am Rande auch das spannende Thema des Urheber- und Patentrechtes und lässt einen kleinen Einblick in ein umkämpftes, weil milliardenschweres, Minenfeld zu. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch eindeutig auf der persönlichen Entwicklung seiner Hauptfigur, die wohltuend nicht zu etwas hochstilisiert was sie nicht war – ein strahlender Held.
"Flash of Genius" beruht auf der wahren Geschichte des Dr. Robert Kearns, der 1963 mit der Entwicklung des Intervall-Scheibenwischers begann und 1967 hierfür die Patente anmeldete. Er lebte von 1927 bis 2005. 