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Immer Drama um Tamara
Tamara Drewe
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Regie
Stephen Frears
Drehbuch
Moira Buffini
Produzenten
Alison Owen, Tracey Seaward, Paul Trijbits
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 111 min Land Großbritannien Kinostart 30.12.2010 DVD-Start 20.05.2011 Blu-ray-Start 20.05.2011 Verleih Prokino |
Story
Als Tamara Drewe in die ländliche Idylle ihres Heimatörtchens Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset zurückkehrt, ist es erstmal vorbei mit der Beschaulichkeit. Bislang war das Refugium für Schriftsteller das „Aufregendste“ was der Ort zu bieten hatte, doch nun geht es rund. Mit neuer Nase und Schönheit ausgestattet verdreht Tamara den Männern reihenweise den Kopf. Eigentlich wollte sie nur den Nachlass ihrer Mutter regeln und das Elternhaus verkaufen, doch dann verliebt sie sich in einen Rockstar und beginnt das Leben auf dem Land ordentlich durcheinander zu wirbeln. Denn fortan ist sie das Gesprächsthema Nummer eins.
Schauspieler
Gemma Arterton, Roger Allam, Bill Camp, Dominic Cooper, Luke Evans, Tamsin Greig, Jessica Barden, Charlotte Christie, Josie Taylor, Bronagh Gallagher, John Bett
Filmkritik von Melanie Frommholz
Von den schmucken Palästen der englischen Royals raus aufs platte Land und rein in das scheinbar beschauliche Bauernleben. Filmemacher Stephen Frears liebt sein Land und seine Landsleute, und so nimmt er sich nach „Die Queen“ und „Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten“ dem Leben abseits der Städte an. Wie sich zeigt sind hier mitnichten Fuchs und Hase begraben. Frivol und deftig geht es in der malerischen Landschaft zur Sache. Frears Geschichte erzählt, basierend auf dem Cartoon von Posy Simmonds und inspiriert von Thomas Hardys Roman „Am grünen Rand der Welt“, von einer besonderen Heimkehr. Tamara kehrt nach Jahren verändert und mit sehr viel mehr Sex im Blut in ihr Dorf zurück und löst damit eine Welle der Liebes- und Eifersuchtsgeplänkel aus, in deren Zentrum sie meist selbst steht. Dabei mischt die verführerische junge Frau die Männerwelt im Ort gehörig auf. Gerade zu Beginn ist „Immer Drama um Tamara“ witzig, unverblümt und überzeugt mit seinen skurrilen und knorrigen Figuren. Gespickt mit Situationswitz und dem typischen britisch-trockenem Humor schreitet die Handlung in gutem Tempo voran, und man verfolgt gespannt und amüsiert, was als Nächstes hinter den heilen Fassaden nun zu Bruch geht. Immer im Zentrum Bond-Girl Gemma Arterton und die beiden aufmüpfigen Teenager Jessica Barden und Charlotte Christie. Leider verliert sich die Geschichte im weiteren Verlauf Stück für Stück in Tamaras vorhersehbaren Männergeschichten. Der unverblümte Wortwitz nutzt sich mehr und mehr ab und der Biss geht verloren. Die britische Komödie verliert trotz dramatischer Einlage am Ende in der zweiten Hälfte den Schwung und trudelt in dem erwarteten Happy End aus.
Thomas Hardys Roman "Am grünen Rand der Welt" wurde 1967 von John Schlesinger mit Julie Christie in der Hauptrolle unter dem Titel "Die Herrin von Thornhill" verfilmt. 