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Willkommen bei den Rileys
Welcome to the Rileys
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Regie
Jake Scott
Drehbuch
Ken Hixon
Produzenten
Giovanni Agnelli, Scott Bloom, Michael Costigan, Ridley Scott, Tony Scott
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 110 min Land USA, 2010 Kinostart 07.04.2011 DVD-Start 07.10.2011 Verleih Arsenal Filmverleih |
Story
Als Doug Riley auf einer Geschäftsreise in einem Stripclub in New Orleans die 16jährige Prostituierte Mallory trifft, beschließt er in seinem Leben fortan eine andere Richtung einzuschlagen: Seit dem tragischen Tod seiner 15jährigen Tochter bei einem Autounfall vor acht Jahren, fristen Doug und seine Frau Loïs ein trauriges Dasein. Während Loïs das Haus seit dem Unfall nicht mehr verlassen hat, verbringt Doug seine Abende in Kneipen - oder mit Vivian. Die blutjunge Mallory erinnert ihn nun sofort an seine Tochter. Er entwickelt väterliche Gefühle zu ihr und beschließt, sie von ihrem Elend als viel zu junge Prostituierte zu befreien. Währenddessen erwacht Loïs aus ihrem depressiven Dornröschenschlaf und beschließt, ihre Ehe zu retten...
Schauspieler
James Gandolfini, Kristen Stewart, Melissa Leo, Lance E. Nichols, Kathy Lamkin, David Jensen, Eisa Davis, Tiffany Coty, Michael Wozniak, Russell Steinberg, Sharon Landry, Joe Chrest
Filmkritik von Kathrin Lang
Nur oberflächlich betrachtet erscheint der Plot des Indie-Dramas altbekannt. Tatsächlich erzählt uns Regisseur Jake Scott mit „Willkommen bei den Rileys“ jedoch eine außergewöhnliche Geschichte, wie wir sie in dieser Perfektion nur selten im Kino erleben durften. Aus der einfachen Geschichte eines älteren Mannes, der eine viel zu junge Prostituierte aus den Fesseln ihres elendigen Lebens befreien will, entspinnt sich innerhalb der 110 Filmminuten ein vielschichtiges Drama, das in seinem Handlungsverlauf immer wieder überrascht. Um „Willkommen bei den Rileys“ nicht nur zu einem unerwartet überraschenden, sondern auch zu einem nachhaltigen und intensiven Film zu machen, setzt Jake Scott immer wieder gezielt auf sein Darstellertrio. James Gandolfini, Melissa Leo und Kristen Stewart warten dabei mit beachtlichen Leistungen auf. Ihr Spiel ist zu jeder Zeit differenziert und ausdrucksstark. Die vielen Nuancen, die unterschiedlichen Facetten und der Blick auf das kleine Detail lassen ihr Schauspiel zu meisterhafter Arbeit werden. Erstaunlich ist dabei vor allem „Twilight“-Sternchen Kirsten Stewart, die ihre bislang aalglatte Fassade in „Willkommen bei den Rileys“ gehörig bröckeln lässt und mit der Rolle der 16jährigen Prostituierten Mallory ein scharfes Gegenporträt ihrer selbst erschafft. Auch wenn sie den beiden 'alten Hasen' James Gandolfini und Melissa Leo nur schwer das Wasser reichen kann, so verblüfft sie doch immer wieder mit ihrer nicht mehr zu leugnenden Wandlungsfähigkeit.
Jake Scott, Sohn von Ridley Scott, erschuf mit „Willkommen bei den Rileys“ einen Film, der verschiedene Tragödien des Lebens beleuchtet ohne dabei auf gängige Handlungsmuster zu setzen. Zusammen mit seinen drei Hauptdarstellern findet er zu einer eigenen Filmsprache, die aus „Willkommen bei den Rileys“ ein außergewöhnlich intensives und vielseitiges Drama werden lässt.
Regisseur Jake Scott ist der Sohn von Ridley Scott und der Neffe von Tony Scott – beide haben den Independent-Film mitproduziert.