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Falling Skies (TV-Serie) - Staffel 1
Falling Skies - Season 1
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Regie
Carl Franklin, Greg Beeman, Fred Toye, Sergio Mimica-Gezzan, Anthony Hemingway, Holly Dale
Drehbuch
Robert Rodat, Graham Yost, Fred Golan, Melinda Hsu Taylor, Joseph Weisberg, Joel Anderson Thompson, Mark Verheiden
Produzenten
Cyrus Yavneh, John Ryan
Genre TV-Serie (Science-Fiction) Filmlänge 420 min Land USA, 2011 Verleih unbekannt |
Story
Vor sechs Monaten startete eine unbekannte, außerirdische Spezies einen vernichtenden Angriff auf den Planeten Erde. Durch ihre fortschrittliche Technologie überrannten sie die menschlichen Verteidigungslinien und vernichteten sämtliches Militär auf dem Globus. Die Menschen, die die erste Angriffswelle überlebt haben, sind nun überall verstreut. In der Nähe von Boston haben sich mehrere Widerstandgruppen, meist bestehend aus Zivilisten, gebildet, die ums Überleben kämpfen. Eine Einheit davon ist die zweite Massachusetts, in welcher der ehemalige Geschichtsprofessor Tom Mason der stellvertretende Kommandant ist. Seine Frau ist tot, zwei seiner Söhne hat er bei sich, sein dritter jedoch wurde von den Aliens bzw. so genannten Skittern entführt. Tom Mason ist hin und her gerissen zwischen seinen Pflichten der Einheit und seinen beiden Söhnen gegenüber und dem Verlangen, seinen Sohn aus der Hand der Invasoren zu befreien. Während sich die zweite Massachusetts immer weiter von Boston weg bewegt und schließlich in einer verlassenen Schule Zuflucht findet, lernen die Widerstandskämpfer immer mehr über die Aliens, ihre Waffen und ihre Ziele…
Schauspieler
Noah Wyle, Moon Bloodgood, Will Patton, Drew Roy, Jessy Schram, Maxim Knight, Sarah Carter, Colin Cunningham, Seychelle Gabriel, Peter Shinkoda, Mpho Koaho, Connor Jessup, Bruce Gray, Dylan Authors, Martin Roach, Dylan Authors, Brent Jones, Daniyah Ysrayl, Melissa Kramer, Lynne Deragon, Henry Czerny, Paulino Nunes, Niamh Wilson, Nathan Mitchell, Gage Munroe, Diego Klattenhoff, Steven Weber, Blair Brown, Dale Dye
Kritik von Sascha Koch
Eines der am heißesten erwarteten TV-Events dieses Jahres war das neue Science-Fiction-Drama „Falling Skies“, welches sich um die wirklich nicht allzu innovative Idee der Invasion einer außerirdischen Kultur dreht und uns die überlebenden Menschen und ihre Schicksale zeigt. Getragen werden soll dieses von Robert Rodat und Steven Spielberg stammende Konzept von Serien-Star Noah Wyle, der schon in „Emergency Room“ nicht nur unter Beweis stellte, was für ein guter Schauspieler er ist, sondern dass er auch dazu in der Lage ist, ein großes Ensemble anzuführen. Doch auch wenn er einst der Leader einer der erfolgreichsten TV-Dramen der Geschichte war, so merkt man bei „Falling Skies“ recht bald, dass Wyle größere Schwierigkeiten hat, in die Rolle des Tom Mason zu finden. Zwar ist hier schauspielerisch wenig zu bemängeln, trotzdem bleibt beim Zuschauer aber das Gefühl hängen, dass da irgendwas nicht passt. Man nimmt dem fünffach Emmy und dreifach Golden Globe nominierten Mimen seinen Charakter nicht ab, er wirkt unglaubwürdig und wenig facettenreich. Geschichtsprofessor, dreifacher Vater, Witwer und Anführer einer Rebellion. Es bleibt schwer explizit zu sagen, was Noah Wyle falsch macht, doch es passt einfach etwas nicht zusammen.
Auch der Rest des Ensembles bietet wenige Highlights. Moon Bloodgood ist als junge Kinderärztin überzeugend und Will Patton liefert einen guten Capatin Weaver, aber ansonsten bleiben bei „Falling Skies“ die schauspielerischen Glanzpunkte ganz rar gesät. Am ehesten kann noch Colin Cunningham in seiner fiesen und zwielichtigen Rolle des John Pope für gute Schauspielmomente sorgen.
Konzeptionell bietet die Serie, wie eingangs erwähnt, wenig Neues. Darüber hinaus ist die Serie über weite Strecken nicht völlig logisch und realistisch. Warum sind die Aliens dazu in der Lage, das ganze US-Militär zu vernichten, aber nicht fähig, eine kleine Gruppe spärlich bewaffneter Zivilisten aufzuspüren und anzugreifen? Der rote Faden in der Serie ist ordentlich gestaltet, doch das Erzähltempo lässt etwas zu wünschen übrig. Damit einher geht auch die visuelle Umsetzung von „Falling Skies“. Zu Beginn der Serie sind noch einige gute Effekte und Actionsequenzen zu sehen, doch mit der Zeit werden diese immer weniger. Auch das Staffelfinale verpasst es, große Bilder zu zeigen. Die Alienmaschinen sind ordentlich, wenn auch nicht herausragend animiert. Die so genannten Skitter sehen bei näherer Betrachtung aus wie billige Theaterpuppen aus den 1990ern und verlieren somit leider viel von ihrem Gruselfaktor. Die Serie bietet einfach zu wenig Action, das Tempo der Serie verläuft im Sand und daraus resultiert, dass „Falling Skies“ immer mehr an Spannung und Aufregung einbüßen muss.
Alles in allem bleibt damit die Erkenntnis, dass das von TNT ambitioniert entwickelte Projekt „Falling Skies“ nicht den Erwartungen gerecht wird. In der Umsetzung zu sparsam mit Action und Effekten, im Erzählen zu langsam, konzeptionell durchschnittlich und schauspielerisch mehr oder weniger nur befriedigend. Letztendlich bietet dieses Science-Fiction-Drama wenig Drama, keine Gänsehautmomente, kaum Berührendes und damit auch nicht sehr viel Tiefgang. Die Charaktere haben alle ihre kleine, festgelegte Rolle, womit moralische Fragestellungen oder facettenreiche Charakterzeichnung schon im Keim erstickt werden. Noah Wyle spielt ordentlich, kann sich als Hauptdarsteller aber nicht recht in die Serie einfügen. Kurzum ist die erste Staffel „Falling Skies“ sehenswert und sicher auch nicht schlecht, aber eben nicht das, was man sich erwartet hat. „Falling Skies“ ist sicherlich kein Muss für Serienfans. Hier wäre mehr drin gewesen. Das Potential für eine hoffentlich gute zweite Staffel ist aber gegeben.
Wissenswertes
„Falling Skies“ startete am 19. Juni 2011 auf dem amerikanischen Spartensender TNT und erreichte mit der Pilotepisode sehr gute 5,91 Millionen Zuschauer. Im Schnitt wurden die zehn Episoden der ersten Staffel von 4,79 Millionen Menschen gesehen.
Aufgrund der guten Quoten wurde die Serie frühzeitig um eine zweite Staffel verlängert.
Die Idee zur Serie stammt von Robert Rodat, während sich auch Steven Spielberg als ausführender Produzent an der Serie beteiligt. Hauptdarsteller der Serie ist Noah Wyle, der durch „Emergency Room“ weltweit bekannt wurde und zwischenzeitlich zu den bestbezahltesten TV-Schauspielern der Welt zählte.
Ein deutscher DVD-Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt.
Episodenguide:
• Die Überlebenden
• Das Arsenal
• Der Kriegsgefangene
• Kommunikation
• Die Rettung
• Sicherheit (1)
• Sicherheit (2)
• Die Entdeckung
• Meuterei
• Acht Stunden
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