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Haven
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Regie
Frank E. Flowers
Drehbuch
Frank E. Flowers
Produzenten
Robbie Brenner, Bob Yari
Genre Krimi FSK 16 Filmlänge 115 min Land USA, 2004 DVD-Start 19.05.2009 Verleih Sony Pictures |
Story
Die Cayman Islands bilden für viele das perfekte Urlaubsziel – für den zwielichtigen Geschäftsmann Carl Ridley sind sie die letzte Zuflucht vor den Armen des Gesetzes. Zusammen mit seiner ahnungslosen Tochter Pippa versucht er von hier aus die Weichen zu stellen für eine mit ergaunertem Geld erkaufte bessere Zukunft. Doch leider gerät Pippa auf den Caymans in die falsche Gesellschaft – der Kleinkriminelle Fritz beobachtet Carl dabei, wie er das ergaunerte Geld zählt und macht seine Gangster-Kumpane auf die fette Beute aufmerksam. Zur gleichen Zeit gehen die bildschöne Andrea und der Fischer Shy ein gefährliches Wagnis ein – die beiden Frischverliebten verbringen eine Nacht zusammen im Haus von Andreas Eltern. Als deren Bruder Hammer dahinter kommt, eskaliert die Situation. Hammer rächt sich auf grausamste Art und Weise an Shy – was dessen Leben für immer verändern wird. Die Schicksale dieser Menschen verketten sich an irgendeinem Punkt miteinander und alle Fäden laufen schließlich beim brutalen Drogen-Dealer Richie Rich zusammen. In der Nacht zum Freitag den dreizehnten nimmt diese Kettenreaktion aus Gewalt und Hass ihren Lauf, was eine Reihe von tragischen Ereignissen zur Folge haben wird.
Schauspieler
Razaaq Adoti, Orlando Bloom, Agnes Bruckner, Joy Bryant, Bobby Cannavale, Stephen Dillane, Lee Ingleby, Anthony Mackie, Bill Paxton, Victor Rasuk, Zoë Saldana, Robert Wisdom, Sarah Carter, Santiago Cabrera, Caroline Goodall
Filmkritik von Stefanie Rufle
Die Idee, die Leben mehrerer voneinander unabhängiger Personen miteinander zu verketten, so dass daraus schließlich eine tragische Schicksalsgemeinschaft entsteht, ist nicht neu, hat aber nach wie vor nichts von ihrem Reiz verloren. Bei „Haven“ braucht der Zuschauer allerdings eine ganze Weile um zu verstehen, dass hier offensichtlich ein Zusammenhang besteht. Die erste halbe Stunde dieses Krimis verbringt man deshalb auch vornehmlich damit, die Stirn zu runzeln, verständnislos den Kopf zu schütteln und in dem Durcheinander von wirren Episoden ein Schema zu suchen. Wenn man erstmal begriffen hat, wo die Schnittpunkte in der Geschichte sind, gewinnt „Haven“ zusehends an Spannung – was allerdings nichts daran ändert, dass die Handlung etwas sehr bemüht und an den Haaren herbeigezogen erscheint. Scheinbar ist man auf den Cayman Islands in einem düsteren Gangster-Sumpf gelandet, wo die Mädels sich gegenseitig nur als Schlampe titulieren, von den farbigen Gangstern schamlos begrapscht werden und die Line Koks zum normalen Usus zählt. Regisseur Frank E. Flowers verbindet eine moderne Romeo und Julia-Geschichte mit übelster Gossensprache, lässt einen windigen Geschäftsmann auf einen skrupellosen Anwalt treffen und flicht gleichzeitig die Botschaft von der übergroßen Macht der Liebe ein. Das ist einfach too much! Eine äußerst aggressive Kameraführung trägt noch dazu bei, diesen Film zu einem einzigen Durcheinander geraten zu lassen, bei dem der Zuschauer irgendwann entnervt kapituliert. Selbst durchaus gute Darsteller wie Orlando Bloom als tragischer Shy bleiben in „Haven“ merkwürdig blass und oberflächlich und tragen wenig dazu bei, diesem Krimi eine tiefere Dimension zu verleihen. Die Botschaft, die Regisseur Flowers zu vermitteln versucht, bleibt ohne Echo – am Ende muss der Zuschauer erkennen, dass „Haven“ durchaus einige gute Ansätze hat, die aber nicht konsequent umgesetzt wurden.
