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Fasten auf italienisch
L'Italien
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Regie
Olivier Baroux
Drehbuch
Eric Besnard, Nicolas Boukhrief
Produzent
Richard Grandpierre
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 102 min Land Frankreich, 2009 Kinostart 13.01.2011 DVD-Start 16.09.2011 Verleih Arsenal Filmverleih |
Story
Der Italiener Dino Fabrizzi hat es geschafft. Er hat einen guten Job in Frankreich, ein schönes Haus, eine Freundin, die ihn liebt und sein Chef hat ihm die Leitung der Firma nach seinem Ruhetand so gut wie zugesagt. Zu dumm nur, dass Dino Fabrizzi nicht Dino Fabrizzi heißt und auch kein Italiener ist, sondern von seinen algerischen Eltern den Namen Mourad Ben Saoud bekommen hat und Moslem ist. Als sein Vater, geschwächt von einem Herzinfarkt, seinen Sohn bittet für ihn den Ramadan zu machen, gerät Dinos Kartenhaus ins Wanken, denn wie erklärt er seinen Kollegen und seiner Freundin nun, dass er von Sonnenausgang bis Sonnenuntergang nicht essen darf und fünf Mal am Tag den Gebetsteppich ausrollt?
Schauspieler
Kad Merad, Valérie Benguigui, Roland Giraud, Philippe Lefebvre, Guillaume Gallienne, Sid Ahmed Agoumi, Farida Ouchani, Saphia Azzeddine, Tarek Boudali, Nathalie Levy-Lang, Karim Belkhadra, Alain Doutey
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wer könnte einen Algerier, der in Frankreich aufgewachsen ist und dort arbeitet, sich aber als Italiener ausgibt, besser verkörpern als der französische Filmstar mit den algerischen Wurzeln Kad Merad. Merad, der bereits in Dany Boons „Willkommen bei den Sch’tis“ unsere Herzen und Leinwände eroberte, ist in „Fasten auf italienisch“ erneut charmant, gewandt und sympathisch. Das Drehbuch von Eric Besnard und Nicolas Boukhrief bietet ihm viele Möglichkeiten zu glänzen, da es ganz auf ihn zugeschnitten scheint. Die Dialoge wurden von Regisseur Olivier Baroux mitgestaltet. Über weite Strecken präsentiert sich „Fasten auf italienisch“ als herzliche und amüsante Komödie, die mit den Aspekten rund um das Thema Integration geschickt spielt und dabei Vorurteile wie Ängste mit leisem Humor auf die Schippe nimmt. Es ist köstlich, wie „Dinos“ bröckelnde Fassade immer mehr zu Verwicklungen führt. Leider hält die Komödie die augenzwinkernde Leichtigkeit nicht durch. Gegen Ende des Films wirken die Bemühungen auch noch ernste, sozialkritische Töne anzuschlagen und die Handlung damit ein Stück weit zu dramatisieren angestrengt. Olivier Baroux und sein Team wollten auf den letzten Metern noch allen Facetten des Themas gerecht werden und verlieren. Sie haben diesen Weg letztlich nicht konsequent genug beschritten, um dem Film einen ausgewogenen Gesamteindruck zu erhalten. Leider auch was die Logik der Ereignisse angeht. So vermisst man bei „Fasten auf italienisch“ in der zweiten Filmhälfte peux á peux die Frische und freche Spritzigkeit.
Regisseur Olivier Baroux arbeitet bereits seit seinem Regiedebüt für die TV-Serie ""Making of" mit Schauspieler Kad Merad zusammen.