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Die Schachspielerin
Joueuse
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Regie
Caroline Bottaro
Drehbuch
Caroline Bottaro
Produzenten
Dominique Besnehard, Michel Feller
Genre Drama FSK 0 Filmlänge 97 min Land Frankreich, Deutschland Kinostart 07.01.2010 DVD-Start 05.08.2010 Verleih Concorde Film |
Story
Hélène führt ein ruhiges Leben auf der Insel Korsika. Sie ist ihrem Mann, einem Hafenarbeiter, eine gute Ehefrau, kümmert sich vorbildlich um den Haushalt und die gemeinsame Tochter. Sie verdient ihr Geld mit Putzen und als Zimmermädchen in einem Hotel und stellt auch sonst keine Ansprüche. Doch dann sieht sie eines Tages im Hotel einem verliebten Pärchen auf dem Balkon beim Schachspielen zu und ist fasziniert. Das Spiel lässt sie nicht mehr los, doch als Hélène ihrem Mann eines zum Geburtstag schenkt kann der nur wenig damit anfangen. Sie selbst hingegen kann nicht mehr von dem Schachspiel lassen, spielt die Nächte in der Küche durch und beginnt ihre Pflichten zu vernachlässigen. Die Leute im Ort beginnen zu tuscheln, insbesondere als Hélène bei Herrn Dr. Kröger, dem sie eigentlich das Haus sauber hält, immer länger verweilt. Ihr Mann glaubt an ein Verhältnis, doch die beiden spielen nur Schach. Kröger erkennt das unglaubliche Talent von Hélène und fördert sie. Für Hélène wird Schach immer mehr zum unverzichtbaren Bestandteil des Tages. Doch bald gefährdet ihre Leidenschaft nicht nur ihren Ruf, sondern auch ihre Ehe und das Familienleben…
Schauspieler
Kevin Kline, Sandrine Bonnaire, Francis Renaud, Élisabeth Vitali, Dominic Gould, Valérie Lagrange, Jennifer Beals, Laurence Colussi
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Die Schachspielerin“ oder eine einfache Frau emanzipiert sich über das Schachspielen. Die Verfilmung des Romans von Bertina Henrich begleitet die Hauptfigur Hélène auf ihrem Weg heraus aus einem fremdbestimmten Leben hin zu mehr Selbstachtung. Diese Geschichte ist kein Krawall-Emanzen-Film sonder lebt von seinen leisen Tönen und der Leichtigkeit mit der auch ohne Worte vermittelt wird, was es für diese Frau bedeutet sich gegen ihr bisheriges Lebensmuster und die gesellschaftlichen Schranken aufzulehnen. Sie tut dies still, aber mit Nachdruck und Leidenschaft. Sandrine Bonnaire verkörpert diese Hélène mit sehr viel Feingefühl und dem richtigen Gespür für die feinen Nuancen. Ihr Spiel ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und der Grund, warum man der einfach gehaltenen Handlung dennoch gespannt folgt. Nicht nur in der Interaktion mit ihren Co-Stars Kevin Kline und Francis Renaud ist sie großartig, sondern auch in den Momenten, in denen sie einfach nur still auf einem Bett sitzt. Ein weiterer „stiller“ Star des Filmes ist die Musik. Nicola Piovani hat eine wundervolle Untermalung komponiert, die unverzichtbarer Bestandteil der Geschichte ist.

