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Crossing Over
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Regie
Wayne Kramer
Drehbuch
Wayne Kramer
Produzenten
Wayne Kramer, Frank Marshall
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 113 min Land USA Kinostart 25.06.2009 DVD-Start 18.12.2009 Blu-ray-Start 18.12.2009 Verleih Senator Film |
Story
Los Angeles heute. Max Brogan ist Cop bei der Einwanderungspolizei. Sein täglicher Job ist das Aufspüren von illegalen Einwanderern, die unerlaubt arbeiten. Für seine Kollegen ist er zu weich, da er sich immer wieder für bestimmte „schwere Fälle“ einsetzt. Sein Partner Hamid Baraheri sieht jedoch zu ihm auf. Er sieht seinen Job und Brogan auch deswegen mit anderen Augen, da sein Vater selbst kurz vor der Einbürgerung steht. Auch die Familie von Yong Kim hat es bald geschafft, doch Yong Kim kann in dem Ganzen nichts Besonderes erkennen und hängt lieber mit seinen Gangfreunden herum.
Die angehende australische Schauspielerin Claire hofft ebenso auf eine Green Card wie der jüdische Musiker Gavin Kossef. Clair lässt sich dafür sogar auf ein Sex-Verhältnis mit Cole Frankel, einem Beamten bei der Einwanderungsbehörde ein. Frankels Frau Denise, eine Anwältin, kämpft derweilen um das Aufenthaltrecht für die 15jährige Taslima, die es gewagt hatte, vor ihrer Klasse nach den tieferen Beweggründen der Attentäter des 11.09.2001 zu fragen und damit das Aufenthaltsrecht für ihre gesamte Familie aufs Spiel setzte.
Schauspieler
Harrison Ford, Ray Liotta, Ashley Judd, Jim Sturgess, Cliff Curtis, Summer Bishil, Alice Eve, Justin Chon, Melody Zara, Jacqueline Obradors, Merik Tadros
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Crossing over“ - Der Filmtitel des Dramas von Wayne Kramer bringt es auf den Punkt, denn sein Film beschäftigt sich genau damit, mit dem „Hinüberwechseln wollen“. Aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Episoden hat er sich dem Einwanderungsprozess in die Vereinigten Staaten gewidmet. Selbst ein Immigrant, habe ihn besonders dieses besondere Verlangen fasziniert, das die USA auf die Menschen ausübt, dass sie unbedingt Bürger dieses Staates werden wollen, so Kramer in einem Interview. Der Filmemacher beleuchtet bei dieser Spurensuche nicht nur die Seite der Einwanderungswilligen mit den illegalen Grenzgängern aus Mexiko, den Chinesen, den jüdisch oder arabischstämmigen Immigranten sondern auch jene, die auf Seiten des Staates den Prozess begleiten und über die Anträge entscheiden. Wayne Kramer bemüht sich dabei um einen sehr emotionalen Blickwinkel, will die unterschiedlichen Facetten zeigen und versucht, nicht im üblichen Schwarz-Weiß haften zu bleiben, sondern die positiven und negativen Aspekte beider Seiten zu beleuchten. Es ist ein sehr persönlicher Blickwinkel, der in der Episode der jungen muslimischen Schülerin Taslima die größte Provokation birgt. Ihr Schicksal polarisiert zwischen Home-Land-Security-Paranoia und dem Recht auf freie Meinungsäußerung sicherlich am meisten.
Wayne Kramer legt mit seinem Film den Finger in eine offene Wunde und greift ein wichtiges und spannendes Thema auf. In seinem Bemühen, die menschlichen Schicksale in seinen Episoden nicht zu kurz kommen zu lassen, verpasst der Filmemacher jedoch die Chance, die Kernpunkte seiner einzelnen Geschichten konsequent zu beleuchten und eindringlich zu vermitteln. Er flüchtet sich stattdessen in Sentimentalitäten und verwässert so seine Aussagen. Auch die Verzahnung der einzelnen Episoden wirkt letztlich zu wenig elegant und kann mit Genre-Kollegen wie „L.A. Crash“ nicht mithalten.
Regisseur Wayne Kramer wurde in Südafrika geboren und hat den Einwanderungsprozess in den UAS selbst auch durchlaufen.
