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Tatort - Hilflos (TV)
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Regie
Hannu Salonen
Drehbuch
Stefan Schaller, Sabine Radebold
Produzent
Martin Hofmann
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2010 Verleih SR |
Story
In einem verlassenen Parkhaus in Saarbrücken wird die Leiche eines 16jährigen Schülers gefunden. David, so finden die Beamten bald heraus, wurde über die Kante des oberen Stockwerks gestoßen und starb schließlich an einer Fraktur am Kopf. Die Kommissare Franz Kappl und Stefan Deininger nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schnell auf den besten Freund von David, den seltsamen Tobias. Er war es auch, der die Leiche fand und die Polizei per Anruf darauf aufmerksam machte – allerdings anonym. Die Kommissare verhören ihn und vor allem Kappl beschließt schnell, ihn als Hauptverdächtigen zu benennen und ihn in Untersuchungshaft zu nehmen. Deininger ist nicht so sicher, dass der Junge etwas damit zu tun hat und fühlt sich an seine Außenseiterrolle erinnert, die er damals in der Schule hatte. Kappl und Deininger setzen Tobias im Verhör schwer zu in Hoffnung auf ein Geständnis...
Schauspieler
Maximilian Brückner, Gregor Weber, Lale Yavas, Hartmut Volle, Alice Hoffmann, Sergej Moya, Florian Bartholomäi, Volker Sträßer, Bettina Koch, Peter Tiefenbrunner, Petra Lamy, Vanessa Krüger
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Hannu Salonen inszenierte das Drehbuch von Stefan Schaller und Sabine Radebold nicht unbedingt neu, dennoch sehr ansprechend. Durch die Tatsache, dass das Ende des Falls an den Anfang gestellt wurde, entwickelt sich eine brauchbare Sogwirkung, die diesem „Tatort“ sehr gut tut. Auch den beiden Kommissaren Franz Kappl und Stefan Deininger schrieben die Autoren ausdrucksstarke Sätze, die von Maximilian Brückner und Gregor Weber authentisch wiedergegeben wurden. Diese beiden Schauspieler, so unterschiedlich sie auch sind, harmonieren gut zusammen.
Was die Geschichte angeht, so wurde das ein oder andere Mal vollkommen unnötig an der Dramaturgie-Schraube gedreht. Die Reaktion der Klasse auf den Tod ihres zugegeben nicht beliebten Kameraden ist beispielsweise absolut unglaubwürdig und selbst nach dem Ende des Films nicht nachvollziehbar. Diese Sequenz hätte man anders lösen müssen, um glaubhaft zu bleiben. Auch die Tatsache, zu welchem Zeitpunkt ein gewisser Schüler, um den es ständig geht, verhört wurde, ist fragwürdig. Ständig reden sie über den Klassenkameraden von Tobias und den toten David und erst gegen Schluss sagt dann Stefan Deiniger: „Jetzt müssen wir den aber mal endlich befragen!“ Ganz genau. Endlich! Diese Entscheidungen wurden getroffen, damit die Spannung nicht flöten geht und damit die Geschichte nicht versagt. Elegant sieht bei Weitem anders aus und so ist aus „Hilflos“ ein lediglich durchschnittlicher „Tatort“ aus Saarbrücken geworden, der wegen liebloser Drehbucharbeit enttäuscht.
Wissenswertes
Alle Fälle von Kappl und Deininger:
• 2006: Aus der Traum...
• 2007: Der Tote vom Straßenrand
• 2008: Das schwarze Grab
• 2009: Bittere Trauben
• 2010: Hilflos
• 2011: Heimatfront
• 2012: Verschleppt
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