Personal Effects

Personal Effects

Filmplakat Personal Effects
Regie David Hollander  Drehbuch David Hollander  Produzenten Christian Arnold-Beutel, Gil Netter, Kirk Shaw 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 106 min
Land Kanada, 2008  DVD-Start 19.03.2009  Blu-ray-Start 02.04.2009  Verleih HMH

Story

Walters Schwester Annie wurde brutal vergewaltigt und ermordet.
Lindas Ehemann starb durch einen Bauchschuss, zugefügt durch einen befreundeten Saufkumpel. Er hinterlässt einen Sohn, Clay.

Walter & Linda treffen sich im Gerichtsgebäude, wo beide Fälle zeitgleich verhandelt werden. Zwischen den Beiden entwickelt sich rasch eine Liebesbeziehung. Doch Walter kann den Tod seiner Schwester nur schwer verarbeiten und spielt mit dem Gedanken, sein aufgewühltes Ich mit Rache zu befriedigen...

Schauspieler

Personal Effects Michelle Pfeiffer, Ashton Kutcher, Kathy Bates, Brian Markinson, Rob LaBelle, Aleks Paunovic, Keith Dallas, Serge Houde

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 2 von 5 Ms Personal Effects Am Beispiel von „Personal Effects“ lässt sich wieder wunderbar herauslesen, wie wichtig gute und überzeugende Synchronsprecher sind und wie bedeutsam es ist, große Stars mit „ihren“ Stimmen sprechen zu lassen. Einzig Ashton Kutcher hat hier „seine Stimme“, Michelle Pfeiffer und Kathy Bates sprechen ungewöhnlich und fremd und bewirken – mit all den unbedeutenden Nebenfiguren – dass man nach spätestens 15 Minuten in das englische Original wechselt, um sich daran nicht mehr zu stören. Das kann nicht Sinn der Übersetzung sein und zieht die Qualität des Films noch weiter nach unten.
Würde man böse Gedanken hegen, könnte man behaupten, man hätte Ashton Kutcher hier nur besetzt, weil man bereits im Vorfeld wusste, dass er sich in die Situation, sich in eine ältere Frau zu verlieben, perfekt hineinversetzen kann. Tatsächlich ist Kutcher aber auch in dieser ernsten Rolle überzeugend und kann erneut zeigen, dass er mehr ist, als der Spaßvogel. Umso tragischer ist es, das Kutcher ausgerechnet in diesem Drama zu sehen ist, denn Regisseur und Drehbuchautor David Hollander versteht es in seinem Spielfilmdebüt überhaupt nicht, Emotionen zu erzeugen, um so seine Zuschauer zu berühren. Nichts kommt beim Zuschauer an. Auch seine drei großen Stars hat Hollander nicht im Griff. Auf Kutcher hält er stumm die Kamera, Michelle Pfeiffer wirkt orientierungslos und Kathy Bates hat kaum Screentime und wenn, dann hat sie nichts zu sagen.
Ein Drama sieht wahrhaftig anders aus. „Personal Effects“ ist ein langatmiges, schwer depressives, emotionsloses und – was noch schlimmer ist – belangloses Filmchen geworden, das seine großartigen Schauspieler grundlos verheizt.



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