Berlin 36

Filmplakat Berlin 36
Regie Kaspar Heidelbach  Drehbuch Lothar Kurzawa  Produzenten Jörn Klamroth, Doris J. Heinze, Gerhard Schmidt 
Genre Sport-Drama  FSK Filmlänge 101 min
Land Deutschland  Kinostart 10.09.2009  DVD-Start 12.03.2010  Verleih X -Verleih

Story

1936: Die politische Situation im Nazideutschland ist angespannt, da die Amerikaner eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Berlin verweigern, sollten keine Juden zum Wettkampf zugelassen werden. Doch der Reichssportführer ist gerissen genug, um einen Ausweg aus der verzwickten Lage zu finden: Er lädt die Jüdin und talentierte Hochspringern Gretel Bergmann zur Aufnahmeprüfung ein. Um eine letztendliche Teilnahe an den Olympischen Spielen jedoch zu verhindern, lässt er Gretel gegen die ebenfalls sehr begabte Marie Ketteler antreten. Was jedoch keiner weiß: Marie ist in Wirklichkeit ein Mann, getarnt in Frauenkleidern…

Schauspieler

Berlin 36 Karoline Herfurth, Sebastian Urzendowsky, August Zirner, Axel Prahl, Franz Dinda, Tomas Spencer, Otto Tausig, Johann von Bülow, Elena Uhlig, André Dietz, Julie Engelbrecht

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Berlin 36 „Berlin 36“ erzählt die wahre Geschichte von der jüdischen Athletin Gretel Bergmann, die während des Zweiten Weltkriegs trotz Spitzenleistungen von den Olympischen Spielen ferngehalten wurde. Dabei vermischt der Film geschickt eine biografische Abhandlung mit historischem Hintergrund. „Berlin 36“ hält letztlich nicht nur das Lebensschicksal einer Person filmisch fest, sondern gibt auch interessanten und einmal mehr schockierend Aufschluss über den Umgang mit Juden im Dritten Reich. Obwohl das Nazi-Thema schon seit Jahren nicht mehr sonderlich viel Neues zu erzählen hat, gelingt es dem historischen Sportdrama durch diese spannende Verbindung dennoch zu überzeugen. Dass „Berlin 36“ so gut funktioniert liegt neben dem guten Drehbuch nicht unwesentlich auch an der deutschen Darstellerriege. An vorderster Front steht eine erneut überzeugende Karoline Herfurth als Gretel Bergmann; an ihrer Seite glänzt Nachwuchsdarsteller Sebastian Urzendowsky, der mit seinem Part der Marie Ketteler wohl vor der größten Herausforderung seiner bislang noch jungen Karriere stand: Als Mann in Frauenkleidern schlüpft er in „Berlin 36“ in die Rolle des anderen Geschlechts und meistert diese schwierige Aufgabe mit Bravour. Aus seiner Figur schöpft „Berlin 36“ mit die interessantesten Momente. Es ist verwunderlich, eigentlich schier unfassbar, dass dieser enorme Schwindel 1936 unentdeckt bleiben konnte. Aus der Riege der Nebendarsteller sticht ein erneut wunderbar agierender Axel Prahl hervor, der nicht nur durch seine dankbare Rollenkonzeption, sondern auch durch sein Schauspiel die Gunst der Zuschauer schnell auf seiner Seite hat.

„Berlin 36“ liefert einen interessanten Beitrag zur Judenfrage im Dritten Reich und erzählt nebenbei eine Geschichte über Kampfgeist, Siegeswillen und eine außergewöhnliche Freundschaft.

Wissenswertes

Berlin 36 "Berlin ´36" basiert auf der wahren Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann.



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