In meinem Himmel

The Lovely Bones

Filmplakat In meinem Himmel
Regie Peter Jackson  Drehbuch Peter Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyens  Produzenten Fran Walsh, Peter Jackson, Carolynne Cunningham, Aimée Peyronnet 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 136 min
Land USA, Großbritannien, Neuseeland  Kinostart 18.02.2010  DVD-Start 19.08.2010  Verleih Paramount Pictures

Story

Susie Salmon ist vierzehn Jahre alt, als sie am 6.Dezember 1973 ermordet wird. Damit ist das Leben des jungen Mädchens jedoch noch lange nicht vorbei. Von ihrem Himmel aus beobachtet sie das weitere Geschehen auf der Erde. Sie sieht ihre Familie, die um sie trauert und die an dieser Trauer zu zerbrechen droht. Sie sieht wie mit ihrem Verlust umgegangen wird und der Mörder weiterhin auf freiem Fuss ist. Und auch Susie muss erst lernen die Situation zu akzeptieren, um dann endlich in ihrem Himmel und ohne die reale Welt, ihren Seelenfrieden finden zu können.

Schauspieler

In meinem Himmel Saoirse Ronan, Mark Wahlberg, Rachel Weisz, Susan Sarandon, Stanley Tucci, Michael Imperioli, Jake Abel, Amanda Michalka, Thomas McCarthy, Reece Ritchie, Rose Mclever, Anna George

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms In meinem Himmel Dass Regisseur und Drehbuchautor Peter Jackson ein Händchen für Buchverfilmungen hat, bewies er bereits mehr als nur eindrücklich mit seinen Filmversionen der „Der Herr der Ringe“-Trilogie (2001 – 2003). Mit „In meinem Himmel“ stellte sich der Regisseur und sein Team nun erneut der Aufgabe, einen Bestseller für die große Leinwand zu adaptieren. Dabei stand die Crew vor allem vor der Herausforderung, dass die Romanvorlage von Alice Sebold so vielschichtig und die Geschichte so unlinear erzählt ist, dass sie auf den ersten Blick nicht unbedingt nach einer Verfilmung schreit. Dennoch wollte Jackson, der von dem Roman selbst hellauf begeistert war, die ebenso berührende wie spannende Geschichte rund um die kleine Susie Salmon dem breiten Kinopublikum nicht vorenthalten. Um der Geschichte auf der Leinwand überhaupt eine reelle Chance geben zu können, musste daher zunächst viel gefeilt, kombiniert und verschoben werden. Die offensichtlich großen Mühen und Anstrengungen haben sich jedoch gelohnt: „In meinem Himmel“ ist ein wahrlich magischer Film geworden, der trotz einigen Abweichungen vom Roman nicht nur die begeisterten Leser zufrieden stellen wird, sondern zudem auch massenweise neue Fans im Kino finden dürfte.

Letztlich überzeugt „In meinem Himmel“ vor allem durch die überaus gelungene Mischung aus Realität und fantastischen Elementen der Zwischenwelt, aus der heraus Susie ihre tragische und viel zu kurze Lebensgeschichte erzählt. Der Film versteht es wahrlich eine atemberaubende Welt zum Leben zu erwecken, die auf der einen Seite wunderschön und teils herrlich kitschig anzusehen ist, auf der anderen Seite aber auch finstere und betrübliche Momente bereithält. Zu dem einfallsreich und lebhaft gestalteten Ort, den Susie das ‚Dazwischen‘ nennt und der sich irgendwo zwischen Himmel und Erde befindet, gesellt sich eine ebenso spannende wie beklemmende Geschichte über einen krankhaften Mörder, eine zerbrochene Familie und verloren gegangene Freundschaften. Im Buch ist das beeindruckendste Element vor allem die sanfte Kommunikation zwischen den beiden Ebenen des Daseins. Immer wieder gelingt es Susie eine Verbindung zwischen den beiden Welten herzustellen und das Geschehen damit auf beiden Seiten zu beeinflussen. Jackson gelingt es, die Barrieren zwischen Dies- und Jenseits auch auf filmischer Ebene zu durchbrechen und dem Zuschauer das mystische und übermenschliche Spiel zu offenbaren.

Umgesetzt und getragen wird das mutig gestaltete Drehbuch von einer brillierenden Schauspielerriege. Ganz vorne mit dabei ist eine durchweg authentisch agierende Saoirse Ronan, die der kleinen Susie Salmon so viel Leben einhaucht, dass es einem schier die Sprache verschlägt. Bereits für ihre Leistungen in „Abbitte“ wurde die Jungschauspielerin mit einer Nominierung für den OSCAR belohnt. Dieses Vergnügen könnte ihr bei den Verleihungen 2010 erneut blühen – wünschen und gönnen würde es man dem jungen Talent zweifellos. Schon beinahe erschreckend authentisch gibt Stanley Tucci zudem den Mädchenmörder Mr. Harvey. Die Jury der Golden Globes hat bereits entschieden: Sein Spiel ist von einer solch tiefen und überzeugenden Intensität geprägt, dass die Globe-Nominierung an dieser Stelle absolut verdient erscheint. Für komische und heitere Momente sorgt, hingegen der sonst eher betrüblichen Geschichte, eine wie immer großartige Susan Sarandon, die als alkohol- und tablettensüchtige Großmutter erneut eine gute Figur abgibt. Ohnehin hat „In meinem Himmel“ eine durchweg fantastische Besetzung vorzuweisen, die von der kleinen Neben- bis hin zu der großen Hauptrolle toll und passend ausgewählt wurde.

„In meinem Himmel“: Ein großes Familiendrama, das ein sehr tragisches Thema mit fantastischen Elementen schmückt. Gleich zum Jahresbeginn beschert uns Hollywood einen großen und wahrhaft eindrucksvollen Blockbuster, der es wert ist gesehen zu werden!

Wissenswertes

In meinem Himmel „In meinem Himmel“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Alice Sebold, der bei uns in Deutschland 2003 auf dem Buchmarkt veröffentlicht wurde.

Der Film wurde im englischen Original gesehen und bewertet.


Auszeichnungen

Golden Globe-Nominierungen

Bester Nebendarsteller (Stanley Tucci)

OSCAR-Nominierungen

Bester Nebendarsteller (Stanley Tucci)



Besucherbewertung
4.5 / 5  (15 votes)

Kommentare

Klint Ostwald schreibt am 09.05.10, 15:18
Beeindruckt von dem Trailer kaufte ich mir das Buch und war begeistert.
Als selbst nicht der größte Jackson-Fan wagte ich mich an den Film heran und war leicht entäuscht.
Im Film wurde sehr viel weggelassen und gekürzt. Dafür wurde umso mehr in die Special-Effekts investiert. So lässt das den Film sehr oberflächlich wirken. Großartig sind aber die schauspielerischen Leistungen, allen voran Stanley Tucci als genial fieser Bösewicht, aber natürlich auch Saoirse Ronan als Susie.
Fazit: Ein guter Film, der aber zweifellos besser hätte sein können.
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