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Howl - Das Geheul
Howl
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Regie
Rob Epstein, Jeffrey Friedman
Drehbuch
Rob Epstein, Jeffrey Friedman
Produzenten
Rob Epstein, Jeffrey Friedman, Elizabeth Redleaf, Christine K. Walker
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 80 min Land USA, 2010 Kinostart 06.01.2011 DVD-Start 08.07.2011 Verleih Pandora Film |
Story
USA, 1955: Der 29jährige Allen Ginsberg trägt in einem verrauchten Lokal sein langes Gedicht "Howl - Das Geheul" vor. Er ist vollkommen unbekannt und drückt in seiner eigenen Sprache seine Gefühle gegenüber Gesellschaft und Recht aus, erzählt aber auch die Geschichte eines Mannes auf einer Reise.
Zwei Jahre später ist "Das Geheul" verboten und der Verleger und Dichter Lawrence Ferlinghetti steht vor Gericht, da vielen Menschen, einschließlich des Staatsanwalts, Ginsbergs Sprache obszön erschien. Es beginnt ein Streit über Freiheit und Kunst...
Schauspieler
James Franco, Todd Rotondi, Jon Prescott, Aaron Tveit, David Strathairn, Jon Hamm, Andrew Rogers, Bob Balaban, Mary-Louise Parker, Heather Klar, Kaydence Frank, Treat Williams, Joe Toronto, Johary Ramos, Nancy Spence, Alessandro Nivola, Jeff Daniels
Filmkritik von Thomas Ays
Die beiden Regisseure Rob Epstein und Jeffrey Friedman arbeiten schon mehr als zehn Jahre zusammen und brachten einige preisgekrönte Dokumentationen heraus, die sie fest in ihrem Genre etablierten. Nun liefern sie mit "Howl - Das Geheul" ihren ersten Spielfilm ab. Es ist ein besonderes Biopic geworden, das einen besonderen Menschen zeigt. Einen, den man nicht einfach so versteht. Eine Eigenschaft, die auch dieser ganze Film in sich trägt.
"Howl - Das Geheul" blickt sowohl in das Jahr 1955, wo in schwarz/weiß, ein junger Allen Ginsberg sein Gedicht vorträgt und nach und nach immer sicherer wird, als auch in ein Interview zwei Jahre später, während der Prozess läuft, bei dem Ginsberg nicht teilnimmt, weil er damit, wie er sagt, nichts zu tun hat. Stimmt. Er hat damit nichts zu tun. 1957 versuchte man ein literarisches Werk zu verbieten, einen Mann mundtot zu machen, weil er Worte, wie "Möse", "Schwänze" und "Ficken" benutzte. Das geht doch nicht. Schon gar nicht im allzu sauberen Amerika. Und weil einige Menschen die Sprache des Dichters nicht verstanden und ihren tieferen Sinn nicht erkannten, ließ man "Howl" eben verbieten. Das ist ja auch ganz einfach. Tatsächlich haben sie mit ihrem Verbot etwas erreicht, was anders vielleicht viel schwieriger geglückt wäre: Durch den Prozess wurde das Interesse an "Howl" immens hoch und verstärkte die Popularität des Gedichtbandes und des Dichters noch.
Schlussendlich spielt es keine Rolle, wie oder dass wir die Gedichte dieses Mannes verstehen. "Howl - Das Geheul" ist ein Plädoyer für die Freiheit geworden. Die Freiheit, zu sagen, was man zu sagen hat. Ohne Zensur. Ohne Verbotsdeklaration. Allen Ginsberg, der sich schon früh zu seiner Homosexualität bekannte, war ein beeindruckender Mensch, der 1997 friedlich im Alter von 70 Jahren starb. James Franco verleiht diesem Poeten ein würdiges und eindrucksvolles Gesicht. Er zeigt beeindruckende Leistungen, die die Qualitäten dieses Schauspielers fett unterstreichen. In Nebenrollen sind David Strathairn und Jon Hamm zu nennen, die ebenfalls authentisch und überzeugend agieren.
Die Animationssequenzen machen die Kunst des Dichters optisch sichtbar. Und auch wenn man sich erst an den Inszenierungsstil von "Howl - Das Geheul" gewöhnen muss, so ist doch ein fantastischer und ergreifender Film entstanden, der lange nachwirkt und absolut fasziniert.
Wissenswertes
"Howl - Das Geheul" wurde sowohl auf der Berlinale, als auch auf dem Sundance Film Festival mit einer Filmpreis-Nominierung geehrt.
Die Schauspielerszenen wurden in nur 14 Tagen in New York City gedreht. Sie basieren auf den Gerichtsakten und Zeitungsinterviews mit Allen Ginsberg. Die Animationen entstanden in sechs Monaten in San Francisco und Thailand und basieren auf den Illustrationen des Ginsberg-Mitarbeiters Eric Drooker.
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