House of D

Filmplakat House of D
Regie David Duchovny  Drehbuch David Duchovny  Produzenten Richard Barton Lewis, Jane Rosenthal, Bob Yari 
Genre Drama  FSK 12  Filmlänge 96 min
Land USA, 2004  DVD-Start 07.05.2009  Verleih Sony Pictures

Story

Tom Warshaw ist Illustrator und lebt mit seiner Frau und seinem dreizehnjährigen Sohn in Paris. Seine Ehe steht kurz vor dem Aus und auch für seinen Sohn hat Tom viel zu wenig Zeit. Er erinnert sich zurück an die Zeit, als er selber ein Teenager war und mit seiner Mutter, die den frühen Krebstod seines Vaters niemals verkraftet hat, in New York lebte. Tommy war damals der einzige Halt für seine labile Mutter, die den Tag oft nur mit Medikamenten überstehen konnte. Doch Tommy war eben auch noch ein halbes Kind, das auf seiner katholischen Schule allerlei Unfug anstellte und dessen bester Freund der gutmütige und geistig zurückgebliebene Hausmeister Pappass war. Mit ihm zusammen verdiente er sich ein bisschen Taschengeld als Botenjunge für einen Fleischer, um sich seinen großen Traum zu erfüllen: ein nagelneues Fahrrad, das aber auch Pappass unbedingt haben wollte. Über die erste Liebe und die alltäglichen Probleme eines Teenagers konnte Tommy nur mit Lady Bernadette sprechen, die im „House of D“ einsaß, einer Besserungsanstalt, von der aus die Insassen mit vorübergehenden Passanten sprechen konnten. Mehr und mehr wurde die Lady zu einem Mutterersatz für Tommy, der seine eigene Mutter immer weniger vor sich selbst schützen konnte. Dann zwang ein dramatisches Ereignis den Jungen, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Frankreich ein neues Leben aufzubauen. Dieses Ereignis verfolgt Tom noch bis in sein Erwachsenenleben und ihm wird klar, dass er seine Ehe nur retten kann, wenn er nach New York reist und mit den Gespenstern der Vergangenheit abschließt.

Schauspieler

House of D Anton Yelchin, Robin Williams, Téa Leoni, Erykah Badu, David Duchovny, Frank Langella, Zelda Williams, Magali Amadei, Olga Sosnovska, Orlando Jones, Bernie Sheredy, Stephen Spinella, Alice Drummond, Harold Cartier, Mark Margolis

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms House of D „House of D“ ist „Akte X“-Star David Duchovnys erste Regiearbeit, zu der er auch das Drehbuch schrieb. Vieles hat Duchovny hier richtig gemacht, doch mit der Wahl seines Hauptdarstellers griff er ordentlich daneben. Er selber spielt nämlich den erwachsenen Tom – und ist dabei alles andere als gut. Der Zuschauer bekommt einen gealterten, vollbärtigen Agent Mulder mit schlechtem Haarschnitt präsentiert, der kaum mehr tut, als melancholisch dreinzuschauen. Glücklicherweise spielt der Hauptteil dieses Dramas allerdings in Toms Vergangenheit, und der jugendlich Tommy, dargestellt von einem grandiosen Anton Yelchin, spielt Duchovny ohne mit der Wimper zu zucken an die Wand. Dieses Detail rettet das ansonsten wirklich gelungene Drama, denn Duchovnys Screentime ist im Vergleich verschwindend gering – glücklicherweise, wie man da nur sagen kann! Neben Yelchin lässt sich auch die restliche Darstellerriege durchaus sehen. Robin Williams spielt seine Rolle des geistig behinderten Pappass gewohnt routiniert – er bringt den Zuschauer zum Lachen und zum Weinen und ist eben einfach wieder einmal Robin Williams. Téa Leoni als Tommys Mutter und Erykah Badu als Lady überzeugen und beeindrucken beide gleichermaßen. “House of D“ ist ein durch und durch berührendes und wirklich schönes Drama, das den Wert der Freundschaft in den Mittelpunkt stellt und klarmacht, dass man seiner Vergangenheit nicht entkommen kann. Es gilt, alte Verletzungen anzuschauen, sich ihnen zu stellen und zu erkennen, dass aus vergangenem Leid durchaus Gutes für die Gegenwart entstehen kann.



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