Finnischer Tango

Filmplakat Finnischer Tango
Regie Buket Alakus  Drehbuch Marcus Hertneck, Jan Berger  Produzent Eike Besuden 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 91 min
Land Deutschland  Kinostart 28.08.2008  DVD-Start 27.02.2009  Verleih Neue Visionen

Story

Die Musik ist das wichtigste im Leben von Alex. Zusammen mit seinen zwei Kumpels und seinem Akkordeon tourt er erfolglos durch Deutschland. Als sich einer seiner Kollegen das Leben nimmt, löst sich die kleine Band jedoch auf und Alex steht alleine da: Ohne Freundin, ohne Eltern, ohne Bausparvertrag. Als er dann auch noch erhebliche Schulden macht, flieht er aus der Stadt. Zufällig wird er während seiner Flucht auf eine Behindertentheatergruppe aufmerksam, die noch tatkräftige Unterstützung sucht. Kurz entschlossen erleichtert er einen Rollstuhlfahrer um seinen Behindertenausweis und schleicht sich so in die Theatergruppe ein. Da schnell alle Mitleid mit dem obdachlosen Alex haben, darf er sogar in die Wohngemeinschaft mit einziehen. Dort wird der bislang skrupellose Alex von der Herzenswärme überwältigt, die man ihm auf Anhieb entgegenbringt…

Schauspieler

Finnischer Tango Christoph Bach, Mira Bartuschek, Fabian Busch, Nele Winkler, Michael Schumacher, Daniel Zillmann, Frank Grabsji, Ralf Richter, Erik Roßbander, Gabriela Maria Schmeide, Loretta Stern

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 6 von 5 Ms Finnischer Tango Mit „Finnischer Tango“ ist der aus Istanbul stammende Regisseurin Buket Alakus ein fantastischer Film gelungen. Sehr warmherzig geht sie mit dem Thema Behinderung um, scheut sich aber nicht davor, auch einige witzige Momente in die Geschichte einfließen zu lassen. Vor allem durch den sehr eigensinnigen melancholischen Humor, punktet sie bei dem Publikum, das mit dieser Geschichte in eine farbenrohe Welt voller Freundschaft und Nächstenliebe eintauchen kann. Hier werden Behinderte nicht als Symbol für etwaige Moralpredigten missbraucht, sondern dürfen ebenso Menschen sein wie jeder andere auch. Irgendwo zwischen den Zeilen lässt sich zwar durchaus eine Botschaft herauslesen, doch ist diese so unaufdringlich, und gleichzeitig so unwichtig, dass sie weiter kaum erwähnenswert scheint. Temporeich, toll besetzt und mit einem wunderbaren Soundtrack versehen, ist Buket Alakus mit „Finnischer Tango“ ein brillanter Film gelungen, von dem eine einzigartig warmherzige Atmosphäre ausgeht.

Wissenswertes

Finnischer Tango Die Regisseurin Buket Alakus engagiert sich seit Jahren im Rahmen des CIVIS-Preises für gesellschaftliche Themen im Film.



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