Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Stanley und Iris
Stanley & Iris
|
Regie
Martin Ritt
Drehbuch
Harriet Frank Jr., Irving Ravetch
Produzenten
Arlene Sellers, Alex Winitsky
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land USA Kinostart 24.05.1990 DVD-Start 01.04.2005 Verleih MGM |
Story
Iris, eine attraktive Mittvierzigerin ist frisch verwitwet und muss alleine für ihre beiden Kinder sorgen. Deshalb nimmt sie einen Job in einer Großbäckerei an, wo sie Stanley kennen lernt, der ebenfalls Single ist. Stanley lebt noch bei seinem Vater und ist Analphabet, was auch der Grund dafür ist, dass er nicht den Mut hat, Iris seine Gefühle zu gestehen. Als die merkt, dass Stanley weder lesen noch schreiben kann, bröckelt die so lange aufrecht gehaltene Fassade. Als der Chef der beiden davon erfährt, setzt er Stanley auf die Straße und dieser ist nun gezwungen, endlich etwas an seinem Leben zu verändern. Doch auch Iris Alltag ist alles andere als berauschend. Immer noch hält sie auf dem Friedhof stumme Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Mann, und als ihre Tochter ihr auch noch verkündet, dass sie schwanger ist, scheint alles über Iris zusammenzubrechen. Als Stanley all seinen Mut zusammennimmt und Iris fragt, ob sie ihm Lesen und Schreiben beibringen könnte, scheint das für Iris die Chance zu sein, endlich wieder etwas Sinnvolles mit ihrem Leben anzufangen. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Freundschaft, was schließlich auch zu einer Romanze führt. Doch Iris kann ihren verstorbenen Mann noch nicht wirklich loslassen und es zeigt sich, dass sowohl Iris wie auch Stanley alte Verletzungen mit sich schleppen, die eine Beziehung nicht unbedingt erleichtern.
Schauspieler
Jane Fonda, Robert De Niro, Swoosie Kurtz, Martha Plimpton, Harley Cross, Jamey Sheridan, Feodor Chaliapin Jr., Zohra Lampert, Loretta Devine, Julie Garfield, Karen Ludwig, Kathy Kinney, Laurel Lyle, Mary Testa, Katherine Cortez
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Stanley und Iris“ ist ein großartig gespieltes Drama, das auf einfühlsame Weise äußerst sensible Themen behandelt. Vor allem Robert DeNiro als einsamer Mann, der sich zutiefst dafür schämt, weder lesen noch schreiben zu können, liefert eine beeindruckende Leistung ab. Hier kann er wieder einmal eindrücklich und doch völlig unprätentiös unter Beweis stellen, dass er zu den ganz großen Charakterdarstellern zählt. Ebenso wie Jane Fonda als Iris verkörpert er den normalen Durchschnittsbürger mit seinen alltäglichen Sorgen und Problemen zutiefst überzeugend. „Stanley und Iris“ erzählt die Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich sehnlich wünschen, trotz ihrer Fehler und Ängste einfach nur geliebt und angenommen zu werden. Regisseur Martin Ritt spiegelt in diesem seinem letzten Film ein Milieu wider, das normalerweise im amerikanischen Film keinen Platz hat. Der graue Arbeitsalltag mit stupiden Beschäftigungen und trister Fließbandarbeit ist normalerweise kaum Hollywood tauglich. Gerade das ist es aber wohl, was „Stanley und Iris“ für den Zuschauer so sympathisch und liebenswert macht. Ritt bietet einen Blick auf seine Hauptfiguren, der von Anteilnahme, Sympathie und augenzwinkerndem Humor geprägt ist. Dabei entwirft er keine zuckersüße Romanze, sondern zeigt auch die Probleme auf, die entstehen, wenn zwei Menschen mit eigener Vergangenheit zusammenleben wollen. Dabei ist es ganz ohne Frage vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, dass „Stanley und Iris“ einen so bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt.
"Stanley und Iris" ist die Adaption eines Romans von Pat Barker.