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Heißes Eisen
The Big Heat
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Regie
Fritz Lang
Drehbuch
Sydney Boehm
Produzent
Robert Arthur
Genre Krimi FSK 16 Filmlänge 89 min Land USA Kinostart 06.02.1954 DVD-Start 07.03.2006 Verleih Columbia TriStar |
Story
Seargeant Dave Bannion untersucht den vermeintlichen Selbstmord eines Polizisten. Als er herausfindet, dass sein Kollege korrupt war und auf der Lohnliste des Gangsters Mike Lagana stand, wird er plötzlich von seinen Vorgesetzten zurückgepfiffen. Bannion will nicht hinnehmen, dass Lagana ungeschoren davonkommt und setzt ihn eigenmächtig unter Druck. Als seine Frau einer Autobombe zum Opfer fällt, brennen Bannion die Sicherungen durch. Vom Dienst suspendiert versucht er auf eigene Faust Lagana zur Strecke zu bringen...
Schauspieler
Glenn Ford, Gloria Grahame, Lee Marvin, Jocelyn Brando, Alexander Scourby, Jeanette Nolan, Peter Whitney, Willis Bouchey, Robert Burton
Filmkritik von Achim Lay
„Heißes Eisen“ gilt als Meisterwerk des Film Noir. Ein Meisterwerk ist der düstere, kompromisslose Film zweifellos. Ein Film Noir ist er nicht! Vielmehr hat Fritz Lang hier einen Abgesang auf die Mythen dieses Subgenres inszeniert. Lang hat dessen Versatzstücke demontiert und nach seinem Gusto neu angeordnet. Die klassischen Archetypen des Film Noir, der tragische Held und die Femme Fatale, brechen aus dem üblichen Rollenschema aus und sorgen mit ihren atypischen Handlungen für überraschende dramaturgische Wendungen. Wer Glenn Ford in der Rolle des Dave Bannion zunächst für den Helden der Story hält, sieht sich mit zunehmender Handlung eines besseren belehrt. Offensichtlich ist er ohne die Hilfe jener Frauen machtlos, die er eiskalt und berechnend für seine Rachepläne zu opfern bereit ist. Unter der Oberfläche verbirgt sich Kritik an der von korrupten Cops repräsentierten Staatsgewalt. Sogar Langs Unzufriedenheit über seine eigene Abhängigkeit von den mächtigen Studiobossen Hollywoods spiegelt sich wider. Sein Film ist ein Lehrstück in Sachen Spannungskino und enthält einige unvergessliche Szenen. Wer den Film gesehen hat, wird bei der nächsten Tasse Kaffee unweigerlich an den jungen Lee Marvin und eine heroische Gloria Grahame denken!
Glenn Fords Ehefrau wird von Marlon Brandos Schwester Jocelyn gespielt!