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12 Winter (TV)
Zwölf Winter
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Regie
Thomas Stiller
Drehbuch
Holger Karsten Schmidt, Thomas Stiller
Produzenten
Bettina Brokemper, Martin Zimmermann
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 85 min Land Deutschland, 2009 DVD-Start 07.05.2009 Verleih WDR |
Story
Mike Roth und Klaus Stark lernen sich im Knast kennen. Als Mike seine Haft abgebüßt hat, trifft er in Freiheit Klaus wieder, der schon vor Längerem entlassen wurde. Es ist das Jahr 1989, und Roth schließt sich Stark an, der zusammen mit seinem Kumpel Alex Banken ausraubt. Das Trio folgt bei seinen Überfällen strikten Regeln: Zielobjekte sind stets Banken in der Provinz, die Zugriffe erfolgen immer im Winter, wenn es früh dunkel wird und es darf auf keinen Fall Tote und Verletzte geben. Auch nachdem Alex krankheitsbedingt aussteigen musste, folgen Mike und Klaus weiterhin akribisch diesem Schema, das zwölf Jahre lang funktionieren soll. Während dieser zwölf Jahre verprasst Schürzenjäger Mike jede ergaunerte Mark, wohingegen Klaus alles Geld spart, um mit seiner Frau in einem anderen Land noch mal neu anfangen zu können. Doch zum großen Pech der beiden Bankräuber sind die Leiter der Soko „Winter“ äußerst hartnäckig und nicht willens, das charmante Duo entkommen zu lassen…
Schauspieler
Jürgen Vogel, Axel Prahl, Matthias Koeberlin, Wotan Wilke Möhring, Thomas Darchinger, Katharina Palm, Doreen Jacobi, Torsten Michaelis
Filmkritik von Stefanie Rufle
Allein schon für die Authentizität der beiden Hauptdarsteller Jürgen Vogel und Axel Prahl verdient dieser TV-Krimi besondere Erwähnung! Besonders aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes der beiden Schauspieler überzeugt „Zwölf Winter“ restlos – die Mauern einer Strafanstalt könnten ohne weiteres ihr zweites Zuhause sein. Außerdem sind sie in ihrem Spiel derart grandios, dass man nicht umhin kann, für diese tolldreisten Kerle einfach nur Sympathie zu empfinden. Doch auch Wotan Wilke Möhring und Matthias Koeberlin als Leiter der Soko „Winter“ sind eine hervorragende Wahl als hartnäckige Gegenspieler. Ihnen ist es zu verdanken, dass die sympathischen Bankräuber nicht als strahlende Antihelden glorifiziert werden. Das Katz-und-Maus-Spiel dieser vier Kontrahenten ist rasant, witzig und spannend bis zum Schluss. Hier überrascht Regisseur Thomas Stiller seine Zuschauer mit einem charmanten Wechselspiel aus wilden Verfolgungsjagden und melancholischen Einstellungen von einsamen Landstraßen. Doch neben all dem Humor und der Dreistigkeit der Täter spürt man auch immer wieder die Traurigkeit, von der die Figuren umgeben sind, was vor allem Jürgen Vogel und seinem permanent spürbaren Zorn auf die bürgerliche Tristesse, in der er leben soll, zu verdanken ist. Seinen besonderen Reiz verdankt „Zwölf Winter“ natürlich auch der Tatsache, dass er Motive einer wahren Geschichte benutzt. Die beiden Männer, die zwischen 1988 und 2001 bei sage und schreibe 36 Banküberfällen sechs Millionen Euro erbeuteten, wurden am Ende gefasst. „Zwölf Winter“ ist ein durch und durch gelungener Gangsterfilm, der den Zuschauer bis zur letzten Minute in Spannung hält.
Wissenswertes
Produzent Martin Zimmermann und Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt kontaktierten sowohl einen der Täter wie auch jene Polizisten, die die Bankräuber damals überführten. Dadurch bot sich ihnen die Gelegenheit, diesen wahren Fall möglichst authentisch zu schildern.
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