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Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft
Coco Avant Chanel
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Regie
Anne Fontaine
Drehbuch
Anne Fontaine, Christopher Hampton, Anne Wiazemsky, Camille Fontaine
Produzenten
Caroline Benjo, Philippe Carcassonne
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 110 min Land Frankreich Kinostart 13.08.2009 DVD-Start 05.02.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
Ganz begreifen kann es die kleine Gabrielle nicht, als sie zusammen mit ihrer Schwester von ihrem Vater im Waisenhaus abgesetzt wird. Noch Wochen später wartet sie darauf, wieder nach Hause gehen zu dürfen – doch vergebens.
Jahre später sind Gabrielle und ihre Schwester mehr oder minder erfolgreich als Varietésängerin unterwegs und arbeiten tagsüber als Näherinnen in einer kleinen Schneiderei. Erst als Gabrielle den wohlhabenden Etienne Balsan kennen lernt und in seinem großen Anwesen in der Nähe von Paris Zuflucht findet, nimmt ihr Lebensstandard etwas zu. Ganz glücklich ist sie dennoch nicht. Sie ist eine Rebellin, die sich den gängigen Konventionen nicht beugen will.
Schauspieler
Audrey Tautou, Alessandro Nivola, Marie Gillain, Emmanuelle Devos, Benoît Poelvoorde, Roch Leibovici
Filmkritik von Kathrin Lang
Sie hat die Mode revolutioniert, galt als Verkörperung der modernen Frau und avancierte zum scheinbar unvergänglichen Symbol für Stil: Coco Chanel. Das Biopic „Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft“ setzt jedoch noch vor dem großen Durchbruch der Modeschöpferin an. Hier wird die Geschichte einer Gabrielle Bonheur Chasnel erzählt, einer rebellischen und unkonventionellen Frau, die sich gegen die Normen ihrer Zeit auflehnte. Aufgewachsen in einem Waisenhaus, war ihr Heranwachsen geprägt von holprigen Wegen, die ihr eine Positionierung in der Gesellschaft erschwerten.
“Ich habe mein Leben erfunden, weil ich mein Leben nicht mochte." (Coco Chanel)
Da Coco Chanels Werdegang schier undurchschaubar ist, nahm sich Regisseurin Fontaine einige Freiheiten heraus, um die Geschichte über „Coco avant Chanel“ zu erzählen. Aufgespannt wird die Geschichte letztlich entlang einer abenteuerlichen ménage-à-trois, die das Thema Mode etwas zur Nebensache werden lässt. Im Film erleben wir eine Coco, die sich in einer von Männern dominierten Gesellschaft ihren Platz verschaffen will. Sie ist frech, aufmüpfig und bestimmt in ihrem Handeln und Denken. Ihre Einstellungen spiegeln sich in der Wahl ihrer Kleidung wieder, die ´bubenhaft´ wirkt und Coco eine eben solche Ausstrahlung verleiht. Audrey Tautou verkörpert dies mit enormer Überzeugungskraft und lässt vor allem durch das intensive Spiel ihrer Augen tiefe Einblicke zu. Ihr eingehendes Begutachten und ihr stets wacher Blick, dem nichts zu entgehen scheint, sind zentral bei der Charakterdarstellung. Tautous Blick verschmilzt schon bald mit dem des Betrachters, der damit einhergehend die geheimnisvolle Coco nur allzu gut verstehen kann und sie insgeheim und immer wieder für ihre Stärke bewundert. Lebhaft gestaltet sich das Biopic vor allem durch die liebevollen Wortgefechte zwischen Benoît Poelvoorde und Audrey Tautou. Nicht nur, dass diese Cocos querköpfigen Charakter weiter unterstreichen. Sie sorgen zudem für eine ausgelassene Atmosphäre und ernten treffsicher einige Lacher aus dem Publikum.
War man zu Beginn noch skeptisch über Fontaines Bruch mit der klassischen biografischen Erzählweise, ist man dies nach „Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft“ kaum mehr. Chanels Lehrjahre, ihre ungestüme Art, das Aufkeimen ihrer Kreativität und das Durchsetzen ihres unverkennbaren Stils liefern Stoff genug für einen Film, der einen Blick auf eine außergewöhnliche Frau wirft, die die (Mode)Welt nachhaltig verändert und beeinflusst hat.
Wissenswertes
Regisseurin Anne Fontaine hat sich für ihren Film von der Biografie "Coco Chanel – Ein Leben" von Edmonde Charles-Roux inspirieren lassen.
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Kostüme
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Kommentare
Klara schreibt am 28.08.09, 11:41
Mir hat der Film wirklich sehr gefallen! Gerade weil die Geschichte mit Einfühlsamkeit und Humor perfekt transportiert wurde! Daumen hoch!
(und an Moviesection: kontrolliert doch bitte eure Texte auf Rechtschreibung, bevor das ins Internet gestellt wird, das tut ja manchmal schon weh ("StandarT"...))
