Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)

Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I

Filmplakat Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)
Regie David Yates  Drehbuch Steve Kloves  Produzenten David Barron, David Heyman 
Genre Fantasy  FSK 12  Filmlänge 145 min
Land USA  Kinostart 18.11.2010  DVD-Start 15.04.2011  Blu-ray-Start 08.04.2011  Verleih © 2010 Warner Bros. Ent. Harry Potter Publishing Rights © J.K.R. Harry Potter characters, names and related indicia are trademarks of and © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Story

Harry Potter steht vor seiner größten Herauforderung und vor dem größten Wagnis seines bisherigen Lebens. Ganz ohne den Schutz von Dumbledore muss er nun versuchen, die verbliebenen Horkruxe aufzuspüren und zu vernichten. Nur so kann Voldemorts Macht endgültig gebrochen werden. An seiner Seite stehen Ron und Hermine. Doch je länger ihre gefährliche Suche andauert, desto weniger scheint sie von Erfolg gekrönt. Voldemort baut seine Schreckensherrschaft immer weiter aus und je verzweifelter die drei Freunde nach den Horkruxen suchen, desto häufiger stoßen sie auf ein Rätsel ganz anderer Art: Was sind die geheimnisvollen Heiligtümer des Todes? Und welche Bedeutung haben sie für die Vernichtung Voldemorts? Harry benötigt seine ganze innere Stärke, um diesmal den richtigen Weg zu finden. Doch können ihm seine Freunde diesmal folgen?

Schauspieler

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1) Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Tom Felton, Bonnie Wright, Ralph Fiennes, Bill Nighy, Michael Gambon, Jason Isaacs, Jamie Campbell Bower, John Hurt, Miranda Richardson, Evanna Lynch, Rhys Ifans, David Thewlis, Robbie Coltrane, Brendan Gleeson, Timothy Spall, Warwick Davis, Helen McCrory, Julie Walters, Imelda Staunton, Dave Legeno, David O'Hara, Rade Serbedzija, Natalia Tena, James Phelps, Matthew Lewis, Oliver Phelps, Fiona Shaw, Toby Jones

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1) Die Endzeit ist eingeläutet im Harry Potter-Universum. 2001 kam mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ der erste Film in die Kinos und heute, neun Jahre später, schafft es der britische Zauberlehrling erneut und obwohl alle Bücher bereits erschienen sind, zahlreiche Fans in die Kinos zu locken. Dabei werden sich viele darüber ärgern, einen geteilten Film sehen zu müssen. Nach sechs Filmen, bei denen immer und immer wieder an der mangelnden Detailverliebtheit der Streifen gemäkelt wurde, haben sich die Verantwortlichen nun zur Aufgabe gemacht, den letzten Band in genügend Zeit in die Kinos zu bringen. Plötzlich ist der Anspruch da, dem Buch gerecht zu werden. Alle anderen Bücher waren es da nicht wert, ordentlich und der Vorlage entsprechend adaptiert zu werden. Nur der letzte Teil. Warum? Nun, noch einmal abkassieren zu können, scheint da ganz oben auf dem Listchen zu stehen – noch über der Liebe zum Buch. Da J.K. Rowling jedoch scheinbar voll und ganz hinter den Filmen steht, scheint das wohl von der Autorin auch ein Stück weit so gewollt zu sein.
Schon nach dem ersten Teil von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ ist klar, dass auch hier kein würdiger Vertreter der Vorlage entstanden ist. Zwar wird hier das Finale vor allem optisch grandios eingeläutet und auch die Geschichte scheint im Vordergrund gestanden zu haben, einige Längen sind jedoch nicht zu ignorieren. Es hat sich in dieser Hinsicht nichts geändert. Bildgewaltig und optisch beeindruckend reicht eben nicht, um eine Welt zu erschaffen, die auf dem Papier nur als einzigartig zu beschreiben ist.
Im Zentrum der ersten Hälfte des siebten Teils stehen nun voll und ganz Harry, Ron und Hermine. Alle anderen Figuren und ihre (teils prominenten) Gesichter werden zu Nebenfiguren, was durchaus der Vorlage entspricht. Daniel Radcliffe ist erneut ein glaubhafter Harry und Rupert Grint darf wieder als Ron seine für ihn typische Miene ziehen. Emma Watson als Hermine braucht sich hinter den Jungs nicht zu verstecken und behauptet sich durchweg beeindruckend gegen sie. Diese junge Frau ist nicht nur bildschön, sondern auch ungemein talentiert. Neu im Potter-Universum ist Bill Nighy als neuer Zaubereiminister Rufus Scrimgeour und auch „Notting Hill“-Ekel Rhys Ifans gibt sich als Xenophilius Lovegood die Ehre. Ifans schafft es, einen passenden und authentischen Eindruck zu vermitteln, während Bill Nighy als Scrimgeour völlig versagt und sich eher selbst darstellt, als sich in die Rolle zu fügen. Schade. Ralph Fiennes ist als Lord Voldemort jedoch wieder unglaublich böse und wird zu einem würdigen Gegner Harry Potters.

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ hätte man mit Sicherheit gern am Stück gesehen. So müssen die Fans und jene, die es nach etlichen Jahren, in denen es den Zauberlehrling nun schon gibt, noch werden wollen, nun ein halbes Jahr warten, bis der zweite Teil kommt und dieser die Ära Potter endgültig beendet.

Auszeichnungen

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)
OSCAR-Nominierungen

Beste Ausstattung, Beste visuelle Effekte



Besucherbewertung
4.2 / 5  (34 votes)

Kommentare

Jackie schreibt am 27.04.11, 11:07
Der Teil ist grandios langweilig und eben der langweiligste Harry Potter aller Zeiten. Die Story ist lahm, die Dialoge hölzern. Der erste Teil ist so schlecht, das ich auf den zweiten Teil gar nicht mehr scharf bin.
Silvio schreibt am 19.11.10, 14:15
Ich persönlich finde es gut, dass der Film zweigeteilt wurde. Natürlich ärgert man sich, dass man nun wieder eine gefühlte Ewigkeit warten muss, bis man den nächsten Teil sieht. Aber wenn ich mir vorstelle, wieviele wichtige Szenen man dann nicht gedreht hätte, dann ist mir diese Variante lieber. Denn so ermöglicht es mir der Film zahlreiche Erinnerungen wieder aufkommen zu lassen, die ich nach dem Lesen, welches ja bereits eine Weile her ist, fast vergessen hätte. Diese "Aha"-Erlebnisse machen den Film für mich äusserst sehenswert und sind, neben den meiner Meinung nach grafisch ausgezeichnet gestalteten Szenen, einer der Gründe weswegen ich das Erscheinen des zweiten Teils kaum erwarten kann.
Ich liebe die Story --> ich liebe den Film
Shruikan schreibt am 04.01.11, 19:37
Der Film ist für Fans wohl durchaus befriedigend, da der Film dieses Mal den letzten Potter-Band sehr detailliert darstellt. Für Fans ist das zwar toll, für den normalen Kinobesucher hat der Film dadurch aber vor allem in der ersten Hälfte einige Längen. Da in diesem Film weniger gezaubert wird und sich die Hauptdarsteller auf einer ständigen Suche befinden, hätte man die zwischenmenschlichen Probleme noch tiefgründiger darstellen können. In der zweiten Filmhälfte ist doch mehr Action zu sehen und man hat als Zuseher das Gefühl so langsam auf das alles übertreffende Finale der Potter-Serie vorbereitet zu werden. Daher sollte man den zweiten Teil des Films abwarten, wobei ich mir sicher bin, dass uns das Gesamtpaket "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" nicht enttäuschen wird.
Lennart Lemberg schreibt am 03.11.10, 19:16
Der Film wird einfach spitze werden!
Ich bin überzeugt, dass die Geschichte sehr viel besser verfilmt wurde als sein Vorgänger.
Es wird epic werden !!
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