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Das Kabinett des Dr. Parnassus
The Imaginarium of Doctor Parnassus
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Regie
Terry Gilliam
Drehbuch
Terry Gilliam, Charles McKeown
Produzenten
Amy Gilliam, Samuel Hadida, William Vince, Terry Gilliam
Genre Mystery FSK 12 Filmlänge 122 min Land Frankreich, Kanada Kinostart 07.01.2010 DVD-Start 01.07.2010 Verleih Concorde Film |
Story
Einst erkaufte sich Dr. Parnassus beim Teufel „Mr. Nick“ Unsterblichkeit um den Preis des Lebens seiner ersten Tochter Valentina. An ihrem 16. Geburtstag sollte sie Nick gehören. Dieser Tag ist nicht mehr fern, als Parnassus und seine Schaustellertruppe in einer regnerischen Nacht dem charmanten, aber undurchsichtigen Tony das Leben retten und ihn bei sich aufnehmen. Dr. Parnassus reist mit seinem Kabinett, welches fremden Menschen ermöglicht seine fantastische Gedankenwelt zu bereisen, durch die Lande und bringt ihnen die Phantasie. Doch in Zeiten von Computerspielen und Handys laufen die Geschäfte immer schlechter. Da kommen Tonys Erneuerungsvorschläge genau richtig. Und eine neue Wette mit Mr. Nick um den Preis von 5 Seelen lässt in Parnassus die Hoffnung keimen Valentina doch noch zu retten…
Schauspieler
Christopher Plummer, Lily Cole, Tom Waits, Andrew Garfield, Heath Ledger, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Verne Troyer, Carrie Genzel
Filmkritik von Melanie Frommholz
Der neue Streifen des Regisseurs Terry Gilliam, der uns Kultfilme wie „Das Leben des Brian“, „König der Fischer“ oder „12 Monkeys“ bescherte, dürfte nicht nur von den Fans seiner eigenwilligen Geschichten, sondern auch von vielen anderen Kinofans herbeigesehnt worden sein: „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist der letzte Film des im Januar 2008 verstorbenen Schauspielers Heath Ledger.
Gilliam-Jünger und Ledger-Fans werden auch diejenigen sein, die nach dem Film zufrieden das Kino verlassen. Terry Gilliams hat erneut eine beeindruckende Bildersprache für seine nicht alltägliche Geschichte gefunden. Die surrealistisch anmutenden Sets, die an Bilder des Künstlers Salvatore Dali erinnern, sind opulent und wie geschaffen für die große Leinwand. Die Geschichte des Dr. Parnassus und seiner Wetten mit dem Teufel ist ein modernes Märchen mit dem Charme einer althergebrachten Erzählung. Die Pluspunkte vermögen jedoch die Schwächen der Story nicht aufzuwiegen. Bei all der faszinierenden Optik wurde vergessen diese mit der notwenigen Dynamik und Spannung auszustatten. Alles wirkt fragmentartig und in sich nicht stimmig. Die tragische Notlösung, dass Heath Ledgers Kollegen Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law seine Rolle zu Ende spielen, erweist sich dabei noch als Salz in der Suppe. Vor dem Hintergrund seines persönlichen Schicksals klingt in der gesamten Rolle Heath Ledgers überhaupt bittere Ironie mit – seinen ersten Auftritt im Film hat er als Kopf über aufgehängte Leiche unter einer Brücke…
Wissenswertes
"Das Kabinett des Dr. Parnassus“ war der letzte Film des 2008 verstorbenen Schauspielers Heath Ledger. Er konnte das Projekt nicht zu Ende bringen. Für ihn sprangen Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law ein und machten so eine Fertigstellung des Filmes erst möglich.
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Ausstattung, Beste Kostüme
| Besucherbewertung |
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Kommentare
Andreas schreibt am 14.01.10, 10:29
zu Alex: "Dieser Film verlangt Aufmerksamkeit. Etwas was Frau Frommholz hier missen lässt. Vielleicht sollte sie die Szene auf der Brücke nochmal ansehen." Deinen Anmerkungen stimme ich voll und ganz zu. Und bei Frau Frommholz liegt der Verdacht nahe, dass sie den Film nur Auszugsweise, wenn überhaupt gesehen hat. Schade, denn da hat sie einen sehr schönen Film verpasst, so oder so.
Axel schreibt am 13.01.10, 12:52
Ein Film der diejenigen entäuschen wird, die einen Handlungsablauf wünschen den man auch noch versteht wenn man alle 5 min nur kurz hinschaut.
In den Gesprächen die nach dem Film im Kino zu hören waren, spiegelte sich dann auch ein Aspekt der Geschichte sehr schön wieder. Das die Leute sich auf eine facettenreiche Phantasie nicht mehr einlassen. Lieber wird Unterhaltung gesucht von der man nur A und D hören musss, in der Gewissheit das B und C dazwischen stecken, auch wenn man nicht drauf geachtet hat.
Dieser Film verlangt Aufmerksamkeit. Etwas was Frau Frommholz hier missen lässt. Vielleicht sollte sie die Szene auf der Brücke nochmal ansehen.
Kurz gesagt, gibt es wohl zwei Sorten Zuschauer bei diesem Film. Diejenigen die selber durch den Spiegel treten würden werden den Film mögen. Und die, welche schulterzuckend am Kabinett vorbeilaufen, werden auch dem Film nichts abgewinnen können.
Florian schreibt am 06.01.10, 10:42
Nicht zu empfehlen! :-(
Wirre Handlungsstrenge und Spannung will auch nicht aufkommen. Das Geld ist anderweitig besser investiert! Ein unwürdiger Abgang für Heath Ledger.

