Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes

Vallanzasca - Gli angeli del male

Filmplakat Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes
Regie Michele Placido  Drehbuch Andrea Leanza, Michele Placido, Kim Rossi Stuart, Toni Trupia, Antonio Leotti  Produzent Elide Melli 
Genre Biopic  FSK 16  Filmlänge 125 min
Land Italien, Frankreich, Rumänien  Kinostart 24.02.2011  DVD-Start 24.06.2011  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Renato Vallanzasca gilt noch heute als einer der berühmtesten Verbrecher Italiens. Bereits im Alter von neun Jahren beging er seine erste Straftat. Kleine „Kavaliersdelikte“, wie Diebstahl und anschließendes Verhökern der Ware, führten letztlich jedoch dazu, dass er noch vor Erreichen seines 27. Lebensjahres als einer der bekanntesten Verbrecher des Landes in die Geschichte einging. Einem gewissen Ehrenkodex blieb er bei jedem seiner Verbrechen jedoch treu, weshalb er sehr populär und dank seines charmanten Aussehens vor allem von italienischen Frauen vergöttert wurde.
Mehrfach wurde Renato Vallanzasca von der Polizei festgenommen. Auf verblüffende Art und Weise gelangen ihm jedoch immer wieder spektakuläre Gefängnisausbrüche, auf die erneut organisierte Verbrechen wie Raubüberfall, Entführung oder Tötung folgten…

Schauspieler

Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes Kim Rossi Stuart, Paz Vega, Moritz Bleibtreu, Filippo Timi, Francesco Scianna, Valeria Solarino, Lia Gotti, Toni Pandolfo, Paz Vega, Gaetano Bruno, Nicola Acunzo, Stefano Chiodaroli, Lino Guanciale, Paolo Mazzarelli

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Ms Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes Sind es ansonsten zumeist die Amerikaner, die mit ihren Gangsterfilmen auf der Leinwand in den vergangenen Jahrzehnten brillierten, ist „Engel des Bösen“ nun ein Film dieses Genres, der aus Italien stammt. Zum Mittelpunkt seiner Erzählung macht Regisseur Michele Placido den italienischen Vollblutverbrecher Renato Vallanzasca, dessen verehrendes Treiben in den 1970er und -80er Jahren in der Mailänder Untergrundszene für ordentlich Trubel sorgte. Klares Zugpferd der Geschichte ist dabei Hauptdarsteller Kim Rossi Stuart, der mit viel Energie das Zentrum des Films mimt. Mit sichtlich viel Ehrgeiz findet er sich schnell in seine Rolle ein und liefert eine durchweg überzeugende Darstellung des italienischen Gangsterbosses ab, die zudem von einer exzellenten Kameraarbeit begleitet wird.

Leider jedoch ist die eigentliche Geschichte des Films nur wenig fesselnd. Während „Engel des Bösen“ dem Genre an keiner Stelle neue Facetten hinzufügt, übernimmt sich Michele Placido mit dem Vorsatz, die komplette Lebensgeschichte Vallanzascas nachzuerzählen. Obwohl der Film dadurch an Tempo gewinnt und sich an keiner Stelle in die Länge zieht, fehlt „Engel des Bösen“ am Ende doch die Tiefe. Die Gangsterbande hastet von einem Verbrechen zum Nächsten. Dazwischen bleibt kaum Zeit für eine eingehendere Betrachtung der Motive. Die Figuren bleiben allesamt blass, weisen keine Ecken und Kanten auf – selbst Renato Vallanzascas Beweggründe und sein wahrer Charakter erschließen sich dem Zuschauer nur oberflächlich.

Die Fokussierung auf einen kurzen Abschnitt des Lebens Renato Vallanzascas hätte „Engel des Bösen“ sicherlich gut getan. Die richtigen Zutaten, die zum Erfolg hätten führen können, sind mit Hauptdarsteller Kim Rossi Stuart und einer überzeugenden Kameraarbeit auf jeden Fall vorhanden gewesen. Schade, so jedoch ist „Engel des Bösen“ im Genrefach allenfalls unterhaltendes Mittelmaß.

Wissenswertes

Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes "Engel des Bösen" wurde nach der Autobiografie von Renato Vallanzasca verfilmt.



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