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Kreutzer kommt! (TV)
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Regie
Richard Huber
Drehbuch
Christian Jeltsch
Produzenten
Sven Burgemeister, Andreas Schneppe
Genre Krimikomödie FSK 12 Land Deutschland DVD-Start 05.11.2010 Verleih Sony Pictures |
Story
Mitten in der Nacht geschieht in einem Nobelhotel ein Mord. Die Sängerin des Nachtclubs, Dinah, wird ermordet in ihrer Garderobe aufgefunden. Kreutzers Assistentin Belinda registriert alle Verdächtigen und sorgt dafür, dass kein Gast frühzeitig aus dem Hotel verschwindet. Nun muss sie warten, bis Kreutzer kommt. Dieser setzt sich immer einen kurzen Zeitraum, um ein Verbrechen zu lösen und löst dieses dann auch immer. Deshalb wird er bewundert aber auch schief angesehen. Seine Art, einen Fall zu lösen, ist nämlich gänzlich unorthodox. Er mischt sich unter die Gäste, spielt ihnen die unterschiedlichsten Rollen vor und setzt anhand ihrer Reaktionen das Puzzle allmählich zusammen. Ob nun ein Bandmitglied oder doch ein Liebhaber der Mörder ist, gilt es für Kreutzer nun herauszufinden…
Schauspieler
Christoph Maria Herbst, Rosalie Thomass, Leslie Malton, Tyron Ricketts, Alexander Yassin, Ricky Watson
Filmkritik von Sascha Koch
„Kreutzer Kommt!“ ist mit Sicherheit der ambitionierte Versuch, einem deutschen Krimi die Seele und den Charme einer amerikanischen Crime-Produktion einzuhauchen. Dabei sieht man deutlich, dass die Figur Kreutzer, um die sich alles dreht, mächtig von zum Beispiel einem Dr. House abgekupfert ist. Doch das ist in Ordnung, wünschen sich doch die deutschen Zuschauer schon lange einmal solche extravaganten Fernsehfiguren, wie sie die USA produzieren. Ob die Rechnung aufgegangen ist?
Ohne Frage spielt Christoph Maria Herbst seinen Charakter sehr gut, doch wirkt die Darstellung etwas heruntergeleiert. Eine ambivalente und überraschende Verkörperung mit eigenem Charisma ähnlich wie Hugh Laurie in den USA, fällt Herbst sichtlich schwer. Natürlich ist der Vergleich nicht wirklich fair, doch schien man sich für diesen TV-Film ja selbst solche Maßstäbe anzusetzen.
Die Geschichte kann gepaart mit Kreutzers ungewöhnlichen Methoden sicherlich überzeugen und sorgt auch für die eine oder andere Wendung. Doch trotzdem wird der Film etwas in die Länge gezogen und mehr als ein Schmunzeln ab und an, kann man dem Zuschauer auch nicht entlocken.
Kurzum: Der Versuch eine neue Art von Krimi in Deutschland zu etablieren, bleibt beim Versuch. Jedoch zeigt „Kreutzer Kommt!“ interessante Ansätze, die unbedingt weiter verfolgt werden sollten. Abschütteln muss man etwas die Steifheit und hinzufügen muss man mehr Charme und Humor. Dann würde einem lockeren Krimi Genuss nicht mehr viel im Wege stehen.
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Kommentare
map schreibt am 28.11.10, 11:35
Das war doch für den Anfang schon mal ganz schön. Es wäre Zeit, dass ettliche dröge "Kommissarfiguren", wie sie anderweitig zu sehen sind, langsam aber sicher verdrängt werden. Ich bin ohnehin für mehr "Kafka" im TV. Wäre auch wünschenswert, wenn vorallem die "Öffentlich-Rechtlichen" das mal kapieren.
