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Maschinenpistolen
White Heat
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Regie
Raoul Walsh
Drehbuch
Ivan Goff, Ben Roberts
Produzent
Louis F. Edelman
Genre Film Noir FSK 16 Filmlänge 114 min Land USA Kinostart 06.06.1953 DVD-Start 25.02.2005 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Gangster Cody Jarrett und seine Bande erbeuten bei einem Überfall eine größere Menge Bargeld. Während Jarrett auf den richtigen Zeitpunkt für die Flucht der Gangster wartet, stellen sich Misstrauen und Habgier unter seinen Gefolgsleuten ein. Nicht einmal seiner Ehefrau Verna kann er vertrauen. Lediglich seine Mutter hält ihm die Treue. Bald sind die Cops ihnen auf den Fersen. Als er den Atem seiner Verfolger im Nacken spürt, soll ein kluger Schachzug Jarrett vor dem elektrischen Stuhl bewahren. Er stellt sich freiwillig für eine nicht begangene Tat und erhält so für einen vergleichsweise kleinen Fischzug eine geringe Gefängnisstrafe. Die Polizei schleust einen V-Mann in seine Zelle um ihm weitere Taten anzukreiden, während draußen Codys rechte Hand "Big Ed" seine eigenen Pläne schmiedet. Als er vom Tod seiner abgöttisch geliebten Mutter erfährt, dreht Cody durch. Ihm gelingt die Flucht aus dem Zuchthaus. Leidenschaftlich und unerbittlich sinnt er auf Rache...
Schauspieler
James Cagney, Edmond O'Brien, Virginia Mayo, Margaret Wycherly, Steve Cochran, John Archer, Fred Clark, Wally Cassell
Filmkritik von Achim Lay
"Maschinenpistolen" entzieht sich jeglicher Genrezuordnung. Raoul Walsh gelang ein Genremix mit einem großartigen, vielschichtigen Sujet. Er kombinierte Versatzstücke des klassischen Gangsterfilms mit dem düsteren Stil des Film Noir und einer semidokumentarischen Darstellung der Polizeiarbeit. Vor allem aber ist der Film eine faszinierende Charakterstudie eines ebenso intelligenten wie brutalen Psychopathen, der durch seine krankhafte Mutterliebe und die damit einhergehenden Neurosen auch Schwächen verrät.
Der gesamte Cast weiß zu überzeugen. Die Charaktere erweisen sich als Ansammlung durchtriebener Halsabschneider, die für Macht und Reichtum ihre Seele verkaufen würden.
Trotz eines insgesamt hervorragenden Ensembles kommt man an "Jimmy" Cagney nicht vorbei. Er tobt über die Leinwand wie ein Besessener. Wild, krank, neurotisch. Und doch steht man ihm nicht in gänzlicher Ablehnung gegenüber. Der Junge hat es einfach drauf! Mit Leichtigkeit karikiert er seine eigenen Rollen aus einem Dutzend Gangsterfilme der dreißiger Jahre und degradiert die von ihm selbst oder Edward G. Robinson gespielten Gangsterbosse jener Zeit zu Waisenknaben. Sieben Jahre nach seiner OSCAR-prämierten Rolle in "Yankee Doodle Dandy" baute sich Cagney mit der Figur des Cody Jarrett endgültig ein Denkmal. In Anlehnung an die letzte Einstellung sollten sich alle Filmfreunde erheben und ihm applaudieren. Mit dieser Leistung bist du wirklich "ganz oben", James Cagney!
Der Film ist unter dem Titel "Sprung in den Tod" in Deutschland auf DVD erschienen! Die Laufzeit bezieht sich auf die ungeschnittene Originalversion. 