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The Rite - Das Ritual
The Rite
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Regie
Mikael Håfström
Drehbuch
Michael Petroni
Produzenten
Beau Flynn, Tripp Vinson
Genre Horror-Thriller FSK 16 Filmlänge 109 min Land USA Kinostart 17.03.2011 DVD-Start 22.07.2011 Verleih Warner Home Video |
Story
„Du kannst dich entscheiden, nicht an den Teufel zu glauben. Aber das schützt dich nicht vor ihm.“ (Pater Lucas)
Eigentlich wollte sich der Seminarist Michael Kovak endgültig vom Glauben abwenden. Von seinem Vater mehr oder minder zu dieser beruflichen Laufbahn verleitet, sieht er nun, als junger Erwachsener, keinen tieferen Sinn mehr darin Priester zu werden. Mehr aus Zwang nimmt er jedoch an einer Exorzistenausbildung im Vatikan in Rom teil. Mehr als skeptisch hört er sich dort die Vorlesungen an. Erst als er den Geistlichen Pater Lucas kennenlernt, beginnt er zu begreifen, was Glaube eigentlich bedeutet. Denn: Wer an Gott glaubt, muss auch an den Teufel glauben…
Schauspieler
Colin O'Donoghue, Anthony Hopkins, Alice Braga, Ciarán Hinds, Rutger Hauer, Torrey DeVitto, Chris Marquette, Franco Nero, Toby Jones, Maria Grazia Cucinotta, Nico Toffoli, Rosa Pianeta, Marta Gastini, Arianna Veronesi
Filmkritik von Kathrin Lang
Eine Texteinblendung zu Beginn von „The Rite – Das Ritual“ lässt den Zuschauer wissen, dass die kommende Geschichte auf wahren Ereignissen beruht. Was sich bei anderen Filmen zumeist positiv auswirkt, da die Authentizität gestärkt und die Empathie gefördert wird, schlägt bei „The Rite – Das Ritual“ jedoch in sein Gegenteil um. Drehbuchautor Michael Petroni unternimmt den Versuch eines eleganten Bogenschlags, der Fiktion mit Fakten verknüpft, scheitert damit jedoch schon auf halber Strecke. Dass Exorzismus bis heute betrieben wird, ist ein mehr offenes als stilles Geheimnis. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Filme mit diesem gewiss fragwürdigen Ritus beschäftigt und ihn kritisch beleuchtet. Wo vergleichbare Filme mit ähnlichem Thema immer auf den Pfaden des Horrorgenres wanderten, versucht „The Rite – Das Ritual“ nun jedoch mehr Authentizität in die Erzählung zu bringen und verliert sich dabei immer mehr in seinem faden Erzählfluss. Wirklich gruseln kann man sich während „The Rite – Das Ritual“ nicht. Dafür sieht man sich immer häufiger mit der mal moralischen, mal sehr christlich-religiösen Fragen konfrontiert, ob der Teufel tatsächlich existiert. Bei der Antwortfindung ist das Drehbuch allerdings nur minder hilfreich, kratzen Petronis Erkenntnisse doch stets nur an der Oberfläche. Offensichtliche Phrasen reihen sich belanglos aneinander, ohne je zufriedenstellende Ergebnisse zu liefern. Wo immerhin Protagonist Michael, Skeptiker in Person, am Schluss seine Antwort findet, bleibt der Zuschauer weiterhin hilflos und skeptisch zurück.
Mit viel Elan und großen Gesten führt „The Rite – Das Ritual“ die positiven Aspekte des christlichen Glaubens vor. Kein Wunder also, dass der auf wahren Ereignissen basierende Horrorfilm in vielen christlichen Kreisen großen Zuspruch fand. Wer sich jedoch ernsthaft mit Fragen nach wesentlichen Aspekten des Christentums, des Teufels und Gott auseinandersetzen will, oder wer alternativ nach guter Horrorunterhaltung sucht, ist hier leider an der falschen Adresse.
Wissenswertes
"The Rite - Das Ritual" beruht auf wahren Ereignissen.
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Kommentare
Shruikan schreibt am 24.11.11, 14:34
Der einzige Lichtblick des Films ist die schauspielerische Leistung von Anthony Hopkins, welche mich dazu veranlasst hat, nicht nach 30 Minuten einfach auszuschalten. Die Handlung und die Logik des Films sind schlecht durchdacht. Von einem Horrorfilm darf man durchaus Qualität erwarten. Leider ist dieser Film mal wieder ein Beweis dafür, dass dies viel zu selten im Horror-Genre auch passiert.

