Barbarossa

Filmplakat Barbarossa
Regie Renzo Martinelli  Drehbuch Renzo Martinelli, Giorgio Schottler, Anna Samueli  Produzent Renzo Martinelli 
Genre Historien-Drama  FSK 16  Filmlänge 139 min
Land Italien  Kinostart 09.10.2009  DVD-Start 07.10.2010  Blu-ray-Start 07.10.2010  Verleih Sony Pictures

Story

Italien im 12. Jahrhundert. Der deutsche Kaiser Friedrich von Schwaben, genannt Barbarossa, regiert mit seinem Heer die nördlichen Regionen des Landes. Doch Kaiser Barbarossa ist geradezu besessen von dem Wunsch, das einstige Imperium Karls des Großen wieder aufleben zu lassen, weshalb er mit aller Macht auch Mittel- und Süditalien erobern möchte. Doch aus Norditalien erreichen den deutschen Kaiser nicht etwa die erwarteten Huldigungen, sondern vielmehr provokative Signale einiger Aufständischer. Daraufhin sieht sich der Herrscher des Heiligen Römischen Reiches gezwungen, die Lombardei mit einer militärischen Strafexpedition zu disziplinieren.
Doch dort hat ein junger Mann, Alberto Da Giussano aus Mailand, eine Armee von 900 Männern um sich geschart, die sich die „Kompanie des Todes“ nennt. Das Ziel dieser Widerständler ist es, Barbarossa zu besiegen und den Ländern im Norden ihre Freiheit zurückzugeben.

Schauspieler

Barbarossa Rutger Hauer, Raz Degan, F. Murray Abraham, Christo Jivkov, Antonio Cupo, Cécile Cassel, Kasia Smutniak, Ángela Molina, Elena Bouryka, Hristo Shopov, Frederica Martinelli, Maurizio Tabani, Riccardo Cicogna, Gian Marco Tavani, Robert Baer

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 3 von 5 Ms Barbarossa „Barbarossa“ ist ein zunächst unterhaltsames und spannendes Historienepos, das den Zuschauer innerhalb kürzester Zeit in die finstere Zeit des 12. Jahrhunderts entführt. Doch wer sich auf Einblicke in das Leben des deutschen Kaisers Friedrich von Schwaben, der gemeinhin nur Barbarossa (Rotbart) genannt wurde, gefreut hat, muss ziemlich schnell erkennen, dass es hier nur zweitrangig um den legendären Herrscher geht. Vielmehr ist „Barbarossa“ ein Film, der geradezu von nationalem Pathos durchtränkt ist – kein Wunder, dass der Chef der italienischen Lega-Nord, Umberto Bossi, in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist. Doch für einen Einblick in das Leben von Friedrich I. reicht das eben nicht aus, was aber auch ganz offensichtlich nicht Ziel dieses Historienfilms war, der eindeutig einen sehr irreführenden Titel bekommen hat. Dennoch ist „Barbarossa“ für Historienfreunde zumindest im ersten Drittel durchweg gut gelungen, was sicherlich auch an der reifen Leistung von Rutger Hauer in der Titelrolle liegt.

Doch im Laufe der Geschichte wird das Schlachtengetümmel immer blutiger und grausamer und die doch sehr pathetische Filmmusik zerrt irgendwann nur noch an den Nerven. Es ist nicht nötig, dass permanent Blut aus aufgeschlitzten Kehlen spritzt, damit sich der geneigte Zuschauer vorstellen kann, wie grausam es damals zuging. Auch Raz Degan in der Rolle des aufständischen Alberto Da Giussano übertreibt sein Spiel des Öfteren, so dass dramatische Szenen hin und wieder beinahe zum Lachen verführen.
Alles in allem ist „Barbarossa“ ein Historienepos, das für Genrefans sicherlich das eine oder andere Highlight zu bieten hat, unterm Strich aber vielmehr dem italienischen Nationalstolz als dem Leben von Barbarossa gewidmet sein dürfte.

Wissenswertes

Barbarossa Barbarossa oder Rotbart war der Spitzname von Friedrich I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 1155 bis 1190.
Umberto Bossi, italienischer Lega-Nord-Chef, spielt die Rolle eines Mailänder Adeligen.



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