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The Fruit Machine - Rendezvous mit einem Killer
The Fruit Machine
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Regie
Philip Saville
Drehbuch
Frank Clarke
Produzent
Steve Morrison
Genre Thriller (Gay) FSK 16 Filmlänge 155 min Land Großbritannien Kinostart 15.12.1988 DVD-Start 09.04.2009 Verleih Pro-Film Media |
Story
Eigentlich fühlt sich der 17jährige Eddie zu Hause wohl. Ganz im Gegensatz zu seinem Vater, hat er zu seiner Mutter ein sehr herzliches Verhältnis. Als die Situation zwischen ihm und seinem Vater eines Abends eskaliert und sein gleichaltriger Freund Michael zudem noch in Schwierigkeiten steckt, beschließt er von zu Hause zu fliehen und mit Michael irgendwo in der Stadt unterzutauchen. Die erste Station führt die beiden Teenager in die schwule Diskothek „Fruit Machine“. Nach einem eigentlich lustigen Abend, beobachten die beiden zufällig den Mord am Diskothekenbesitzer und werden fortan von dem Killer gejagt.
Schauspieler
Emile Charles, Tony Forsyth, Robert Stephens, Clare Higgins, Bruce M. Payne, Robbie Coltrane, Carsten Norgaard, Kim Christie, Louis Emrick
Filmkritik von Kathrin Lang
Nachdem „The Fruit Machine“ 1988 in den Kinos lief und in den frühen 90ern auf VHS veröffentlicht wurde, verschwand der Thriller über ein Jahrzehnt von der Bildfläche. Erst 2009 bekam der Film die Chance sich neu zu beweisen. Warum diese Chance so lange auf sich hat warten ließ, wird schon nach wenigen Szenen klar. Obwohl der Anfang rein inhaltlich gesehen emotionsgeladen ist, transportiert er keinerlei Gefühle an seine Zuschauer. Völlig teilnahmslos betrachtet man einen Teenager, der von seinem Vater wegen seiner sexuellen Orientierung gedemütigt und geschlagen wird. Verzweifelt und keinen Ausweg mehr sehend, beschließt er ins Ungewisse zu fliehen. Fort von seiner liebenden Mutter, hinein in ein neues Leben, das ihm zu missfallen scheint. Eigentlich berührend, in der Umsetzung jedoch alles andere als das. Nicht nur, dass man Emile Charles die schauspielerische Umsetzung seines Handelns und Fühlens nicht abkauft, auch die filmisch aufgebaute Atmosphäre rund um diesen Plot wirkt viel zu steif und trocken. Glaubt man zu Beginn noch, dass dies lediglich an der schlechten Synchronisation liegen könnte, stellt sich diese Vermutung jedoch schon bald als Irrtum heraus: auch im Originalton wird „The Fruit Machine“ nicht vielversprechender. Je mehr Filmminuten verstreichen, desto merkwürdiger und abstruser wird dann auch noch die Story. Sichtlich bemüht mehr Tiefe in seinen Film zu bringen, zieht Regisseur Philip Saville sämtliche Register. Von selbstreflexiven Momenten in denen Filmausschnitte von alten Klassikern in die Geschichte eingewoben werden, bis hin zu der gesanglichen Vorführung eines Stückes von Guiseppe Verdi. Völlig unmotiviert erscheinen diese Szenen in ihrem Zusammenhang, der wohl irgendwo zwischen der Schwulenszene, einer Liebesgeschichte und einem Thriller liegen soll.
Die Filmmusik zu "The Fruit Machine" stammt von Hans Zimmer.