Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2

Breaking Bad - Season 2

Filmplakat Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2
Regie Bryan Cranston, Charles Haid, Terry McDonough, John Dahl, Johan Renck, Peter Medak, Félix Enríquez Alcalá, Michelle Maxwell MacLaren, Phil Abraham, Adam Bernstein, Colin Bucksey  Drehbuch J. Roberts, Vince Gilligan, George Mastras, Peter Gould, Sam Catlin, Moira Walley-Becket, John Shiban  Produzent Stewart Lyons 
Genre TV-Serie (Drama)  FSK 16  Filmlänge 590 min
Land USA, 2008  DVD-Start 25.02.2010  Verleih Sony Pictures

Story

Nachdem Tuco sich als aggressiver und unberechenbarer Käufer für das Meth herausgestellt hat, erwägen Jesse und Walter ihn zu beseitigen. Doch Tuco kommt ihnen zuvor. Da er vor der DEA flüchten muss, entführt er Jesse und Walter und verschleppt sie zu seinem Onkel in die Wüste. Walters Schwager, der DEA Agent Hank, sucht inzwischen nach einer Spur von Walter. Dabei merkt er nicht, dass er Tuco näher ist, als er glaubt...

Schauspieler

Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2 Bryan Cranston, Aaron Paul, Anna Gunn, Dean Norris, Betsy Brandt, RJ Mitte, Raymond Cruz, Tess Harper, Mark Margolis, Steven Michael Quezada, David Ury, Rodney Rush, Charles Baker, Krysten Ritter, Matt L. Jones, David House, Bob Odenkirk, Christopher Cousins, Carmen Serano, Giancarlo Esposito, John de Lancie

Kritik von Sascha Koch

Sascha vergibt 6 von 5 Ms Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2 Dass „Breaking Bad“ am Spätabend auf ARTE quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen muss, ist nur als ein weiterer Qualitätsverlust für das deutsche Fernsehen zu bezeichnen. Dabei täten vor allem die öffentlich rechtlichen Sender mit ihrem „Bildungsauftrag“ gut daran, solch anspruchsvolles Fernsehen in ihr Programm aufzunehmen, anstatt die hundertste Quizshow-Adaption zu zeigen.
2009 starben in Deutschland 1.331 Menschen an den Folgen von illegalem Drogenkonsum. In den USA sind es weit über 17.000. Die Anzahl der Drogensüchtigen liegt dabei nochmals um ein Vielfaches höher. Dass also Drogen ein ganz massives und auch reelles Problem unserer Zeit sind, beweisen die Statistiken zu genüge. Doch Statistiken spiegeln nicht die Menschen wider, die sich hinter diesen Zahlen verbergen. So nimmt sich „Breaking Bad“ einer Thematik an, die durchaus heikel und bei dessen Behandlung ein gewisses Fingerspitzengefühl unbedingt von Nöten ist. Und genau dieses Fingerspitzengefühl und die Liebe zum Detail prägen die konnotierte Aussage der Serie.
In der zweiten Staffel beschäftigt sich „Breaking Bad“ mit den Folgen von Drogenkonsum, den Einstieg in den selbigen, Suchterscheinungen und den Langzeitfolgen von Meth, Kokain oder Heroin. „Breaking Bad“ taucht dabei oft in die tiefsten Abgründe der Drogenszene ein und spiegelt die Realität auf beängstigende Art und Weise wider. Hier bietet die Serie viele Blickwinkel. Dass das „Verticken“ von Drogen eben kein Kavaliersdelikt und schon gar nicht witzig ist, wie man noch in Staffel eins meinen konnte, zeigt die zweite Staffel eindrucksvoll. Natürlich kommt auch in der zweiten Runde oft der aberwitzige, urkomische und schwarze Humor der Serie durch, doch ist „Breaking Bad“ nun hauptsächlich durch Dramatik geprägt.

Hier offenbart sich erneut wieder die enorme Stärke der Drehbücher und der schauspielerischen Darstellung. „Breaking Bad“ ist gleichzeitig eine Serie der ruhigen und auch lauten Töne. Die Vielschichtigkeit der Handlung, die spannenden Wendungen und die ständig präsenten Figuren machen „Breaking Bad“ zu ganz besonderer und intelligent gestalteter Unterhaltung.
So lassen auch die Charaktere erneut viel Spielraum für Interpretationen. Jeder Zuschauer wird beim Lesen zwischen den Zeilen zu anderen Schlussfolgerungen kommen. Die Frage nach Moral und Ethik soll hier nicht die Serie, sondern der Zuschauer selbst beantworten. Dies wäre alles nicht möglich, verfügte „Breaking Bad“ nicht über den besten Schauspieler, den man zurzeit im Fernsehen finden kann. Bryan Cranstons Leistungen sind erneut atemberaubend. Die Zerrissenheit und die innere Unruhe seiner Figur werden von Cranston so authentisch und menschlich gespielt, dass er es schafft, den Zuschauer immer wieder voll in seinen Bann zu ziehen. Einfach großartig und absolut für einen Emmy würdig!
Ebenso verhält es sich abermals mit Aaron Paul, der den kaputten und drogensüchtigen Partner Jesse fantastisch verkörpert. Hinzufügend lobenswert zu erwähnen sind außerdem noch Anna Gunn, die die Rolle der verzweifelten, aber doch starken Mutter und Ehefrau perfekt beherrscht, und Gaststar John de Lancie.

„Breaking Bad“ hat in Staffel zwei noch mehr Mut zur Hässlichkeit. Fiktion trifft hier die Realität. So ist „Breaking Bad“ in der Lage, sowohl zu unterhalten, als auch zum Nachdenken anzuregen. Das differenzierte und einfach nur als genial zu bezeichnende Schauspiel von Bryan Cranston verleiht der Serie den nötigen Tiefgang und die Emotionen. „Breaking Bad“ ist spannende, intelligente, gesellschaftskritische, schockierende, rührende, aber auch leicht verrückte Unterhaltung mit Sinn für Charaktere und deren Persönlichkeiten. Eine der besten Drama-Serien des Jahrzehnts!

Wissenswertes

Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2 Episodenguide:
• Vorsichtsmaßnahmen
• In der Falle
• Gedächtnisschwund
• Ganz unten

• Bruchschäde
• Kuckuck
• Negro Y Azul
• Beauftragen Sie Saul

• 4 Tage Auszeit
• Schluss
• Mandala
• Phoenix

• Krisen

Die Serie umfasst folgende Staffeln:
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 1
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 3

Auszeichnungen

Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2 Emmy Nominierungen:
Beste TV-Serie – Drama, Bester Nebendarsteller (TV-Serie – Drama) – Aaron Paul, Beste Kamera ("Phoenix")

Gewonnene Emmys
Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Bryan Cranston, Bester Schnitt („Phoenix“)

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