WarGames 2 - The Dead Code

WarGames: The Dead Code

Filmplakat WarGames 2 - The Dead Code
Regie Stuart Gillar  Drehbuch Rob Kerchner, Randall M. Badat  Produzenten Mike Elliott, Irene Litinsky 
Genre Thriller  FSK 12  Filmlänge 96 min
Land USA, 2008  DVD-Start 23.01.2009  Verleih MGM

Story

Es gibt keinen Computer, den Schüler Will Farmer nicht knacken kann. Zusammen mit seinem besten Freund Dennis zockt er zudem auch schon mal die Nächte durch. Als er in der Schule die hübsche Annie kennen lernt ist er Feuer und Flamme. Um ihr näherzukommen trägt er sich für eine Reise mit dem Schach-Wettbewerb nach Kanada ein. Die 500 Dollar Reisekosten will er sich kurzerhand bei dem Online-Game Ripley gewinnen. Was Will nicht ahnt, Ripley ist ein getarnter Supercomputer, der das Verhalten der Spieler analysiert, um so potentielle Terroristen ausfindig zu machen. Will gewinnt knapp das Vernichtungsspiel „Dead Code“ und wenig später wird sein syrischer Nachbar von mysteriösen Männern abgeholt. Will hatte sich von seinem Konto die Startgebühr für das Spiel „geborgt“. Als ihm dämmert, dass hier etwas ganz und gar nicht richtig läuft, hat Ripley die Terroristenjagd auf ihn längst eröffnet.

Schauspieler

WarGames 2 - The Dead Code Matt Lanter, Amanda Walsh, Colm Feore, Chuck Shamata, Maxim Roy, Nicolas Wright, Gary Reineke, Susan Glover, Claudia Ferri

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms WarGames 2 - The Dead Code Fortsetzungen von genialen Filmen erreichen selten bis nie ihren Vorgänger. Eine Wahrheit, die sich im Fall von „WarGames 2 – The Dead Code“ traurigerweise wieder einmal bestätigt. Als „WarGames - Kriegsspiele“ 1983 in die Kinos kam, traf der Film nicht nur den Nerv der Zeit und wurde ein großer Kassenerfolg, es gelang den Machern auch das Thema mit so viel Realitätsnähe zu inszenieren, dass das Szenario wahrscheinlich blieb. Ein Punkt, der neben dem hohen Unterhaltungswert die Faszination des Films ausmachte und den „WarGames 2“ nicht erfüllt. Der Film, der sich als Fortsetzung verkauft, aber doch mehr ein enttäuschendes Remake ist, bleibt von Beginn an unrealistisch, unnötig übertrieben und versteht es nicht die Gefahren einer vernetzten Welt in eine packende Story umzumünzen. Zwar haben Randall M. Badat und sein Co-Autor Rob Kerchner es verstanden den Stoff in unsere Zeit zu transportieren und moderne Aspekte wie Facebook und die zunehmende Kameraüberwachung einzubinden und auch der Kalte Krieg wurde durch den Kampf gegen den Terror ersetzt, damit hört die Positivliste der Story jedoch schon auf. Auf Glaubwürdigkeit und interessante Figuren wurde nämlich wenig Wert gelegt. Hier fügt sich alles zu glatt, gerade so wie es geradem muss und auch Logik ist nicht immer Trumpf. So hortet Wills Mutti natürlich just die Stoffe im Kühchenschrank, die man zum Bau einer Bombe benötigt, was eine Vielzahl von Antiterroreinheiten auf den Plan ruft, die einen Schüler problemlos über die amerikanischen Landesgrenzen nach Kanada hinein jagen ohne das auch nur einen Grenzbeamten kratzt und alles auch nur aufgrund einer kruden Vernetzung von Einzelfakten, die sich Supercomputer Ripley zusammen phantasiert. Verwunderlich ist dabei, dass Wills Vorstrafe, die gleich in einem der ersten Dialoge zur Sprache kommt, nie wieder auch nur die mindeste Erwähnung findet. Ein Punkt von vielen, der nicht in Frage gestellt wird, schließlich ist hier ein Supercomputer am Werk! Regisseur Stuart Gillard hat das Drehbuch zwar noch ganz passabel umgesetzt, doch auch solide inszenierten Verfolgungsjagden durch Montreal vermögen nicht über die Schwäche der Handlung hinwegzuretten. In den Hauptrollen schlagen sich „90210“-Schnuckelchen Matt Lanter und Amanda Walsh gut, doch auch sie reißen es letztlich nicht mehr raus.

Wissenswertes

WarGames 2 - The Dead Code Der Film ist die Fortsetzung von "WarGames - Kriegsspiele", der 1983 in die Kons kam.

Für 2013 ist eine Neuverfilmung des Themas geplant.



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