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Glory
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Regie
Edward Zwick
Drehbuch
Kevin Jarre
Produzent
Freddie Fields
Genre Kriegs-Drama FSK 16 Filmlänge 122 min Land USA Kinostart 05.04.1990 DVD-Start 03.07.2000 Verleih Columbia TriStar |
Story
1862 steht der Kampf der Nordstaaten gegen die Südstaten vor einem blutigen Höhepunkt. Robert Shaw übernimmt in dieser schwierigen Zeit ein ungewöhnliches Regiment. Unter seiner Führung formt sich das erste Regiment aus farbigen Männern. Shaw muss erleben, dass die eigene Armee mitnichten hinter der Idee steht, die ihr Präsident Lincoln für eine so großartige hielt. Doch das 54. Regiment hält durch und die Männer wachsen mit ihren weißen Vorgesetzten Stück für Stück zusammen, meistern ungleiche Bezahlung und schlechte Ausrüstung. 1863 erhalten die Männer nach langen Mühen endlich die Chance zu zeigen, dass sie gute Soldaten und in der Lage sind, für ihre Freiheit selbst zu kämpfen. Beim Sturm auf das schwer einzunehmende Ford Wagner führt Robert Shaw sie in eine Schlacht, die in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Schauspieler
Matthew Broderick, Denzel Washington, Morgan Freeman, Cary Elwes, Andre Braugher, John Finn, Jihmi Kennedy, JD Cullum
Filmkritik von Melanie Frommholz
Der amerikanische Bürgerkrieg, in dem die Nordstaaten gegen den Süden und die Sklaverei kämpften, ist eines der blutigsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Der Konflikt hat viele Facetten, Abgründe und sein Gesicht ist blutig und wenig rühmlich. „Glory“ nimmt sich einer Seite in dem Krieg an, die oft untergeht: Dem Anteil der farbigen Soldaten am endgültigen Gewinn des Nordens. Lincoln bezeichnete ihren Kampf als Kriegs entscheidend, doch bevor die Männer an die Front durften, um für ihre Ehre und ihre Freiheit zu kämpfen, war ihr Weg geprägt von Repressalien auch seitens der „eigenen“ Armee. Edward Zwick zeigt in seinem Film den unbändigen Drang der farbigen Männer sich endlich im Kampf zu beweisen ebenso wie die schrecklichen Kriegsumstände. Er bewahrt dabei immer den Blick für die einzelnen Schicksale und widersteht der Versuchung die Grausamkeit des Krieges mit einem Heiligenschein zu glorifizieren. Auch wenn die teils schwülstige Musik in mancher Szene diesen Ansatz etwas untergräbt. In diesem Krieg waren die einfachen Soldaten wie die Offiziere Kanonenfutter. Wenn sich das 54. Regiment am Ende an den Flanken von Ford Wagner in den Tod stürzt wird deutlich, dass spätestens im Tod die Menschen aller Hautfarben gleich sind. Ein erschütternder Schlussakkord in einem bewegenden Film, der nicht mit der brutalen Realität geizt und dessen Botschaft von Mut und Tapferkeit eindrücklich durch einen stark agierenden Cast transportiert wird, aus dem Denzel Washington als unbequemer Soldat Pvt. Trip hervorsticht. Aber auch Hauptdarsteller Matthew Broderick überzeugt als junger Führungsoffizier aus gutem Hause in einer Mischung aus Naivität und Glauben an das Gute und die Gleichheit der Menschen.
Die Briefe des Col. Robert Gould Shaw, die er von der Front nach Hause schrieb, sind über die Jahre erhalten geblieben und ermöglichten im Rückblick ein differenziertes und realistisches Bild auf ein Regiment, das große Ehre errungen hat, dafür aber mit ungeheuren Verlusten bezahlte. Letztlich kennt der Krieg unter dem Strich eben keine Gewinner.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Musik
Gewonnene Golden Globes
Bester Nebendarsteller (Denzel Washington)
OSCAR-Nominierungen
Beste Ausstattung, Bester Schnitt
Gewonnene OSCARs
Bester Nebendarsteller (Denzel Washington), Beste Kamera, Bester Ton
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