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Albert Schweitzer
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Regie
Gavin Millar
Drehbuch
James Brabazon, David Howard
Produzent
Alexander Thies
Genre Biopic FSK 0 Filmlänge 114 min Land Deutschland Kinostart 24.12.2009 DVD-Start 01.10.2010 Verleih Warner Bros. Pictures Germany |
Story
1949 ist Albert Schweitzer erneut in Amerika um Spenden für sein Urwaldkrankenhaus in Lambarene, Gabun zu sammeln. Er gibt Orgelkonzerte, hält Vorträge und triff sich mit Freunden wie Albert Einstein. Dieser kämpft offen gegen die Versuche mit der Atombombe und ist damit im Visier der CIA. Präsident McCarthy bezichtigt ihn der Sympathie und Unterstützung des Kommunismus. Einstein will Schweitzer für seinen Kampf gewinnen, doch dieser zögert. Aus der Politik will sich Albert Schweitzer eher heraushalten, auch wenn er Nuklearwaffen zutiefst ablehnt. Die Politik macht vor Albert Schweitzer jedoch nicht halt. Seine Kontakte zu Einstein rücken auch ihn in ein verdächtiges Licht und die CIA beginnt mit einer Verleumdungsaktion, die sein Lebenswerk in Lambarene und die den Menschen dort nachhaltig schädigen könnte.
Schauspieler
Jeroen Krabbé, Barbara Hershey, Judith Godrèche, Samuel West, Jeanette Hain, Jonathan Firth, Armin Rohde, Eleonore Weisgerber, Hans-Werner Meyer, Jennifer Ulrich
Filmkritik von Melanie Frommholz
Er war Theologe, Musiker, Philosoph und Arzt: Albert Schweitzer. Ein großer Mann, der durch seine Werke auf theologischem und musikalischem Gebiet und insbesondere durch sein unvergleichliches Engagement für Afrika zur Legende geworden ist. Seine Maxime von der „Ehrfurcht vor dem Leben“ prägte sein Handeln und machte ihn für so manchen unbequem. 1952 erhielt Albert Schweitzer den Friedensnobelpreis. Zusammen mit Albert Einstein und anderen Wissenschaftskollegen machte sich der Humanist stark gegen Nuklearwaffen. Sein zunächst nicht öffentlich geäußertes Missfallen an der nuklearen Aufrüstung brachte Albert Schweitzer und seiner Arbeit in Afrika nicht nur Vorteile. Genau zu dieser Zeit setzt der Film von Gavin Millar an und schildert unverkitscht Schweitzers Spendenaktionen für sein Hospital in Lambarene. Millar begleitet Schweitzers Weg bis zu dessen Rede bei der Verleihung des Friedensnobelpreises. Er beleuchtet dessen Ringen um eine öffentliche Positionierung bezüglich der Atombombe, seinen Kampf um Spendengelder und zeigt uns einen Mann, der sein Privatleben rigoros an die zweite Stelle setzte. Sein Engagement für die Kranken von Lambarene ging ihm über alles. Auch als er in der McCarthy-Ära ins Visier der CIA gerät und diese versuchen sein Lebenswerk mittel Verleumdung zu schaden. Gavin Millars Film ist ein würdiges und differenziertes Portrait geworden, das nicht nur ausgezeichnet besetzt ist, sondern auch der Versuchung widersteht allumfassend dem Multitalent Schweitzer gerecht werden zu wollen. Gerade durch den klar gesteckten Zeitrahmen kann der Film sich dem erzählten Abschnitt ausreichend widmen. Auch wenn ab und an eine Einordnung in die politischen Gesamtzusammenhänge sicherlich hilfreich gewesen wäre. Allein die überzeugende Leistung von Hauptdarsteller Jeroen Krabbé als Albert Schweitzer wird dafür sorgen, dass man diesen Film nicht so schnell vergisst.
Albert Schweitzer erhielt 1952 den Friedensnobelpreis. Bereits vor seiner Karriere als Arzt war er als Theologe und Musiker bekannt. Er verfasste ein Werk über Johann Sebastian Bach, das heute noch als Standartwerk gilt.
