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Paradox (TV-Mini-Serie)
Paradox
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Regie
Simon Cellan Jones, Omar Madha
Drehbuch
Lizzie Mickery, Mark Greig
Produzent
Marcus Wilson
Genre TV-Mini-Serie FSK 16 Filmlänge 250 min Land Großbritannien, 2009 DVD-Start 01.10.2010 Verleih Polyband & Toppic Video/WVG |
Story
Der Astrophysiker Dr. Christian King empfängt in seinem Labor über Satelliten übertragene Bilder, die offenbar Ereignisse in der Zukunft zeigen. Ein Polizeiteam um Detective Inspector Rebecca Flint soll diese Bilder analysieren, Hinweisen nachgehen und so das Puzzle zusammenzusetzen, welches die Möglichkeit gibt schlimme Ereignisse in der Zukunft zu verhindern. Allerdings ist genau dies wesentlich komplizierter, als anfangs gedacht. Denn das Team selbst ist eine Variable in dieser Gleichung…
Schauspieler
Tamzin Outhwaite, Mark Bonnar, Chiké Okonkwo, Emun Elliott, Lorcan Cranitch, Abigail Davies, Jonathan Slinger, Pooky Quesnel, Fiona Dolman
Kritik von Sascha Koch
Dass der deutsche Fernsehrmarkt nicht nur in der Hand der Amerikaner ist und dass auch britische Serien in Deutschland durchaus erfolgreich sein können, hat der Inselstaat in der Vergangenheit bereits mit Produktionen wie „Torchwood“ oder „Primeval“ bewiesen. 2009 schuf BBC eine weitere Serie, die in diese Kategorie fallen sollte. Nun war „Paradox“ in Deutschland bislang kein Straßenfeger, doch scheint sich ein genauerer Blick zu lohnen.
Schnell fällt einem dabei aber auf, dass „Paradox“ mächtig abgeguckt hat. Bei der runter tickenden Uhr denkt man unweigerlich an „24“ und der kleine Blick in die Zukunft kam bereits auch schon in etlichen TV-Produktionen vor – zuletzt erst in „FlashForward“. So präsentieren sich Idee und Grundmuster wenig originell und nicht sonderlich viel versprechend. Tatsächlich muss der Zuschauer dann auch klare Abstriche machen. Bei dieser fünftteiligen Mini-Serie kommen Charakteraufbau und Charakterentwicklung zu kurz. Auch die einzelnen Episoden erweisen sich in ihren Handlungen als zu wenig facettenreich.
Trotzdem gelingt es „Paradox“ aber in jeder Episode eine gewisse Spannung aufzubauen, die den Zuschauer bei Laune hält und in eine Art „Showdown“ mündet – zwar lange nicht so spektakulär wie bei „24“ oder „FlashForward“, aber immerhin.
Das Wort „Paradoxon“ definiert man als einen scheinbaren oder tatsächlich unauflösbaren, unerwarteten Widerspruch - genau dieser Thematik versucht sich die Serie anzunehmen, scheitert aber und zieht eine Spur an Logiklöchern hinter sich her. Schließlich ist „Paradox“ unfreiwillig an Stellen paradox, wo es eigentlich nicht sein sollte und dafür an offenkundig paradox erscheinenden Momenten unaufregend unparadox. Wie auch immer man es dreht und wendet, hier nutzte man zu wenige der vielen Möglichkeiten, die dieses Thema bereit hält. Eine Umsetzung in der Richtung des Jerry Bruckheimer Filmes „Deja vu“ wäre wohl wesentlich aufregender gewesen.
So stellt sich „Paradox“ als sehenswert aber trotzdem allenfalls durchschnittlich heraus. Unterm Strich war hier wohl mehr gewollt als erreicht.
Die fünfteilige Mini-Serie „Paradox“ wurde in Manchester von BCC gedreht und ausgestrahlt. Eine Fortsetzung wird es laut der Zeitung „The Sun“ nicht geben.
