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Serpico
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Regie
Sidney Lumet
Drehbuch
Peter Maas, Waldo Salt, Norman Wexler
Produzent
Martin Bregman
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 129 min Land USA Kinostart 07.04.1978 Verleih Paramount Pictures |
Story
Frank Serpico ist ein New Yorker Polizist, der in den frühen Siebzigerjahren als einer der ersten den Mut aufbringt, die Korruption der amerikanischen Polizei anzuprangern. Voller Illusionen beginnt er seine Arbeit beim New York City Police Department und muss bald schon feststellen, dass seine Kollegen Verdächtige misshandeln und ohne mit der Wimper zu zucken Schmiergelder einstecken. Serpico möchte das so nicht hinnehmen und meldet die Missstände bei seinen Vorgesetzten, die davon allerdings nichts wissen wollen. Immer wieder wird Frank daraufhin versetzt und mehr und mehr zum Außenseiter. Selbst als er und sein Freund Bob Blair sich an das Büro des Bürgermeisters wenden, ändert das nichts an den korrupten Zuständen. Schließlich wagt Serpico den Schritt, sich an die Presse zu wenden. Er erzählt einem Reporter der New York Times seine Geschichte, woraufhin die Zeitung den Bericht auf der Titelseite abdruckt. Dieser Zeitungsbericht hat zur Folge, dass ein Untersuchungsausschuss gebildet wird und umfangreiche Ermittlungen beginnen. Als Serpico erneut versetzt wird, wird er bei einem Einsatz angeschossen…
Schauspieler
Al Pacino, John Randolph, Jack Kehoe, Biff McGuire, Barbara Eda-Young, Cornelia Sharpe, Tony Roberts, John Medici, Allan Rich, Norman Ornellas, Edward Grover, Albert Henderson, Hank Garrett, Damien Leake, Joseph Bova
Filmkritik von Stefanie Rufle
Der auf einem wahren Fall beruhende Film über den Cop Frank Serpico zeichnet ein sehr düsteres und pessimistisches Bild des New Yorker Polizeiapparates. Der Pessimismus herrscht in „Serpico“ eindeutig vor und siegt am Ende auch. Al Pacino verleiht seinem Charakter ein grundehrliches und rechtschaffenes Gesicht und macht doch von Anfang an deutlich, dass Serpicos Kampf zum Scheitern verurteilt sein muss. Regisseur Sidney Lumet verzichtet dabei allerdings gänzlich auf eine einseitige Heldenverehrung, sondern zeigt vielmehr auch das andere Gesicht dieses rechtschaffenen Cops, der mit seinem wild wuchernden Bart und seinen langen Haaren schon äußerlich so gar nicht in das Bild des typischen Polizisten passt. Vor allem die Schwächen des Frank Serpico machen diesen aber so anziehend und sympathisch, was Pacino mit seinem Spiel grandios herausarbeitet – völlig zu Recht brachte ihm diese Rolle seine erste OSCAR-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" ein. Die intensive, durch und durch authentisch wirkende Darstellung des New Yorker Cops verdankt Pacino möglicherweise auch dem echten Frank Serpico, mit dem er sich im Vorfeld mehrmals traf. Ohne zu übertreiben kann man „Serpico“ als ein wirkliches Meisterwerk der damaligen Zeit bezeichnen, das vor allem von seinem großartigen Hauptdarsteller lebt. Die Nebenfiguren bekommen in diesem Streifen nur wenig Raum und dienen mehr zur Charakterisierung der Titelfigur. „Serpico“ ist ein schonungslos nüchterner Polizei-Film mit fulminanten Action-Sequenzen, der einfach nur grandios gespielt ist.
Wissenswertes
Frank Serpico, auf dessen Erlebnissen dieser Film beruht, wurde 1936 geboren. Die im Film dargestellten Ereignisse erlebte er selber zum größten Teil tatsächlich so. Nach seinem Ausscheiden aus der Polizei ging er für einige Jahre nach Europa und kehrte 1980 nach New York zurück. Bis heute setzt er sich öffentlich gegen Polizeigewalt und Korruption ein.
Dem Kinofilm folgte 1976 eine 13-teilige TV-Serie, in der David Birney den Serpico spielte.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama
Gewonnene Golden Globes
Bester Schauspieler - Drama (Al Pacino)
OSCAR-Nominierungen
Bester Schauspieler (Al Pacino), Bestes Drehbuch (Adaption)
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