Der Siebente ist dran

Seven Men from now

Filmplakat Der Siebente ist dran
Regie Budd Boetticher  Drehbuch Burt Kennedy  Produzenten Andrew V. McLaglen, Robert E. Morrison 
Genre Western  FSK 12  Filmlänge 75 min
Land USA  Kinostart 20.10.1956  DVD-Start 02.05.2007  Verleih Paramount Pictures

Story

Ben Stride erschießt zwei zwielichtige Gestalten, greift dem Siedlerpärchen Greer auf dem beschwerlichen Weg nach Kalifornien unter die Arme und begegnet dem Draufgänger Bill Masters, der von Strides Vergangenheit als Sheriff Kenntnis hat. Bald zeichnet sich ab, dass sich Stride auf einem Rachefeldzug befindet, um jene Männer zur Strecke zu bringen, die bei einem Raubüberfall seine Frau getötet haben.
Auf ihrem gemeinsamen Weg nach Westen spitzen sich die Ereignisse zu. Marodierende Indianer, eine Unverträglichkeit der persönlichen Ziele und eine unmoralische Annäherung zwischen Stride und Annie Greer führen zu erheblichen Spannungen. In Flora Vista, wo die noch lebenden Gangster auf die Ankunft ihres erbeuteten Goldes warten, kommt es zu einer blutigen Klärung der Fronten...

Schauspieler

Der Siebente ist dran Randolph Scott, Gail Russell, Lee Marvin, Walter Reed, Donald Barry, John Beradino, John Larch, Stuart Whitman, Chuck Roberson, John Phillips

Filmkritik von Achim Lay

Achim vergibt 5 von 5 Ms Der Siebente ist dran Lange Zeit von der Vergessenheit bedroht, hat der erfrischend unkonventionell daherkommende Film unter Liebhabern Kultstatus erlangt. Der Streifen legt einen faszinierenden Ideenreichtum an den Tag.
Dramaturgisch eher an einen Kriminalfilm angelehnt, fügt Budd Boetticher mit viel Geschick die vielfältigen Handlungsstränge zusammen. Für einen Western von nur 75 Minuten Länge bietet sein Film eine äußerst interessante Exposition. Die wahren Beweggründe der handelnden Personen bleiben lange Zeit im Verborgenen. Wie die Schicksale der Beteiligten miteinander verknüpft sind, enthüllt Boetticher erst im weiteren Verlauf der Handlung.
Eine perfekte Orchestrierung der grundverschiedenen Charaktere dient als Grundlage für eine spannende Geschichte, die im Western-Genre ihresgleichen sucht. Randolph Scott agiert mit gewohnt stoischer Ruhe und bietet den perfekten Kontrast zum ungezügelten, mit archaischer Kraft auftretenden Lee Marvin.
Visuell beeindruckt das Widescreen-Bild mit herrlich fotografierten Landschaftsaufnahmen und satten Farben in der restaurierten "Special Collector's Edition" auf DVD. Reizvoll ist auch die Musik, die über die atmosphärische Wirkung hinaus auch den dramaturgischen Wandel unterstreicht. Zunächst harmonisch und wohlklingend, den Pioniergeist der Greers und die traumhafte Kulisse unterstützend, wird der Soundtrack mit zunehmender Dramatisierung der Handlung angespannt und bedrohlich.
Boetticher gelang hier ein ausgesprochen mutiger Western, der auf leisen Sohlen daherkommt, seine wahren Beweggründe allmählich entblättert und mit dichter, abgründiger Atmosphäre überzeugt. Lediglich der herkömmliche Shootout will nicht zur Raffinesse der Storyline passen und bringt in der Bewertung ein Pünktchen Abzug mit sich.



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