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Vera Cruz
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Regie
Robert Aldrich
Drehbuch
Roland Kibbee, James R. Webb
Produzent
James Hill
Genre Western FSK 12 Filmlänge 90 min Land USA Kinostart 14.05.1955 DVD-Start 23.08.2001 Verleih United Artists |
Story
Kaum ist der amerikanische Bürgerkrieg beendet, stürzen sich einige Desperados, Abenteurer und Revolverhelden jenseits der Grenze in die Wirren der mexikanischen Revolution. Ben Trane und Joe Erin werden für eine stattliche Summe als Begleitschutz einer Kutsche angeheuert, die eine dubiose Gräfin nach Vera Cruz befördern soll. Schnell finden die beiden ungleichen Weggefährten heraus, dass sich nicht nur die hübsche Frau, sondern auch eine prall gefüllte Goldkiste an Bord der Kutsche befindet. Die ist auch das Objekt der Begierde für die Juaristen, die für ein freies Mexiko kämpfen. Trane und Erin versuchen, sich das Gold unter den Nagel zu reißen. Doch auch die Gräfin lässt sich nicht so leicht ausbooten. Es entwickelt sich ein Katz- und Maus-Spiel, bei dem niemand dem anderen trauen kann. Als Trane sein Gewissen entdeckt und einsieht, dass der Schatz der Sache der Freiheitskämpfer dienlich ist, kommt es zwischen ihm und dem amoralischen Egoisten Erin zur großen Abrechnung...
Schauspieler
Gary Cooper, Burt Lancaster, Denise Darcel, Cesar Romero, Sara Montiel, George Macready, Jack Elam, Ernest Borgnine, James McCallion, Morris Ankrum, James Seay, Henry Brandon, Charles Bronson
Filmkritik von Achim Lay
Robert Aldrich sprengt die Grenzen des Genres mit dieser ungewöhnlichen, innovativen und überaus intelligenten Western-Farce. Die Helden sind ebenso unmoralisch wie die Banditen. Jeder betrügt jeden und keiner kann dem anderen trauen. In knalligen Farben, mit herrlichen Landschaftsaufnahmen und brillanten Kamerafahrten gesegnet, prallen mit dem stoischen Gary Cooper und dem verschlagenen Tausendsassa Burt Lancaster zwei Legenden des alten Hollywood aufeinander, die sich geistreich und augenzwinkernd gegenseitig aufs Korn nehmen. Bei Aldrich verschwimmen wie in "Rattennest", "Das dreckige Dutzend" oder "Der Flug des Phoenix" die grenzen zwischen Gut und Böse. Seine Helden sind Zyniker, wechseln die Fronten, wann immer sie sich einen persönlichen Vorteil davon versprechen und sind gerade deshalb lebensechte Figuren, die einem regelrecht ans Herz wachsen. Die Story scheint auf einem außergewöhnlichen Drehbuch zu basieren. Sie ist strukturiert und von tausend Ideen beseelt, die im Grunde genommen Stoff für drei Filme bieten. Schnell, laut, bunt und vor allem einfallsreich. Fantastische Duelle, Dialogwitz und ein Schauplatz, der für einen Western ungewöhnlich anmutet. Hier kommen alle auf ihre Kosten, die den Triumph des Außergewöhnlichen über das Triviale zu würdigen wissen!
