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Das Ende ist mein Anfang
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Regie
Jo Baier
Drehbuch
Folco Terzani, Ulrich Limmer
Produzent
Ulrich LimmerJ
Genre Drama FSK 6 Filmlänge 98 min Land Deutschland Kinostart 07.10.2010 DVD-Start 11.03.2011 Blu-ray-Start 15.07.2011 Verleih Universum Film |
Story
Tiziano Terzani war dreißig Jahre lang Asienkorrespondent des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Als überzeugter Kommunist bereiste er China, weil er über den Kommunismus nicht nur schreiben, sondern ihn auch tatsächlich erleben wollte. Gegen Ende seines Lebens verabschiedete er sich vom Journalismus, suchte im Himalaya und der Meditation nach Erleuchtung und kritisierte die westliche Konsumgesellschaft aufs Schärfste.
Nun bereitet er sich auf das Ende eines ereignisreichen Lebens vor, denn seine Krebserkrankung lässt ihm nicht mehr viel Zeit. Tizianos größter Wunsch ist es, seinem Sohn Folco vom Abenteuer seines Lebens zu erzählen, von den spirituellen Erfahrungen, die ihn immer weiter zu sich selbst geführt haben. Er soll die mehrere Tage andauernden Interviews in einem Buch zusammenfassen. Nun ist es an Folco, in die Berge der Toskana zu fahren und seinen Vater auf dessen letzter Reise zu begleiten.
Schauspieler
Bruno Ganz, Elio Germano, Erika Pluhar, Andrea Osvárt
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Das Ende ist mein Anfang“ ist die Verfilmung der gleichnamigen Biografie des Journalisten Tiziano Terzani, geschrieben von dessen Sohn Folco Terzani. Doch vom bewegten und aufregenden Leben Terzanis, von einer Biografie, die eng verwoben ist mit den Ereignissen und Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts, hat dieser Film von Jo Baier leider zu wenig zu erzählen. Auch wenn ein grandios agierender Bruno Ganz diesem Film eine ganz besondere, spirituelle und fast schon weise Note verleiht, bleibt „Das Ende ist mein Anfang“ beim letzten Akt des Lebens eines faszinierenden Mannes hängen, von dem man ansonsten aber recht wenig erfährt.
Doch all das, was Tiziano Terzani seinem Sohn am Ende seines Lebens zu sagen hat, beeindruckt und bewegt zutiefst. Sätze wie „Es ist leicht zu sterben.“, oder „Der Tod ist mein letztes großes Abenteuer.“, stimmen sehr nachdenklich und lassen auf eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod als Einheit schließen. Schauplatz ist beinahe ausschließlich Terzanis Haus in den Bergen der Toskana, alles was zählt sind Tiziano, verkörpert von Bruno Ganz und Folco, den ein überzeugender Elio Germano darstellt. Schnell wird klar, dass „Das Ende ist mein Anfang“ ein reiner Schauspielerfilm ist, der Themen wie den Vater-Sohn-Konflikt bewusst ausspart. Ganz lässt die immense Kraft, die immer noch im sterbenden Terzani steckt, erspüren, hier bekommt man eine Ahnung von einem wachen und immer noch sehr starken Geist, der in einem immer schwächer werdenden Körper gefangen ist.
Am Ende bleibt man mit einem Gefühl der Zuversicht für das, was uns am Ende unseres Lebens erwarten wird und einer Fülle von berührenden Bildern und Worten im Kopf, zurück.
