Inside Ring

Le premier cercle

Filmplakat Inside Ring
Regie Laurent Tuel  Drehbuch Laurent Tuel  Produzenten Christine Gozlan, Alain Terzian 
Genre Thriller  FSK 16  Filmlänge 91 min
Land Frankreich, Italien, 2009  DVD-Start 15.10.2010  Blu-ray-Start 15.10.2010  Verleih Senator Film

Story

Im Zweiten Weltkrieg kamen die Malakians von Armenien nach Frankreich. Doch nicht die ehrliche und harte Arbeit war ihr Weg zum Erfolg, sondern das Verbrechen. Mittlerweile ist der Clan zu einem autarken Syndikat geworden, welches die Küste Südfrankreichs beherrscht und dessen familiäre Struktur es der Polizei unmöglich macht, Informanten einzuschleusen. Noch hält Milo Malakian die Zügel in der Hand, doch er will das Geschäft bald an seinen einzig verbliebenen Sohn Anton übergeben. Doch Anton ist im Grunde seines Herzens kein Verbrecher. Er sehnt sich nach einem bürgerlichen Leben als Hotelier in der Camargue, zusammen mit seiner Freundin Elodie. Als Milos erfährt, dass sein Sohn die Familie verlassen und mit seiner Freundin leben will, trifft er eine folgenschwere Entscheidung: Als geborener Malakian geht man keine eigenen Wege.

Schauspieler

Inside Ring Jean Reno, Gaspard Ulliel, Vahina Giocante, Sami Bouajila, Isaac Sharry, Alberto Gimignani, Eric Challier, Julian Negulesco, Franco Trevisi, Albert Goldberg

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Inside Ring Mit seinem vierten Langfilm erzählt der französische Filmemacher Laurent Tuel die klassische Geschichte des Sohnes, der aus den mafiösen Strukturen seiner Familie aussteigen will, es aber zunächst nicht wagt, sich offen gegen den übermächtigen Vater zu stellen. Und natürlich passiert alles Weitere nur wegen einer Frau. Tuel inszeniert „Inside Ring“, zu dem er auch das Drehbuch mitschrieb, weitestgehend als zähe Mischung aus Thriller und Drama. Für einen rasanten und fesselnden Thriller fehlen dem Streifen der packende Spannungsbogen und die unvorhersehbaren Wendungen. Die Vorbereitungen für den großen Coup, auf den alles hinausläuft, plätschern dahin und vermögen den Zuschauer nicht zu elektrisieren. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass Laurent Tuel hier eigentlich viel mehr ein reines Drama erzählen wollte. Die dramatische Seite mit der schwierigen Vater-Sohn-Beziehung ist zwar besser herausgearbeitet, enttäuscht jedoch auch insbesondere zu Beginn durch ihre stereotype und wenig einfallsreiche Gestaltung. Die Charaktere wirken platt und ohne Tiefe und auch wenn Jean Reno als Milo und Gaspard Ulliel als Anton sicherlich optisch eine gute Wahl waren, bleiben sie in punkto Ausdruckstärke doch hinter den Erwartungen zurück. Sie vermögen den emotionalen Konflikt ihrer Figuren nur in Ansätzen zu transportieren, und erst in den Schlusssequenzen blitzt in Renos Augen jenes Feuer auf, das ihn zum französischen Meister des Actionkinos werden ließ.



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