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True Romance
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Regie
Tony Scott
Drehbuch
Quentin Tarantino
Produzenten
Bill Unger, Steve Perry, Samuel Hadida
Genre Action-Thriller FSK 18 Filmlänge 121 min Land USA Kinostart 27.01.1994 DVD-Start 12.06.2003 Verleih Kinowelt |
Story
Als Clarence wie jedes Jahr seinen Geburtstag ganz alleine im Kino feiert, setzt sich die kesse Alabama neben ihn und es kommt, wie es kommen muss: Die beiden verbringen eine gemeinsame Nacht und verlieben sich ineinander. Als Alabama Clarence gesteht, dass sie ein Callgirl ist und von Clarence’ Chef als Geburtstagsgeschenk für ihn engagiert wurde, kann das Clarence nicht davon abhalten, seine Alabama umgehend vor den Traualtar zu führen. Als er Alabamas Sachen bei deren ehemaligen Zuhälter Drexl abholen möchte, ist der natürlich alles andere als begeistert davon, dass eines seiner Mädchen die Fliege machen will. Es kommt zum Kampf und schließlich tötet Clarence Drexl und haut mit einem Koffer, von dem er vermutet, er gehöre seiner Frau, ab. Erst zuhause bemerkt er seinen Irrtum: Der Koffer ist randvoll mit Kokain im Wert von fünf Millionen Dollar.
Das frisch verliebte Paar beschließt kurzerhand, sich auf Hochzeitsreise nach Hollywood zu begeben, um dort die Drogen zu verkaufen. Was sie noch nicht ahnen ist, dass sich in ihrem Schlepptau Mafia und Polizei befinden – denn dummerweise hat Clarence seinen Führerschein in Drexls Nachtclub vergessen…
Schauspieler
Christian Slater, Patricia Arquette, Dennis Hopper, Gary Oldman, Brad Pitt, Christopher Walken, Val Kilmer, Bronson Pinchot, Michael Rapaport, Saul Rubinek, Chris Penn, Tom Sizemore, Samuel L. Jackson, James Gandolfini
Filmkritik von Stefanie Rufle
Schon beim Vorspann dieses Films kann man nicht anders, als wohlige Vorfreude angesichts des wahren Staraufgebots zu empfinden, das hier zum Zuge kommen wird. Diese Vorfreude ist mehr als berechtigt, denn Regisseur Tony Scott gelingt es, wirklich alles aus seiner Darstellerriege herauszuholen. Christian Slater und Patricia Arquette als Clarence und leicht durchgeknallte Alabama sind ein wahres Traumpaar. Vor allem Slater ist als etwas naiver und unsterblich verliebter Clarence einfach nur hinreißend und darf hier sein darstellerisches Talent unter Beweis stellen. Doch auch alle weiteren Darsteller sind ihr Geld in jeder Sekunde wert und überraschen teilweise in eher ungewohnten Rollen. Brad Pitt etwa als permanent bekiffter und ziemlich dämlicher Floyd ist richtig komisch und auch der nicht zu erkennende Val Kilmer als Clarence’ Mentor, der ihm in der Figur von Elvis Mut zuspricht, macht richtig viel Spaß. Darüber hinaus präsentieren sich Gary Oldman als fieser Zuhälter Drexl, Dennis Hopper als Clarences’ Vater Clifford, Christopher Walken als gefährlicher Mafioso Vincenzo Coccotti und Samuel L. Jackson als Big Don. Ein wunderbares Ensemble also, das hier gekonnt in Szene gesetzt wird.
Schnell wird deutlich, dass „True Romance“ die perfekte Symbiose des Könnens von Drehbuchautor und Regisseur ist. Es gelingt Tony Scott, das einfach nur geniale, witzige und spannende Drehbuch von Quentin Tarantino spritzig, einfallsreich und voller Energie zu inszenieren. Herausgekommen ist ein Film der zugleich komisch, traurig, actionreich und nachdenklich ist und ein hoffnungslos romantisches Märchen als Grundgeschichte zu bieten hat. Doch auch die Tarantino-typischen Gewaltsequenzen voller Brutalität dürfen hier natürlich nicht fehlen. Einfach nur großartig ist allerdings die Szene, in der Dennis Hopper Christopher Walken die wahre Herkunft der Sizilianer erklärt.
„True Romance“ ist ein einfach nur wunderbarer und romantischer Action-Thriller, der viele Elemente des klassischen Road-Movie enthält. Ein großartiges Drehbuch, grandiose Schauspieler, eine perfekte Inszenierung und nicht zuletzt die inspirierende Filmmusik rauben dem Zuschauer für zwei Stunden komplett den Atem und machen diesen Film zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Wissenswertes
„True Romance“ war ursprünglich die erste Hälfte eines Drehbuchs, das Tarantino zwecks Geldbeschaffung in zwei Teile aufsplittete. Die eine Hälfte verkaufte er an Tony Scott, die andere an Oliver Stone, der daraus „Natural Born Killers“ machte. Mit dem so verdienten Geld konnte Tarantino „Reservoir Dogs“ verwirklichen.
Val Kilmer musste täglich acht Stunden in der Maske verbringen, um wie Elvis auszusehen – er hätte allerdings lieber den Clarence gespielt.
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Kommentare
Kinotiger schreibt am 22.12.10, 23:14
Stimmt schon.. 'die härteste Romanze aller Zeiten';). Und ein Film, von dem man nicht genug kriegen kann. Allerdings trifft er nicht den Mainstream, was diesen Streifen erst recht zu etwas Besonderem macht. Großartig: Patricia Arquette und Dennis Hopper!
