Brothers Bloom

The Brothers Bloom

Filmplakat Brothers Bloom
Regie Rian Johnson  Drehbuch Rian Johnson  Produzenten Ram Bergman, James D. Stern 
Genre Komödie  FSK 12  Filmlänge 114 min
Land USA  Kinostart 27.08.2009  DVD-Start 26.02.2010  Verleih Senator Film

Story

Stephen und sein Bruder Bloom leben bereits seit den Kindestagen in ihrer ganz eigenen Welt, die Stephen heiter und immerzu neu gestaltet. Stephen ist ein Meister darin, Geschichten zu erfinden und damit einzelne Lebensentwürfe komplett umzuformen. Zusammen mit seinem Bruder Bloom hat er es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Menschen übers Ohr zu hauen und sie nach Strich und Faden zu betrügen. Über die Jahre hinweg haben sich die beiden so einen guten Lebensstandard ergaunert, der ihnen die Türen zu der Welt eröffnet. Allerdings ist es vor allem Bloom, der zunehmend genug von dem Leben als Trickbetrüger hat. Er hat Angst, unter Realitätsverlust zu leiden und irgendwann den Trick nicht mehr vom wahren Leben unterscheiden zu können. Er beschließt auszusteigen und seinem Bruder für immer den Rücken zu kehren. So einfach ist das jedoch nicht. Stephen fordert von Bloom, noch einen allerletzten Trick mit ihm durchführen zu dürfen. Ein Trick, bei dem am Ende jeder das bekommt, was er haben will…

Schauspieler

Brothers Bloom Rachel Weisz, Adrien Brody, Mark Ruffalo, Robbie Coltrane, Maximilian Schell, Rinko Kikuchi, Ricky Jay, Zachary Gordon, Max Records, Andy Nyman, Noah Segan

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Brothers Bloom „Stell dir vor, dass ein paar Wochen jeder Mensch, dem du begegnest, ein Schauspieler ist, der eine Rolle spielt in einem Spiel, in das du nicht eingeweiht bist. Du bist der Einzige, der das Drehbuch nicht kennt“ (Rian Johnson)
Willkommen in der abenteuerlichen Welt von „Brothers Bloom“! Nachdem Regisseur Rian Johnson bereits mit seinem Regiedebüt "Brick" (2005) unglaubliche Erfolge feierte und auf dem Sundance Filmfestival mit einem Spezialpreis der Jury für visionäres Kino ausgezeichnet wurde, war es weiter kaum verwunderlich, dass nun auch sein zweiter Spielfilm eine wahre Explosion an fantastischen Einfällen und eindrucksvollen Bildern geworden ist. Das Trickbetrüger-Abenteuer „Brothers Bloom“ kann sich wahrlich sehen lassen, und das nicht nur rein optisch. Zusammen mit den vier Hauptfiguren darf der Zuschauer für 114 Filmminuten die reale Welt verlassen und eine ebenso magische wie abenteuerliche neue Welt betreten. Genauso wie Stephen innerhalb der Geschichte seine eigene Welt für sich und seinen Bruder erfindet, so hinterlässt auch „Brothers Bloom“ auf den Zuschauer den Eindruck, in einer völlig anderen, ganz fremden Welt zu spielen. In dieser Welt herrschen eigene Gesetze und Regeln, denen sich Regisseur Johnson fantasievoll annimmt und daraus einen Film zaubert, der ebenso humorvoll wie spannend ist und zudem eine große Portion Herz besitzt.

Zeitlich will sich das Spektakel nicht einordnen lassen, dafür bietet „Brothers Bloom“ eine Fülle an verschiedenen Schauplätzen, die der Zuschauer zusammen mit den Charakteren des Films bereisen darf. Von Berlin, über Amerika bis Prag und Mexiko, wird hier in beinahe jede Ecke der Welt ein kurzer Blick geworfen. Die Figuren fügen sich während ihrer abenteuerlichen Reise hervorragend in die verschiedenen Landschaften ein und werden schon bald Teil davon. Ebenso wie die Geschichte immer mehr mit ihren Schauplätzen verschmilzt, so taucht auch der Zuschauer immer tiefer in diese märchenhafte Welt ein. Schon bald fühlt er sich einem spannenden Rätselspiel ausgesetzt, das ihn zum Mitdenken herausfordert. Dreh- und Angelpunkt ist dabei stets die Frage nach ´Spiel oder Realität?´, die stellenweise bis weit über den Abspann hinaus nicht sicher beantwortet werden kann. Trotz dieser Unsicherheit versteht man das Handeln der Figuren und ihre Motivation für die Reise genau. Jederzeit weiß man, was diese Reise für sie bedeutet und wo sie im besten Fall enden sollte. Dementsprechend wird im Publikumsraum auch Partei ergriffen und mitgefiebert.

Mit das Schönste dürfte die Tatsache sein, dass „Brothers Bloom“ nicht irgendeine dahergekommene Unterhaltungskomödie ist, sondern neben all dem Witz auch wirklich etwas zu erzählen hat. Die Geschichte ist nicht nur tiefgründig, sondern gleichermaßen warmherzig - und wurde auch so gestaltet. Die verschiedensten Genres dürfen in „Brothers Bloom“ miteinander verschmelzen und in dem exzentrischen Spiel der Darsteller und der ebenso liebevollen wie einfallsreichen Inszenierung gipfeln. Letztlich zeichnen die Intelligenz des Drehbuchs und der einzigartige Humor, der von der hochkarätigen Schauspielerriege hervorragend umgesetzt wird, diesen Film der besonderen Art aus.

Wissenswertes

Brothers Bloom Seine Weltpremiere feierte "Brothers Bloom" beim Filmfestival von Toronto.



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