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Cemetery Junction - Das Leben und andere Ereignisse
Cemetery Junction
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Regie
Ricky Gervais, Stephen Merchant
Drehbuch
Ricky Gervais, Stephen Merchant
Produzenten
Ricky Gervais, Stephen Merchant
Genre Tragik-Komödie FSK 12 Filmlänge 91 min Land Großbritannien, 2010 DVD-Start 23.09.2010 Verleih Sony Pictures |
Story
Freddie hat genaue Vorstellungen davon, wie sein Leben einmal aussehen soll. Auf jeden Fall will er einen guten Beruf erlernen, um etwas Besseres zu werden als sein Vater. Dann will er heiraten, ein Haus kaufen, Kinder bekommen. Über den Tellerrand schaut er lange Zeit nicht. Erst als die bezaubernde Julie, eine gute Freundin aus Kindes- und frühen Jugendtagen, wieder in der Stadt auftaucht, beginnt er zu begreifen, dass das Leben mehr zu bieten hat, als den ganz normalen Arbeitsalltag in Cemetery Junction. Es ist jedoch nicht leicht, seinem alten Leben den Rücken zu kehren, um irgendwo anders ganz von vorne anzufangen. Das müssen auch Freddies beste Kumpels Snork und Bruce feststellen. Doch bis der Groschen bei den angehenden Erwachsenen endgültig gefallen ist, vertreiben sie sich weiterhin ihre Zeit mit arbeiten und nächtlichen Partyorgien…
Schauspieler
Tom Hughes, Ricky Gervais, Christian Cooke, Felicity Jones, Ralph Fiennes, Emily Watson, Matthew Goode, Jack Doolan, Steve Speirs, Jessica Jones, Madeleine Dunbar, Andrew Brooke, Burn Gorman, Anne Reid, Julia Davis, Albert Welling, Katy Murphy
Filmkritik von Kathrin Lang
In „Cemetery Junction - Das Leben und andere Ereignisse“ breitet sich der Traum von der großen weiten Welt vor der Kulisse einer britischen Kleinstadt in den frühen 1970er Jahren aus. Geträumt wird von drei Jugendlichen, die nach Größerem streben und die Welt im Sturm erobern wollen. Ricky Gervais´ und Stephen Merchants Coming-of-Age-Drama besinnt sich dabei auf die ganz natürlichen Elemente des Erwachsenwerdens und lässt seine Protagonisten Dinge erleben, die nachvollziehbar sind und die „Cemetery Junction - Das Leben und andere Ereignisse“ einen unaffektierten Charme verleihen. Leider geht das Regie-Autoren-Duo nicht sonderlich zart an ihre eigentlich empfindliche Geschichte heran. Anstelle eines subtilen oder feinfühligen Erzählstils, tritt die altbekannte Holzhammermethode, mittels der immer wieder forsch und zudem mehrfach auf diverse Zu- oder Missstände hingewiesen wird. Zudem treten Gervais und Merchant mit „Cemetery Junction - Das Leben und andere Ereignisse“ eine schwere Gratwanderung an, bei der sie mühevoll zwischen Tragik, Komik und Romantik pendeln, ohne dabei je den Punkt zu treffen. Obwohl „Cemetery Junction - Das Leben und andere Ereignisse“ mit einer starken Jungschauspielerriege zu glänzen weiß und auch in den Reihen der Nebendarsteller einige tolle Performances auszumachen sind, verkommt die Coming-of-Age-Geschichte damit zu einer schwammigen Tragik-Komödie mit romantischem Einschlag, die weder fassbar tragisch, noch wirklich lustig, noch sonderlich romantisch ist – zu einer Geschichte, der die besondere Note leider fehlt.
