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Edge of Love - Was von der Liebe bleibt
Edge of Love
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Regie
John Maybury
Drehbuch
Sharman MacDonald
Produzenten
Rebekah Gilbertson, Sarah Radclyffe
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 110 min Land Großbritannien Kinostart 23.07.2009 DVD-Start 26.02.2010 Verleih Neue Visionen |
Story
Mitten im London des Zweiten Weltkriegs treffen zwei alte Freunde wieder aufeinander. Sie, Vera, verdient sich in der harten Zeit mir ihrer bezaubernden Stimme ihre Brötchen, während er, Dylan, sich als Schriftsteller über Wasser hält. Schnell müssen die beiden feststellen, dass die erste große Liebe niemals vergeht. Vor allem bei Dylan hat sich in den vergangenen Jahren jedoch einiges getan. Er ist mit der lebensfrohen Caitlin verheiratet und hat mit ihr zusammen sogar einen Sohn. Seine immer noch andauernde Liebe zu Vera verbirgt er jedoch nicht. In Zeiten der Not zieht das Ehepaar in die Wohnung von Vera ein, wo sie fortan zusammen den Kriegsalltag verbringen. Schnell entwickeln die beiden Konkurrentinnen eine innige Freundschaft zueinander, die jedoch mehrmals hart auf die Probe gestellt wird.
Schauspieler
Keira Knightley, Sienna Miller, Cillian Murphy, Matthew Rhys, Camilla Rutherford, Alastair Mackenzie, Lisa Stansfield, Karl Johnson, Simon Armstrong, Ben Batt, Geoffrey Beevers, Rachel Bell, Paul Brooke, Huw Ceredig, Richard Clifford, Richard Dillane, Joel Dommett
Filmkritik von Kathrin Lang
„Edge of Love – Was von der Liebe bleibt“ erzählt vom Leben des walisischen Schriftstellers Dylan Thomas, der zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gelebt, geliebt und gedichtet hat. In den Mittelpunkt wird jedoch die Geschichte über die Rivalität zweier Frauen um einen Mann gestellt. Regisseur John Maybury bricht bewusst mit den gängigen Konventionen eines klassischen Biopics und unterfüttert seine Darstellung des Künstlerlebens mit Nebenerzählungen, die eine zunehmend zentralere Position im Film einnehmen. Zuweilen rückt die Person Dylan Thomas sogar gänzlich in den Hintergrund und wird von der Geschichte rund um die Freundschaft zwischen den beiden Frauen überschattet. Nicht nur, dass diesem Erzählstrang merklich mehr Platz im Drehbuch eingeräumt wird, auch die schauspielerische Darbietung von Keira Knightley und Sienna Miller übertrifft die von Matthew Rhys bei Weitem. Während Sienna Miller ihre Caitlin perfekt wiedergibt und damit zu bisheriger Höchstform aufläuft, betört Keira Knitghtley mit ihrer unglaublichen Schönheit. Schnell erzielen die zahlreichen Close-Ups auf ihr makelloses Gesicht auch ihre Wirkung. Die von Keira Knightley ausgehende Sinnlichkeit wird vor allem im ersten Teil schnell zum Leitmotiv des ganzen Films. Streckenweise erscheint es schon beinahe so, als passe sich der Film seiner Hauptdarstellerin an – und nicht umgekehrt.
Gewöhnungsbedürftig wirken hingegen die inszenatorischen Mittel, die Maybury wählt, um diese ebenso berührende wie amüsante Geschichte zu erzählen. Gekennzeichnet von maßlosen Übertreibungen, die sich im Fortlauf der Geschichte, ebenso wie in den Dialogen und im Szenendesign widerspiegeln, wirkt der Film schnell Klischeebeladen und stellenweise gar kitschig. Zwar kann dies gewiss der Intention des Regisseurs zugeschrieben werden, doch sehnt man sich häufig eine etwas herkömmlichere Erzähltechnik herbei. Überwiegend die erste Hälfte von „Edge of Love – Was von der Liebe bleibt“ strotzt geradezu von Klischees, die schlussendlich einen doch etwas verzweifelten Zuschauer in seinem Kinosessel zurücklassen. Auch der zweite Teil des Films kann nicht als gänzlich gelungen bezeichnet werden. Zunehmend schleichen sich Längen in die Handlung ein, die das Filmvergnügen weiter bremsen.
„Edge of Love – Was von der Liebe bleibt“ lebt zweifellos von der Geschichte rund um die weiblichen Akteurinnen, die beide auf der Leinwand brillieren und einen wahrlich nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Die im Film erzählte Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und orientiert sich an authentischen Figuren. „Edge of Love – Was von der Liebe bleibt“ berichtet vom Leben des walisischen Schriftstellers Dylan Thomas. 
