Sacrifice - Tag der Abrechnung

Sacrifice

Filmplakat Sacrifice - Tag der Abrechnung
Regie Damian Lee  Drehbuch Damian Lee  Produzenten Michael Baker, Lowell Conn, Robert Menzies 
Genre Action-Thriller  FSK 18  Filmlänge 91 min
Land Kanada, 2011  DVD-Start 05.08.2011  Verleih Universum Film

Story

John Hebron, Undercover Cop bei der kanadischen Polizei, hat sein Leben dem Kampf gegen den Drogenhandel verschrieben. Insbesondere seit seine geliebte Frau und seine kleine Tochter bei einem Einbruch brutal ermordet wurden. John ist zu einem Mann geworden, der erst schießt und dann Fragen stellt. Einzig Pater Porter, Ex-Marine und Beichtvater seiner Frau, vertraut er sich etwas an. Durch Zufall wird Hebron zusammen mit seinem Kollegen auf die Machenschaften eines Heroinsyndikats aufmerksam, das den guten Stoff in großem Stil nach Amerika verschiebt. Mike, ein Insider, will aussteigen und versucht seine Bosse zu erpressen, um für sich und seine kleine Schwester Angel genügend Startkapital für ein neues Leben zu haben. Eine fatale Idee, wie sich herausstellt. Kurz vor seinem Tod vertraut Mike John Angel an. Doch die Dealer haben bereits andere Pläne mit dem Mädchen. Eine gnadenlose Jagd beginnt…

Schauspieler

Sacrifice - Tag der Abrechnung Cuba Gooding Jr., Lara Daans, Devon Bostick, Christian Slater, Arcadia Kendal, Kim Coates, Zion Lee, Jake Simons, Layton Morrison, Athena Karkanis, Matthew Stefiuk

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 1 von 5 Ms Sacrifice - Tag der Abrechnung Wenn man am unteren Ende der Karriereleiter angekommen ist, dann nimmt man wohl auch Angebote wie das für einen Film wie „Sacrifice - Tag der Abrechnung“ an. Anders ist nicht zu erklären wie OSCAR-Preistäger Cuba Gooding Jr. in diese Gefilde gelangte. Er trifft hier auf einen anderen Star vergangener Tage: Christian Slater kennt diese Gegend allerdings schon ein wenig länger. Nicht einmal diese beiden, die man noch unter „namhaft“ verbuchen könnte, schaffen es diesen Streifen auch nur ansatzweise zu beleben. Nahtlos fügen sie sich mit ihrem Spiel ein in enttäuschende bis schlechte Darstellerleistungen. Zugegeben, das Drehbuch macht es den Mimen auch nicht leicht zu glänzen. Damian Lee hat sich für seinen Film nicht nur stereotype, klischeebeladene und oberflächliche Figuren vom allerfeinsten entworfen, er lässt sie auch einen schlechten Satz nach dem anderen sagen. Es scheint, als hätte Lee sich nicht die Mühe gemacht selbst kreativ zu werden, stattdessen hat er einfach aus anderen Geschichten abgeschrieben. So reiht sich auch hier Standartsatz an Standartsatz. Gewürzt hat der Regisseur seine Inszenierung mit reichlich Gewalt und Sex. Alles wird natürlich als „cool“ dargestellt. „Kritische Töne“ zum Thema Drogenhandel und korrupte und unterbezahlte Cops - angeblich ja der Aufhänger zu diesem Film - bekommen ihren Platz lediglich als eingeblendeter Text vor und nach der Handlung. Dazwischen spult Damian Lee eine vorhersehbare und uninspirierte Story ab, die zudem auch noch handwerklich schlecht gemacht ist. Filmfehler (in der einen Szene hat der Gangster noch eine blutende Wunde an der Wange in der nächsten ist das Gesicht unversehrt) gesellen sich zu Logiklöchern und die Kamera ist zum Davonlaufen. David Pelletier hat augenscheinlich eine Vorliebe für Nahaufnahmen und so ist „Sacrifice - Tag der Abrechnung“ eine Ansammlung von schlecht gewählten Bildausschnitten, die auch in ihrer visuellen Gestaltung oft so wirken, als hätte hier jemand seinen Job nicht gemacht. Woher das Geld für diese Produktion wohl kam ist allerdings schnell geklärt: Die Automarken sind immer gut und voll im Bild.
„Sacrifice - Tag der Abrechnung“ – Hier wird nur einer zum Opfer: der Zuschauer. Und das von einem schlecht gemachten Film.



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