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Im Weltraum gibt es keine Gefühle
I rymden finns inga känslor
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Regie
Andreas Öhman
Drehbuch
Jonathan Sjöberg, Andreas Öhman
Produzenten
Jonathan Sjöberg, Bonnie Skoog
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 85 min Land Schweden Kinostart 24.11.2011 DVD-Start 27.04.2012 Verleih Arsenal Film |
Story
„Ich bin Simon. Ich habe Asperger. Ich mag den Weltraum, Kreise und meinen Bruder Sam, der sich immer um mich gekümmert hat. Gefühle, andere Menschen, Veränderungen und romantische Komödien mit Hugh Grant kann ich nicht ausstehen.“
Das Leben des 18jährigen Simon gerät gehörig durcheinander, als sein Bruder Sam von seiner Freundin verlassen wird. Simon leidet am Asperger-Syndrom und ist ein Gewöhnungstier. Sein Tagesablauf ist klar geregelt und strukturiert. Änderungen werfen Simon derart aus der Bahn, dass er nur schwer ein normales Leben führen kann. Als Sams Freundin also auch aus Simons Leben verschwindet, steht für ihn gleich fest, dass die Freundin ersetzt werden muss. Sogleich beginnt er damit für Sam eine neue Freundin zu suchen. Blöderweise hat Simon keine Ahnung von der Liebe und versteht auch nichts von Gefühlen, aber er hat einen wissenschaftlich todsicheren Plan…
Schauspieler
Bill Skarsgård, Martin Wallström, Cecilia Forss, Sofie Hamilton, Susanne Thorson, Kristoffer Berglund, Jimmi Edlund
Filmkritik von Kathrin Lang
Der schwedische Film „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ feierte 2011 große Erfolge. Nicht nur, dass er in Schweden in das Rennen um die Nominierungen für den OSCAR als bester ausländischen Film geschickt wurde, auch auf einigen Filmfestspielen sorgte der Film des gerade mal 26jährigen Regisseurs und Drehbuchautors Andreas Öhman für Aufmerksamkeit. Schnell stellte sich auch heraus weshalb das so ist. „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ findet innerhalb seiner Geschichte den perfekten Mittelweg. Eine Geschichte über einen 18jährigen Teenager, der am Asperger-Syndrom leidet, klingt zunächst nicht gerade nach sonderlich erquicklichem Kino. Was Öhman aus der Geschichte macht, ist große Strecken über jedoch genau das. Ebenso komisch wie traurig, ebenso ausgelassen fröhlich wie melancholisch formt Andreas Öhman seine Geschichte zu der perfekten Tragik-Komödie. Obwohl das Leiden von Protagonist Simon durchaus mitleidserregend ist, wird dies von Öhman nie in vollem Maße ausgeschlachtet. „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ ist stark darauf bedacht im Traurigen immer wieder das Schöne zu suchen und auch zu finden. So wird aus dem offensichtlichen Drama des Lebens allmählich eine Geschichte, der unheimlich viel Positives innewohnt und die es vermag, dem Zuschauer ein gutes Gefühl mit auf den Weg zu geben.
Die starke Wirkung der ohnehin cleveren Grundidee und die vielen tollen Storymomente wird durch eine außergewöhnliche Inszenierung weiter verstärkt. Mutig setzt Andreas Öhman seine Geschichte in Bilder um und gestaltet dabei so einige spannende Szenen, die durch eine starke Bildsprache zu wahrer Ausdruckskraft finden. So wird „Im Weltraum gibt es keine Gefühle“ zu einer mutigen, facettenreichen und rundum gelungenen Tragik-Komödie, die man nach dem Abspann gleich all seinen Freunden und Bekannten weiterempfehlen möchte. Daumen hoch für den schwedischen Film!
"Im Weltraum gibt es keine Gefühle" wurde auf dem Filmfest in München gezeigt.