Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere

Adam

Filmplakat Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere
Regie Max Mayer  Drehbuch Max Mayer  Produzent Leslie Urdang 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 99 min
Land USA  Kinostart 10.12.2009  Verleih 20th Century Fox Germany

Story

Nach dem Tod seines Vaters ist der 29jährige Adam auf sich allein gestellt. Für jeden anderen Mann in diesem Alter nicht wirklich ein Problem, doch Adam leidet am Asperger Syndrom, einer leichten Ausprägung des Autismus. Soziale Kontakte sind für ihn schwierig und schon das einfachste menschliche Miteinander birgt für Adam tückische Konflikte. Als in die Wohnung über ihm die junge und attraktive Beth einzieht, kommt Farbe in Adams Leben. Beth findet den scheuen Nachbarn zwar merkwürdig, ist durch seine unbeholfene Art sich ihr zu nähern aber auch auf Adam neugierig. Die beiden verlieben sich und Beth wagt eine Beziehung mit Adam, wohl wissend, dass er immer Probleme damit haben wird Emotionen zu äußern und bei anderen zu deuten. Doch kann eine Liebe funktionieren, in der blindes Verstehen von vorneherein gar nicht möglich ist?

Schauspieler

Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere Hugh Dancy, Rose Byrne, Peter Gallagher, Amy Irving, Frankie Faison, Mark Linn-Baker

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 5 von 5 Ms Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere „Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere“ – ein sperriger Filmtitel für eine kleine Liebesgeschichte, die die Herzen berührt. Hugh Dancy („Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin”) und Rose Byrne („Troja“) arbeiten dabei mit ihrem stimmigen Zusammenspiel einfühlsamen die Problematik des Asperger Syndroms für die Betroffenen aber auch den ihnen nahestehenden Personen heraus. Mit einem von dieser Störung betroffenen Menschen lebt es sich eben nicht zusammen, wie mit einem normalen Partner, müssen andere Dinge gesagt und getan werde, damit man sich versteht. Die Auseinandersetzungen zwischen Adam und Beth machen bewusst wie sehr unsere Sprache von Ironie, Doppeldeutigkeit und Humor geprägt ist und wie schwer es doch sein muss, wenn man die Nuancen nicht unterscheiden kann. Die Glaubwürdigkeit bezieht die Geschichte zu großen Teilen aus dem authentischen Spiel von Hugh Dancy. Jenseits aller Frauenschwarmqualitäten überzeugt er mit einer Darstellung, die unter die Haut geht.

„Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere“ ist trotz des ernsten Hintergrundes weit davon entfernt ein anstrengender „Problemfilm“ zu sein. Regisseur und Drehbuchautor Max Mayer erzählt die heiteren, romantischen und auch schmerzlichen Momente seiner Liebesgeschichte mit sicherer, aber nicht schwerfälliger Hand. Er bleibt dabei auf dem Boden der Lebenswirklichkeit und macht den Film damit umso sehenswerter.

Wissenswertes

Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde, einer etwas merkwürdiger als der andere Max Mayer war für seinen Film beim Sundance Film Festival für den Großen Preis der Jury nominiert und erhielt den Alfred P. Sloan Feature Film Prize.



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