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LowLights - Eine Nacht, ein Ritual
LowLights
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Regie
Ignas Miškinis
Drehbuch
Ignas Miškinis
Produzenten
Ieva Norviliene, Dagmar Niehage
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 92 min Land Litauen Kinostart 29.04.2010 DVD-Start 21.10.2010 Verleih 3L Filmverleih |
Story
Fünf Jahre haben sich die Schulfreunde Linas und Tadas nicht gesehen. Nun sitzt Tadas mit Linas in seinem Auto und lässt sich in das Ritual des Night Driving einführen. Nur zwei Liter tanken und sich dann durch die Stadt treiben lassen. Eigentlich nicht Tadas Sache, doch er beginnt nach und nach gefallen daran zu finden. Als die beiden eine schöne unbekannte Frau aufgabeln, ist Linas gleich Feuer und Flamme für sie. Tadas nicht. Die reizvolle Unbekannte ist seine Frau Laura. Doch aus irgendeinem Grund sagen weder er noch sie Linas die Wahrheit. Ein gefährliches Spiel beginnt…
Schauspieler
Dainius Gavenonis, Julia Maria Köhler, Jonas Antanelis, Juri Padel, Jörg Reimers, Kiril Glušajev
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nachts sind nicht nur alle Katzen grau, sondern sie bewegen sich auch ein Stück weit in einer anderen Welt. Nachts können wir wie sie ein anderes Leben führen, jemand anderes sein. „LowLights - eine Nacht, ein Ritual“ spielt mit dieser Idee und baut um sie herum eine Dreiecksbeziehung für eine Nacht, die zugleich auch ein Road Movie ist. Ignas Miškinis Film versucht eine atmosphärische Reise durch die Dunkelheit zu sein. Seine Idee in eine parallele Welt einzutauchen und dies mit einem Beziehungsdrama zu verbinden hat Potential, hätte jedoch optisch wie darstellerisch eine perfekte Umsetzung benötigt, um wirklich zu faszinieren. Dies gelingt „LowLights - eine Nacht, ein Ritual“ aber leider nur phasenweise.
Einmal abgesehen von der nicht so lupenreinen Synchronisation fehlt es der Geschichte letztlich an der zwingenden Dramatik und an charismatischen Darstellern. Nach einem hölzernen Beginn taucht Miškinis mit seinen sich immer besser in die Rolle findenden Darstellern ab in eine Schattenwelt, in der es möglich ist, sich von Moment zu Moment treiben zu lassen – ohne Erwartungen, ohne Pläne. Tankstellen werden zu hell erleuchteten Inseln, verlassene Plätze und leere Straßen verbinden sich mit einer stimmungsvollen Musik zu einem gänzlich anderen Eindruck von Freiheit. Ignas Miškinis Roardtrip fehlt es jedoch eindeutig an skurrilen Begegnungen, guten Dialogen und in der zweiten Hälfte auch an frischen Ideen, um die aufgebaute Spannung konsequent auf einen packenden Handlungshöhepunkt zuzutreiben. Insbesondere der erotisch angelegte Unterton der Geschichte funktioniert mangels Anziehung zwischen den Schauspielern nur leidlich und die Kuss-Szenen erinnern eher an erste Knutschversuche auf dem Schulhof. Gerade Julia Maria Köhler will nicht wirklich in ihre Rolle der mysteriösen Verführerin passen. Letztlich ist „LowLights - eine Nacht, ein Ritual“ nur eine gute Idee, die mangels adäquater Umsetzung jedoch nur in Ansätzen zum Zuschauer transportiert wird.
"LowLights - Eine Nacht, ein Ritual" entstand nahezu ausschließlich nachts in Vilnius, Litauen, und Köln.
