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Awake
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Regie
Joby Harold
Drehbuch
Joby Harold
Produzenten
Jason Kliot, John Penotti, Fisher Stevens
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 84 min Land USA Kinostart 30.11.2007 DVD-Start 12.12.2008 Blu-ray-Start 10.12.2008 Verleih Kinowelt |
Story
Allein in den USA versagt jährlich bei 40.000 Patienten die Narkose. Sie erleben die eigene Operation bei mehr oder weniger vollem Bewusstsein. Hier fängt die Geschichte von Clay Beresford an. Der ist ein millionenschwerer Konzernerbe, der aber nur scheinbar auf der Sonnenseite lebt. Denn obwohl der 22jährige vom Glück verwöhnt scheint, in Geld förmlich schwimmen kann und eine bildschöne Freundin hat, fehlt ihm doch das Wichtigste im Leben: die Gesundheit. Clay hat ein krankes Herz und Dr. Jack Harper, der Arzt, der ihm bereits einmal das Leben gerettet hat und mittlerweile sein bester Freund geworden ist, macht ihm unmissverständlich klar, dass er nur mit einer Herztransplantation weiterleben kann. Während Clay nun voller Bange auf ein Spenderherz wartet, entschließt er sich endlich, gegen den Willen seiner Mutter deren Sekretärin Sam zu heiraten. Unmittelbar nach der Hochzeit erfährt Clay, dass endlich ein Spenderherz für ihn gefunden wurde, und obwohl seine Mutter der Meinung ist, Dr. Harper wäre ein Pfuscher, lässt er sich von ihm und nicht von dem Arzt operieren, der mit seiner Mutter befreundet ist. Doch auf dem OP-Tisch erlebt Clay dann einen wahren Albtraum: Während das Ärzteteam der Meinung ist, die Narkose würde wirken, liegt der junge Mann in Wahrheit wie paralysiert da und erlebt jede Sekunde der schwierigen Operation hellwach mit. Zu seiner Bestürzung muss Clay erfahren, dass er das Opfer einer mörderischen Verschwörung geworden ist, aus der er sich alleine wohl kaum mehr befreien kann.
Schauspieler
Hayden Christensen, Jessica Alba, Terrence Howard, Lena Olin, Christopher McDonald, Sam Robards, Arliss Howard, Fisher Stevens, Georgina Chapman, David Harbour, Steven Hinkle, Denis O´Hare, Charlie Hewson, Court Young, Joseph Costa
Filmkritik von Stefanie Rufle
Allein schon der Gedanke verursacht beinahe körperliche Schmerzen: Man liegt auf dem OP-Tisch, wartet darauf, dass die Narkose einsetzt und erkennt allmählich, dass der ersehnte blaue Traum sich nicht einstellen will. Im Gegenteil: Man ist hellwach, spürt ganz deutlich die vorbereitenden Schritte der OP und schließlich den ersten schmerzhaften Schnitt mit dem Skalpell. Man schreit, brüllt – und keiner hört einen, denn man ist wie paralysiert und wirkt äußerlich völlig entspannt. So grausam und unerträglich diese Szene auch sein mag, bildet sie doch den ersten Stein in einem Mosaik aus lauter Ungereimtheiten und Logikfehlern, aus denen „Awake“ leider besteht. Eine Operation am offenen Herzen, der Patient spürt jeden Schnitt, muss höllische Schmerzen haben – und ist dennoch klar genug, das Komplott, das gegen ihn läuft, zu durchschauen? Mehr als unwahrscheinlich! Als er dann auch noch seinen auf dem OP-Tisch gefesselten Körper verlässt, durch die Krankenhausgänge wandelt und dabei auf immer neue Intrigen stößt, kann man als Zuschauer nur noch verärgert den Kopf schütteln. Hier hat es Regisseur Joby Harold ganz offensichtlich geschafft, aus einer viel versprechenden Idee mit jeder Menge Potential eine hanebüchene Geschichte zu machen. Die wirklich spannende Ausgangssituation wird hier mit vollen Händen verschenkt. Beinahe die Hälfte der Spielzeit muss verstreichen, bis dem Zuschauer endlich klar wird, dass er hier doch nicht etwa versehentlich in einem Drama, sondern durchaus in einem Thriller gelandet ist. Die Einleitung dauert entschieden zu lange und lässt eine gute Idee langsam einschlafen. Auch wenn „Awake“ sich dann doch noch zu einem durchaus spannenden Thriller mausert, hätte aus dieser Geschichte doch so viel mehr werden können! Auch wenn Hayden Christensen in der Rolle des betrogenen Patienten durchaus überzeugt und auch Lena Olin ihre Sache als besorgte Mutter gut macht, ist und bleibt Jessica Alba eben nicht mehr, als eine hübsche Beigabe fürs Auge. Auch Terrence Howard weiß als undurchsichtiger Arzt nicht so recht zu überzeugen. Das Ende von „Awake“ kann man dann beinahe schon als Ausflug in die Esoterik bezeichnen, der nicht so recht zu einem Thriller passen will. Alles in allem bleibt „Awake“ ganz deutlich hinter den Erwartungen zurück – spannend zwar, aber dennoch wenig überzeugend.

