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Der Dialog
The Conversation
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Regie
Francis Ford Coppola
Drehbuch
Francis Ford Coppola
Produzent
Francis Ford Coppola
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 113 min Land USA Kinostart 12.09.1974 Verleih Paramount |
Story
Harry Caul gilt als Koryphäe unter den Abhörspezialisten. Ausgerüstet mit modernster Technik ist er stets auf der Suche nach der perfekten Aufnahme, um seinen Kunden die erhofften Ergebnisse zu liefern. Sein aktueller Auftrag scheint ein Routinejob zu sein. Ein junges Liebespaar zu bespitzeln, stellt scheinbar keine große Herausforderung für den Mann dar, der in der Branche einen Ruf zu verlieren hat. Doch Caul, privat ein Biedermann mit Schwierigkeiten, menschliche Bindungen einzugehen, wird hellhörig, als die beiden in seinem Fokus befindlichen Menschen von einem Tötungsdelikt sprechen. Widerwillig übergibt Caul, der das Pärchen in ernster Gefahr wähnt, seine Aufzeichnungen jener mysteriösen Firma, in deren Auftrag er handelte. Als ihn sein Gewissen packt und er weiter versucht, seine Aufzeichnungen hinsichtlich des vermeintlichen Verbrechens zu entschlüsseln, erlebt er eine böse Überraschung. Plötzlich erscheint nicht nur der aktuelle Auftrag, sondern sein ganzes Leben in einem völlig anderen Licht...
Schauspieler
Gene Hackman, John Cazale, Allen Garfield, Frederic Forrest, Cindy Williams, Michael Higgins, Elizabeth MacRae, Terri Garr, Harrison Ford, Robert Duvall
Filmkritik von Achim Lay
Francis Ford Coppola drehte 1973 zwischen den ersten beiden Teilen seiner Mafiatrilogie "Der Pate" diesen Thriller um einen Abhörspezialisten, den die eigens geschaffenen Umständen zugrunde richten. Der Film, zu Unrecht weitestgehend in Vergessenheit geraten, gehört in seiner Intensität und verstörenden Wirkung zu den Klassikern der 70er Jahre. Coppolas Stil, die Handlung auf das Wesentlichste zu
beschränken, zahlt sich aus. So als habe er die Grundidee verfilmt und kein fertiges, mit Nebensächlichkeiten überladenes Skript. Bemerkenswert ist die Intensität der Darstellung von Gene Hackman, der den Harry Caul nicht spielt. Er ist Harry Caul! Die zwischenmenschlichen Schwächen, die Einsamkeit eines Mannes, der sein Leben mit Haut und Haaren der Perfektionierung seines Jobs verschrieben hat, die spürbare Verunsicherung aufgrund der Entdeckung des vermeintlich in Gefahr befindlichen Paares. Jede Gefühlsregung, jede Empfindung dieses Mannes ist auch für den Zuschauer spürbar, weil Hackman sich selbst zurücknimmt und gar nicht erst versucht, durch "Dramatisierung" seiner Rolle Empfindungen künstlich zu erzeugen. Man könnte sagen, Hackmans Leistung ist grandios, weil er mit dem Gegenteil des "Method Acting" die doppelte Wirkung erzielt! Auf diese Weise erzielen Coppola und Hackman einen Realismus, der in seiner Vehemenz beängstigend wirkt. Ganz nebenbei entpuppt sich der vermeintliche Spezialist als völlig naiver, von den eigenen Unzulänglichkeiten bezwungener Mann, dem letztlich nur die Erkenntnis bleibt, sein Leben auf falschen Voraussetzungen aufgebaut zu haben.
"Der Dialog" nimmt sich Zeit für seine Geschichte, deren ganze Tragweite erst in den letzten Minuten, wenn nicht erst in den Tagen nach Ansicht des Streifens deutlich wird. Die Erkenntnis, sich gemeinsam mit dem Protagonisten auf der falschen Fährte befunden zu haben, ist eine der intensivsten filmischen Erfahrungen, die man in den 70er Jahren machen konnte.
Bei aller Brillanz von Coppolas Meisterwerken "Der Pate" und "Apocalypse Now", ist ihm mit diesem vergleichsweise kleinen Film, der ganz nebenbei noch Kritik an der ethischen Frage der totalen Überwachung in den Zeiten zunehmender Technologisierung übt, vielleicht der größte künstlerische Wurf gelungen!
Bewertungen
| Achim Lay | ![]() |
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Gene Hackman), Bestes Drehbuch
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Bester Ton, Bestes Drehbuch (Original)
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