Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Die Legende von Aang
The Last Airbender
|
Regie
M. Night Shyamalan
Drehbuch
M. Night Shyamalan, Michael DiMartino
Produzenten
M. Night Shyamalan, Frank Marshall, Sam Mercer
Genre Fantasy FSK 6 Filmlänge 94 min Land USA Kinostart 19.08.2010 DVD-Start 21.01.2011 Verleih Paramount Pictures |
Story
Einst lebten die Nomadenstämme der vier Elemente friedlich nebeneinander. Wasserstämme, die Feuernation, das Erdkönigreich und die Luftnomaden, sie alle hatten ihre Bändiger, die es verstanden, das jeweilige Element zum Wohl des Stammes mit ihrer Willenskraft zu bannen und zu nutzen. Hüter des Friedens war der Avatar, eine wiedergeborene Seele, der alle vier Elemente beherrschte. Doch dann verschwand vor hundert Jahren der letzte Avatar plötzlich spurlos. Die Feuernation nutzte die Lücke und zettelte einen Krieg an, in dessen Verlauf sie die anderen Stämme unterjochte und begann, die Bändiger der anderen Stämme zu vernichten. Seither ist ihre größte Angst, dass der Avatar zurückkehrt.
Als Katara und Sokka, zwei Kinder des südlichen Wasserstammes, bei der Jagd den jungen Aang in einer geheimnisvollen Eiskugel finden, ahnen sie bereits, dass dies viel verändern wird. Tatsächlich ist Aang der letzte Luftbändiger und der verschollene Avatar. Eine Rolle, die er einst nicht annehmen wollte. Kurz nach seinem Auftauchen ist bereits der Sohn des Herrschers der Feuernation, Prinz Zuko zur Stelle und nimmt Aang mit. Katara und Sokka machen sich auf, um Aang zu befreien. Eine gefährliche Reise beginnt, deren Ausgang völliges Chaos oder den endgültigen Frieden für die Welt bringen kann.
Schauspieler
Nicola Peltz, Noah Ringer, Jackson Rathbone, Dev Patel, Shaun Toub, Aasif Mandvi, Cliff Curtis, Seychelle Gabriel
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nach zwei Jahren Leinwandpause wagt sich Filmemacher M. Night Shyamalan mit dem Jugend-Fantasy-Film „Die Legende von Aang“ zurück in die Kinosäle. Der Regisseur, der mit dem Stilmittel des „überraschenden Drehs in letzter Sekunde“ zu Beginn seiner Karriere Zuschauer wie Kritiker gleichermaßen begeisterte, musste zuletzt für seinen Angriff der Zimmerpflanzen in „The Happening“ ordentlich Häme und schlechte Kritiken einstecken. Mark Wahlbergs Gespräch mit einem Gummibaum war sicherlich der bisherige Tiefpunkt in der Karriere Shyamalans, der mit „The Sixth Sense“ so kometenhaft durchgestartet war. Für letzteren wurde M. Night Shyamalan frenetisch gefeiert. Er stand damit 1999 für eine ganz neue Art der filmischen Erzählweise und Hauptdarsteller Haley Joel Osment erhielt unter Shyamalans Regie eine OSCAR-Nominierung, wurde zum gefragten Jungmimen. Der Filmemacher selbst konnte sich ebenfalls über zwei OSCAR-Nominierungen für die beste Regie und das beste Drehbuch freuen. 2000 folgte mit „Unbreakable - Unzerbrechlich
Unbreakable“ nach dem großen Aufstieg der erste Durchhänger. Der Streifen über einen Superhelden im grünen Regenmantel schied die Geister und fiel bei vielen Kritikern durch. Der Film markierte einen Abwärtstrend, den der einstige Goldjunge von Hollywood auch mit den nachfolgenden Projekten „Signs – Zeichen“ und „The Village - Das Dorf“ nicht stoppen konnte. Trotz namhafter Besetzung scheiterten die Filme an ihrer kruden Story und dem gewollten A-HA-Erlebnis am Ende. Shyamalan schaffte es nicht, sein Lieblingsstilmittel so zu variieren, dass es immer wieder als spannend und neu empfunden wurde. „Das Mädchen aus dem Wasser“ markierte 2006 dann den Beginn des freien Falls des M. Night Shyamalan. Der Film war besser als sein Ruf, aber das interessierte zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr. Sein Publikum traute dem Filmemacher längst keine innovativen Filme mehr zu und belächelte ihn mehr. „Das Mädchen aus dem Wasser“ brachte dem Regisseur eine goldene Himbeere, den Anti-OSCAR, für die schlechteste Regie und eine Nominierung in der Kategorie schlechtestes Drehbuch. Mark Wahlberg und Zooey Deschanel gingen 2008 dennoch das Risiko ein und drehten mit Shyamalan „The Happening“. Der bisherige Tiefpunkt war erreicht. M. Night Shyamalan konnte weder inszenatorisch, noch mit seinen Dialogen überzeugen und erhielt zwei weitere Nominierungen bei der Goldene Himbeere in den Kategorien Regie und Drehbuch.
Ist „Die Legende von Aang“ nun die Trendwende? Die Antwort lautet: nur zum Teil. Optisch ist die Geschichte, die auf der Animations-TV-Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“ basiert und die von asiatischer Kampfkunst und Mythologie geprägt ist, wirklich sehr gelungen. Die 3D-Effekte passen sich gut in das Gesamtkonzept ein und wirken nicht überzogen, sondern durchweg stimmig. Auch die Ausstattung glänzt durch liebevolle, detaillierte und aufwändige Sets, die die inhaltliche Symbolik schön aufgreifen. Doch Sets und Effekte wollen mit Leben gefüllt werden und genau hier ist (erneut) der Pferdefuss bei M. Night Shyamalans Film. All die gelungene Optik kann über die Dialogschwächen des Films leider nicht hinwegtäuschen. Die Sätze sind sehr einfach gehalten und lassen jene erzählerische Kraft vermissen, die notwendig ist, um einer Erzählung Tiefe zu geben. So gut die Storyidee mit dem Kampf der Elemente, der letztlich auch ein Kampf Natur gegen Maschinen ist, auch angelegt ist, sie verliert in den Dialogen der Figuren an Faszination.
Wo Dialoge enttäuschen, können ausdruckstarke Darsteller noch viel retten. „Die Legende von Aang“ setzt hier auf eine Mischung aus neuen Gesichtern, angesagten Jungdarstellern und alten Hasen. Aus der Runde der jungen Garde macht Dev Patel („Slumdog Millionär“) als düsterer Prince Zuko seine Sache am Besten. Jackson Rathbone („Twilight“) hat seine Vampirzähne gegen einen Bumerang getauscht, kommt über eine solide Darstellung jedoch nicht hinaus. Zu blass sind leider gerade die beiden Hauptdarsteller Noah Ringer als Aang und Nicola Peltz als Wasserbändigerin Katara. Shaun Toub, den wir aus dem ersten „Iron Man“ kennen, komplettiert als Onkel Iroh den Kreis der Figuren mit der meisten Screentime.
Mit seiner überzeugenden Optik und seiner spannenden Grundidee wird „Die Legende von Aang“ insbesondere in der anvisierten Zielgruppe seine Fans finden. Sollte ein zweiter Teil gedreht werden, ist bei den Dialogen und der Ausdruckstärke der Darsteller in jedem Fall aber noch Luft nach oben.
Wissenswertes
"Die Legende von Aang" basiert auf der Animations-TV-Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“ und ist der erste Teil einer geplanten Trilogie.
| Besucherbewertung |
|---|
Kommentare
Klint Ostwald schreibt am 12.09.10, 01:06
Na ja.......
Der Film ist ganz okay. Die Schauspieler sind blass und hölzern. Außerdem liefert Dev Patel hier die wohl lächerlichste Darstellung seit langem.
Story & Kamera sind passabel. Herrausragend sind hier zweifellos die Special-Effekts, die den Film aber natürlich nicht retten können.
Fazit:
Ja...irgendwie ist der Film einem ziemlich egal
Eva schreibt am 03.09.10, 15:54
Also der Film ist so ja ganz nett. Leider hält er sich nicht so ganz an die Animations-TV-Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“ die im Fernseh lief. Es wurd so einiges verändert oder einfach weg gelassen. Bin mal gespannt, wie die anderen Teile werden. Hoffe doch besser.

