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Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 3
Breaking Bad - Season 3
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Regie
Bryan Cranston, Adam Bernstein, Michelle Maxwell MacLaren, Scott Winant, Johan Renck, John Shiban, Colin Bucksey, Michael Slovis, Rian Johnson, Vince Gilligan
Drehbuch
Vince Gilligan, Peter Gould, George Mastras, Sam Catlin, Moira Walley, John Shiban, Thomas Schnauz, Gennifer Hutchison
Produzenten
Melissa Bernstein, Peter Gould, George Mastras, Thomas Schnauz
Genre TV-Serie (Drama) FSK 16 Filmlänge 589 min Land USA, 2010 DVD-Start 19.05.2011 Verleih Sony Pictures |
Story
Nach dem tragischen Flugzeugabsturz über dem Himmel von Albuquerque liegt die Stadt noch immer in Trauer. Walter, der erfährt, dass er eine gewisse Mitschuld an diesem Drama hat, muss nun mit dieser Schuld zurechtkommen. Unterdessen will sich Skyler von ihm scheiden lassen, woraufhin Walter sich vorerst aus dem Drogenmilieu zurückzieht, um seine Familie nicht zu verlieren. So gesteht Walter Skyler seine schlimmen Taten und versucht ihr verzweifelt zu erklären, wieso er dies alles tat. Skyler jedoch wirft Walter raus.
Derweilen ist der DEA-Agent Hank nahe an dem „blauen Meth“ dran und lehnt sogar eine Beförderung ab, um die Bösewichte zu schnappen. Dass es sein eigener Schwager Walter ist und dass ihn seine Ermittlungen in Lebensgefahr bringen, weiß Hank noch nicht. Er hängt sich an Jesse Pinkman, den er für die Schlüsselfigur hält. Während alle dem geht Walter ein verhängnisvolles Arrangement mit einem zwielichtigen Geschäftsmann ein…
Schauspieler
Bryan Cranston, Aaron Paul, Anna Gunn, Dean Norris, Betsy Brandt, RJ Mitte, Giancarlo Esposito, Bob Odenkirk, Charles Baker, Luis Moncada, Daniel Moncada, Tess Harper, Jonathan Banks, Julie Dretzin, Mark Margolis, Steven Michael Quezada, Christopher Cousins, Carmen Serano, David Costabile, Jeremiah Bitsui, Emily Rios, Jere Burns, John de Lancie, Krysten Ritter
Kritik von Sascha Koch
Unglaublich! Mit der dritten Prämierung als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie für den Emmy Award unterstreicht Bryan Cranston eindrucksvoll, dass er tatsächlich zu den absolut besten Seriendarstellern der Welt zählt.
Sein Schauspiel ist auch in der dritten Staffel wieder von sehr viel Feinschliff, Emotionalität aber auch Härte und Schonungslosigkeit geprägt. Die Figur Walter White hat sich enorm weiterentwickelt und Cranston mit ihr. Walter ist nun ein Schwerverbrecher. Er ist in dieses Milieu nach und nach reingerutscht und kommt nun nicht mehr heraus. Das will er auch gar nicht. Es ist sehr faszinierend zu sehen, wie Walter makaberen Gefallen daran findet, Meth zu kochen und in allerhand kriminelle Aktivitäten verwickelt zu sein. Unter dem Deckmantel, doch nur seine Familie ernähren zu wollen, kann Walter einfach nicht mehr aufhören. Hemmschwellen? Gewissen? Menschlichkeit? Wie weit Walter durch die Umstände verändert wurde und wie weit er noch der ist, der er einst war, gilt es für den Zuschauer herauszufinden. Klar ist aber, dass uns Vince Gilligan mit Walter White eine der undurchsichtigsten, menschlichsten und faszinierendsten Charaktere des US-Fernsehens geschaffen hat, der von Bryan Cranston phänomenal gespielt wird.
Hinzu kommt Aaron Paul, der nun auch endlich einen Emmy Award erhielt. Auch hier absolut gerechtfertigt. Paul versteht seine Figur weiterhin perfekt, verkörpert sie mitreißend und beherrscht Jesse Pinkman auf einmalige Art und Weise.
Neben den beiden Hauptfiguren sticht vor allem aber wieder Anna Gunn hervor, die abermals eine großartige und berührende Darbietung der verzweifelten Mutter und Ehefrau abliefert und leider nicht bei der Emmy-Jury punkten konnte.
Stilistisch hat sich die Serie essentiell weiterentwickelt. Von dem brillanten schwarzen Humor ist in der dritten Staffel nicht mal mehr die kleinste Spur übrig. „Breaking Bad“ ist pures Drama und mit jeder Facette stets ernst und schnörkellos. In Bezug auf die Kameraführung besinnt sich die Serie auf alte Werte und wird damit zum momentan stilistisch außergewöhnlichsten Format. Durch extrem lange Sequenzen, mit meist keiner Hintergrundmusik, gelingt es der Kamera immer genau die Stimmung und genau die Emotion des Schauspielers einzufangen, die man haben will. Minutenlange Dialoge, Landschaftsaufnahmen oder Szenerien wirken fast schon wie eine Kunstform für sich. „Breaking Bad“ ist mit seinen leisen Tönen und seiner Tristesse besonders eindringlich.
Verloren geht „Breaking Bad“ aber ganz klar die Realitätsnähe, was man der Serie durchaus ankreiden muss. Die Geschehnisse wirken immer unwirklicher und zunehmend mehr konstruiert. Gerade die zwei Salamanca-Brüder, die auf der Jagd nach Walter sind, haben nichts mehr mit der Bodenständigkeit und der Lebensnähe der ersten beiden Staffeln zu tun. „Breaking Bad“ präsentiert sich in Staffel drei komplett neu. Neu, aber nicht besser. Die Serie rührt nicht mehr zu Tränen, ist weniger mitreißend und schockt nicht mehr in gewohnter Form. Punkte, in denen sich die dritte Staffel klar verschlechtert.
Trotzdem ist und bleibt „Breaking Bad“ eine einzigartige Serie, die stilistisch konservativ und schauspielerisch erstklassig wohl eine der besten ihrer Zeit ist. Dramatische Schicksale, unerwartete Wendungen und subtile Botschaften. Durch die neu eingeschlagene Richtung verliert „Breaking Bad“ zwar gegenüber den vorigen Staffeln, doch bleibt weiterhin Unterhaltung auf sehr hohem Niveau, was durch intelligente Handlungsverläufe, kreative Ideen, nachvollziehbare Charaktere und fantastische Schauspieler erreicht wird. „Breaking Bad“ ist weiterhin mehr als sehenswert und Serienunterhaltung in einer eigenen Liga.
Wissenswertes
Nebendarsteller RJ Mitte ist auch im wahren Leben durch eine mildere Form von infantiler Zerebralparese, einer durch frühkindliche Hirnschädigung ausgelösten Bewegungsstörung, betroffen.
Bryan Cranston führte in der Staffelpremiere „No Mas“ selbst Regie.
Die in der Serie gezeigten Webseiten www.SaveWalterWhite.com oder www.BetterCallSaul.com existieren wirklich und sind Teil einer viralen Kampagne für „Breaking Bad“
Episodenguide:
• No Mas
• Caballo Sin Nombre
• Kopflosigkeit
• Grünes Licht
• Mas
• Sonnenuntergang
• Eine Minute
• Familienbande
• Kafkaesk
• Die Fliege
• Offene Worte
• Halbe Sachen
• Nägel mit Köpfen
Die Serie umfasst folgende Staffeln:
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 1
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 2
Breaking Bad (TV-Serie) - Staffel 3
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste TV-Serie – Drama, Beste Regie („Eine Minute“), Beste Kamera („No Mas“), Bester Schnitt („No Mas“), Bester Ton-Schnitt („No Mas“)
Gewonnene Emmys:
Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Bryan Cranston
Bester Nebendarsteller (TV-Serie – Drama) – Aaron Paul
Golden Globes Nominierungen:
Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Bryan Cranston
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