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Almost Heaven
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Regie
Ed Herzog
Drehbuch
Ed Herzog, Paul Herzberg
Produzent
Judy Tossell
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 102 min Land Deutschland Kinostart 28.05.2009 DVD-Start 16.07.2009 Verleih EuroVideo |
Story
Die Country-Sängerin Helen hat einen großen Traum: Sie will mit ihrer Gitarre im Bluebird Cafe in Nashville auftreten. Langsam rennt ihr die Zeit jedoch davon. Sie ist todkrank und fast durchgehend ans Bett gefesselt. Als eines Tages die Zusage für einen Auftritt im Bluebird in ihrem Briefkasten landet, kann sie jedoch nichts und niemand mehr halten. Kurzerhand lässt sie das Krankenhausbett und ihren Ehemann hinter sich, um in die USA zu fliegen. Blöderweise kommt es am Flughafen zu einer Verwechslung, wodurch Helen einige Stunden später nicht in Nashville, sondern auf Jamaika landet. Um von dort aus einen Flug nach Nashville zu bekommen, muss sie die Insel einmal durchqueren. Die Uhr tickt…
Schauspieler
Heike Makatsch, Nikki Amuka-Bird, Wotan Wilke Möhring, Michael Gwisdek, Ivan Shvedoff, Carl Bradshaw
Filmkritik von Kathrin Lang
Bereits 1996 erklang Heike Makatschs "zarte" Stimme in Detlev Bucks „Männerpension“. 2005 versuchte sie sich in „Almost Heaven“ erneut als singende Schauspielerin und hinterlässt damit mehr als nur positiven Eindruck. Zwar ist Makatschs Stimme gewiss nicht perfekt, doch machen gerade die leicht schrägen Töne und die alles andere als starke Stimme den besonderen Klang aus. Stimmlich, und damit einhergehend auch atmosphärisch, liefert die Akteurin ein tolles und angemessenes Grundgerüst, auf dem dieser ebenso berührenden wie lustige Film aus deutschem Lande gut aufbauen kann.
Einen etwas absurden Eindruck hinterlässt die Story von „Almost Heaven“: Eine deutsche Country-Sängerin, die sich auf dem Weg in die USA verirrt und plötzlich auf Jamaika landet. Dort prallt der Reggae auf den Country – schon rein musikalisch eine krude Mischung. Dann gestaltet sich dieses experimentelle Gebräu allerdings doch überaus spannend. Ebenso wie die beiden unterschiedlichen Musikstile langsam miteinander verschmelzen, kommen sich auch die verschiedenen Kulturen und Mentalitäten näher. Diese Dynamik wird in „Almost Heaven“ vor allem durch die beiden gegensätzlichen Hauptdarstellerinnen deutlich, die immer wieder in Konflikt geraten, um sich letztlich doch wieder zusammenzuraufen. Dieses Spiel, das ausnahmsweise mal nicht durch eine klassische Love-Story dominiert wird, vermag es den Zuschauer mit auf einen abenteuerlichen Roadtrip zu nehmen, der die Endlichkeit des Lebens ebenso zu seinem Thema macht wie die pure Lebenslust.
Nachdem Heike Makatsch bereits in Detlev Bucks „Männerpension“ ihr Gesangstalent zeigte, gibt es in "Almost Heaven" nun die musikalische Zugabe. 